Sprachschule ohne die Freiheitlichen

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Umstritten. Fest im Sattel sitzt der Dornbirner SP-Chef Gerhard Greber. In einer geheimen Wahl wurde er mit nur einer Gegenstimme für die nächsten zwei Jahre in seinem Amt als Stadtparteiobmann bestätigt. Ebenso viele Stimmen erhielten seine beiden Stellvertreterinnen Gabi Sprickler-Falschlunger und Doris Zucalli. Dass das Führungsteam offenbar unumstritten ist und ein Konkurrent chancenlos wäre, führen Beobachter der politischen Szene in Dornbirn vor allem auf die guten Wahlergebnisse bei den letzten Gemeinderatswahlen zurück, die an die Zeiten eines Oskar Mätzler erinnern. Die Dornbirner Roten wissen, dass ohne den gebürtigen Bregenzerwälder Greber nichts geht. Auch in der Landes-SPÖ hätte der Professor am Dornbirner Gymnasium beste Chancen auf eine Spitzenposition. Bisher hat er jedes Angebot dankend abgelehnt.

Nicht für alle. Der Landesrechnungshof lädt traditionsgemäß jedes Jahr Vertreter des Landtags, Spitzen von Landesunternehmen und Landesräte zu einer Herbstveranstaltung. Diesmal referierte Tatjana Lackner, die in Wien eine „Schule des Sprechens“ führt - und informierte über Redetechniken und Rhetorikregeln. Lackner erklärte auch, was unter anderem Politiker alles falsch machen; und lockerte dies auch mit kleinen Praxisbeispielen und Übungen mit mutigen Zuhörern auf. Das Publikum war von der lockeren, bisweilen auch recht frechen Art der Ex - Radiomoderatorin sichtlich angetan. Am Ende wurden Visitenkarten verteilt um für www.sprechen.com Werbung zu machen. Auch Lackners Abgang ließ die meisten Eingeladenen schmunzeln. Vor Freiheitlichen-Landesobmann Landesrat Dieter Egger stehend, fragte die forsche Dame doch glatt „Sind Sie von der FPÖ?“ Egger bejahte, und Lackner meinte fröhlich, aber bestimmt: „Wir coachen alle, nur nicht die FPÖ.“- und ließ den verdutzten Landesrat stehen.


Quelle: http://www.vn.vol.at