Nika Triebe

Telefon - Ihre Zeit ist kostbar!


Es gibt Menschen, die gerade am Telefon kein Ende finden. Hier finden Sie ein paar wirkungsvolle Tipps um Zeitdieben stilvoll zu begegnen.
1. Halten Sie sich zurück mit "Türöffnern"!
Verzichten Sie bewusst auf das interessierte "Ja", "Mhm" etc.
2. Schauen Sie "hörbar" auf die Uhr!
3. Loben Sie den anderen! "Sie schildern das sehr bildhaft!"
4. Umreißen Sie dann kurz Ihre augenblickliche Situation! "Ich bin gerade auf dem Sprung zu einem Meeting" Enden Sie mit einer Alternative: "Schicken Sie mir doch bitte eine kurze Mail mit den wichtigsten Punkten!"
5. Tun Sie so als ob das Gespräch schon vorbei wäre:
Sie haben das ausführlich erklärt, danke!
6. Bleiben Sie höflich im Ton!


Nika Triebe

In 6 Schritten zur 7-Minuten Rede


1. Welches Gefühl sollen Ihre Zuhörer nach Ihrer Rede haben?
2. Wie lautet Ihre Kernaussage?
3. Für die Einleitung fragen Sie sich: "Wo liegt das gemeinsame Interesse des Publikums?"
4. Sammeln Sie die 5 wichtigsten Argumente!
5. Entwerfen Sie ein positives Zukunftsszenario!
6. Enden Sie mit einem klaren Appell!
Tipp: Stellen sie sich Ihr Publikum vor und üben Sie Ihre Rede mindestens 5-mal laut! Vergessen Sie auch die Körpersprache nicht! So wird die Rede locker und lebendig.


Nika Triebe

Torpedos der Präsentation!


WER BRAUCHT FORMULIERUNGEN WIE ...

"Ich möchte Sie herzlich begrüßen...."
Na, dann tu es doch!
"Ich freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind , um heute...."
Schön, darf ich jetzt wieder gehen?
"Es ist mir eine ganz besondere Ehre...."
Puh, mühsam!
"Ich würde sagen wollen, dass...."
Sprich was Dir am Herzen liegt, aber schnell!
"Ich würde vorschlagen, dass..."
Du würdest Du nur, und was tust Du tatsächlich?
"Darf ich dazu bemerken..."
Nein!
"Dürfte ich Sie mal fragen, ...."
Nein!
"Wie ich schon bei meinem letzten Vortrag ausgeführt habe...."
Oh Gott, nicht noch einmal!
"Ich komme jetzt zum Ende, möchte aber noch...."
Leere Versprechungen!
"Wie wir alle wissen,..."
Ich bin nicht wir und ich weiß gar nix!
"Wie eben schon gesagt...."
Na, warum dann noch mal?
"Ich möchte entschieden behaupten...."
Entschieden und behaupten, wie geht das zusammen?
Wir hatten bereits erwähnt...
Dann kann ich ja weiter schlafen, es kommt eh nichts neues!
Eigentlich muss ich es nicht ansprechen, aber...
Na, dann lass es doch lieber!
Mein Vortrag ist nur partiell geeignet ...
Dann bitte auf die Zielgruppe abstimmen!
"Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit!"
Ja stimmt, es war mühsam!
... NIEMAND!


Nikolaus Riemerschmid
STIMM- & SPRECHTRAINER

SPRECHERCASTING:


Wer das Sprechen zum Beruf machen will und zu einem Sprechercasting antreten möchte, einem Vorsprechen für professionelle Sprecher, sollte sich vorbereiten:
1. Vorher einsprechen.
Atemübungen machen; Zunge und Lippen kräftig bewegen; den Text laut (!) durchlesen; summen, brummen, ...
2. Früh genug kommen.
So kann man sich besser akklimatisieren.
3. Bleistift mitnehmen.
Zu ändern gibt es immer wieder etwas - und womit soll man sonst die Sprechzeichen machen?
4. Etwas Besonders einfallen lassen.
Der Text interessiert niemanden, nur: wie er gelesen wird. Können Sie die Stimme verstellen, jemanden imitieren, beherrschen Sie einen Dialekt?
5. Keine Texte ablehnen oder kritisieren.
Wenn der Text schwach ist, machen Sie ihn als Sprecher besser!
6. Im Studio den Sprecheinsatz abwarten.
Auch Techniker und Regisseur bereiten sich vor.
7. Sich beim Lesen einen bestimmten Zuhörer vorstellen.
Die Botschaft kommt besser an!
8. Nach einem groben Versprecher den (Ab-)Satz nochmals beginnen - ohne große Entschuldigungen.
Das spätere Schneiden ist kein Problem.
9. Wird man nicht genommen, darf man das nicht persönlich nehmen.
Es ist schwierig, als Newcomer einen Platz neben den bewährten Sprechern zu bekommen.
10. Nicht nachbohren, warum Sie nicht genommen wurden.
Den wahren Grund erfährt man selten.


Nika Triebe
RHETORIKTRAINERIN

Blackout was nun?


Niemand ist davor gefeit, plötzlich "steckenzubleiben". Die richtigen Worte fehlen oder man erinnert sich nicht mehr an das, was man eigentlich sagen wollte.
Angstfaktor Nummer eins ist die Vorstellung, nichts mehr sagen zu können, eine Pause entsteht. Doch die "Gedankenpause", die sie als Redner als unendlich empfinden, wird vom Zuseher nicht unbedingt als peinlich wahrgenommen. In der Regel werden erst Pausen ab 6 Sekunden als übermäßig lang empfunden.
21, 22, 23, 24, 25, 26, - das ist eine ziemlich lange Zeitspanne in der sie gar nichts sagen müssen. Sie gibt Ihnen die Chance aus der Blackout-Situation herauszufinden, ohne dass der Zuschauer sie überhaupt bemerkt.
Möglichkeiten mit dem Blackout umzugehen:
1) Geben Sie das Blackout einfach zu!
Mit einem witzigen Spruch, wie "Im Moment stehe ich auf der Leitung", kann die Situation entkrampft werden. Unterstützung holen Sie sich durch ihr Lachen. Damit entkrampfen Sie sich und bauen Stress ab.
Unverzeihlich wird die Situation erst, wenn Sie sich entschuldigen oder womöglich auch noch andere für Ihren "Hänger" verantwortlich machen: "Das war anders besprochen!" oder "Ich hatte zu wenig Vorbereitungszeit!"
2) Gönnen Sie sich die 6-Sekunden-Pause. Erinnern Sie sich, worum es gerade gegangen ist, kommen Sie noch mal auf das Ursprungsthema zurück oder geben Sie ein Beispiel dazu.
3) Achtung Falle: Schachtelsätze!
Brechen Sie den Schachtelsatz ab und wiederholen Sie die Essenz Ihrer Aussage noch mal mit anderen Worten. Zwingen Sie sich mit Einführungen wie: "Das bedeutet also konkret....", "Das heißt schlussendlich....!" zu kurzen Sätzen und prägnanten Aussagen. Mit kurzen Sätzen fahren Sie im Übrigen sowieso besser.
4) Sie erinnern sich nicht mehr an die Frage?
Einfach darum bitten, die Frage zu wiederholen. Möglich ist es auch sich mit einer Gegenfrage wieder ins Spiel zu bringen.
5) Sie können den Satz nicht beenden
Brechen Sie ihn einfach ab und beginnen Sie neu. Im Zweifel ist nur noch der Gedankengang abzuschließen.


Nika Triebe
RHETORIKTRAINERIN

Lampenfieber, was tun?


10 praktische Tipps für die Rede

1. Gute Vorbereitung ist "die halbe Miete"!
2. Vorher bildhaft vorstellen und "anspüren", wie die Situation sein wird. Die Größe des Raumes? Wer hört mir zu? Welche Beleuchtung? Wo bin ich? Wie klingt es im Raum, bevor ich zu sprechen beginne?
3. Wichtig ist genau zu wissen: Wie lauten meine ersten Sätze? Womit möchte ich mein Statement beenden?
4. Wunderbar wirkt Bewegung, bevor es los geht - ruhig große und ausladende Bewegungen!
5. Ganz wichtig ist, vorher schon mal ein paar Minuten laut zu sprechen! Wie klingt meine eigene Stimme? Kann ich den Raum füllen?
6. Apropos Raum. Erkunden Sie den leeren Raum! Machen Sie sich mit jeder Perspektive vertraut!
7. Bevor Sie zu sprechen ansetzen, ausatmen nicht vergessen!
8. Am Anfang ruhig bewusst langsam sprechen.
9. Jetzt geht es darum, dass das Publikum Sie sympathisch findet. Also Augenkontakt und ruhig mal lächeln!
10. Wenn die Unsicherheit zwischendurch noch mal wiederkommt, was nicht auszuschließen ist, einfach ganz ruhig ausatmen, in die Runde schauen und weiter geht es wieder!


Franz Robert Wagner
SCHAUSPIELER, WERBESPRECHER, JURY-KOMMISSIONSMITGLIED DER SCHULE DES SPRECHENS

Interview mit einem Profi-Lektor:


1. Welche Voraussetzungen braucht man, um am Markt bestehen zu können?
Mut
2. Was war Ihr schlimmster Versprecher?

Verspreche mich nie.
3. Ihre Stimme ist angegriffen. Sie müssen trotzdem arbeiten. Was sind Ihre Tricks?
Nicht auf die Stimmbänder drücken,
"sanft" bleiben, stille Emotion

4. An welche sprechtechnische Übung erinnern Sie sich noch?
Die mache ich noch immer P, T, D, K, T, D, und das sehr schnell und schneller ... usw.
5. Angenommen, Sie verlieren Ihre Stimme. Welcher Beruf käme dann in Frage?
Schreiben
6. Wessen Stimme beeindruckt Sie?
Rolf Boysen, Christian Brückner, Peter Matic
7. Wie lautet Ihr Fachtipp?
Laut lesen, Klassiker vor allem


Peter Matic
SCHAUSPIELER, SYNCHRONSTIMME VON BEN KINGSLEY, JURY-KOMMISSIONSMITGLIED DER SCHULE DES SPRECHENS

Interview mit einem Profi-Lektor:


1. Welche Voraussetzungen braucht man, um am Sprechermarkt bestehen zu können?
Talent, Fleiß, Gesundheit.
2. Was war Ihr schlimmster Versprecher?
Da gibt es viele.
3. Ihre Stimme ist angegriffen. Sie müssen trotzdem arbeiten. Was sind Ihre Tricks?
Emser Tabletten (ohne Menthol!)
4. An welche sprechtechnische Übung erinnern Sie sich noch?
laballalabá, ... bé, ... bi, ... bo, ...
5. Angenommen, Sie verlieren Ihre Stimme. Welcher Beruf käme dann in Frage?
Pensionist
6. Wessen Stimme beeindruckt Sie?
Luciano Pavarotti
7. Wie lautet dein Fachtipp?
Üben, üben, üben!!!


Nika Triebe
RHETORIK

Neun Tipps für Radio-Moderatoren am Anfang:


1. Ein Moderator muss wissen, was er sagen will, bevor er das Mikrofon aufmacht. Profis schreiben sich manchmal sogar Stichworte auf. Eine Rede ist jedoch nie eine Schreibe!
2. Jede Information kann und soll als "heißer Stoff" verkauft werden. Gelangweilt präsentierte Meldungen (egal ob Verkehr, Schlagzeilen, ...) sind verschenkte Sendezeit.
3. Dabei darf die Stimmung des Moderators nicht aufgesetzt fröhlich wirken. Nur einer gelassenen und natürlichen Stimme hören wir gerne zu und glauben wir.
4. Vorsicht bei regelmäßig auftauchenden Programm-Elementen! Für den Hörer ist auch diese Information eventuell neu. Langeweile überträgt sich sofort. Es hilft, auch solche fixen Sende-Teile lieber öfter neu zu "erfinden".
5. Mit der "Aussage der Geschichte" beginnen und dann die Hörer nach "außen" führen. Das Publikum kann uninteressante Teile nicht wie in der Zeitung überspringen. An den Anfang einer Moderation gehört die Kernaussage. Findet diese das Interesse des Hörers, können die Hintergründe folgen. Der persönliche Stil des Moderators ist dabei wichtiger als die Schlagzeile.
6. Generell gilt für eine klare Moderations-Sprache: Am besten transportiert man Inhalt in guten Bildern und mit guten Zäsuren. Information alleine ist meist zu trocken. In Maßen gilt das auch für Nachrichten-Sendungen.
7. Ein "neuer Blick" auf die Dinge ist wichtig. Der Hörer kennt das Thema der Moderation vielleicht schon aus der Zeitung. Eine neue Pointe oder eine eigene Perspektive macht den Moderator zum bemerkenswerten Gegenüber.
8. Hörerbindung: In der Moderation darf und soll auch hörbar werden, dass an die Zuhörer gedacht wird. Dan´o´Day: "Spiele mit dem Hörer, und es kann großes Radio werden"

9. Das Wichtigste ist die Persönlichkeit des Moderators: "Sie gewinnen im Radio nicht, wenn Sie alles tun, was die Leute wollen. Sie gewinnen nur, wenn Sie den Hörern einen Grund liefern zuzuhören."


Tatjana Lackner
RHETORIKTRAINERIN

Die Kunst freundlich "Nein" zu sagen


Vielen Menschen fällt es schwer, jemandem eine Bitte abzuschlagen und freundlich "NEIN" zu sagen. Tatjana Lackner gibt Ihnen im Folgenden fünf Tipps, wie sie ein "Nein" leichter formulieren können, ohne Ihre Sympathiepunkte zu verlieren.
Der Chef will wieder einmal, dass Sie länger im Büro bleiben. Oder die Freundin möchte, dass Sie mit auf die Party gehen. Sie schulden der Kollegen eigentlich noch einen Babysitter-Dienst. - Was aber, wenn Sie einfach keine Zeit oder vielleicht auch überhaupt keine Lust haben?

1. Werden Sie sich zuerst über die Konsequenzen Ihres "Neins" bewusst!
Wenn ich heute dem Chef absage, was bedeutet das für mich kurz-, mittel- bzw. langfristig? Kann ich mir ein "Nein" imagemäßig zur Zeit leisten?
2. Versuchen Sie stets zwischen der bittenden Person und der gewünschten Sache zu unterscheiden! Sie können in der Sache durchaus bestimmt ablehnen, ohne die Person zu verärgern.
"Ich verstehe absolut, dass Du heute mit mir ausgehen möchtest und auch ich hab mich darauf gefreut, aber wir haben beide wenig davon, wenn ich vor Müdigkeit einschlafe."
3. Bieten Sie Alternativen und Lösungsvorschläge an!
"Heute war im Büro ganz viel zu tun. Überlege Dir doch bitte einen konkreten Tag in der nächsten Woche, an dem ich auf Dein Kind aufpasse, damit die Kleine auch Spaß mit mir hat."
4. Damit Ihnen Absagen nicht krumm genommen werden, passen Sie mit der Wortwahl auf!
Man kann auch ablehnen, ohne die Worte "Nein", "Nicht" und "Leider" zu verwenden. Wir alle scheitern viel zu oft an "Neins" in unserem Leben.
"Lieber Herr Kunde, 20 % Rabatt sind für uns schwierig zu garantieren, aber 15 % kann ich Ihnen definitiv zusichern"
5. Zeigen Sie sich stets konsensorientiert!
"Ich verstehe absolut, Herr Chef, dass diese Briefe heute noch erledigt werden sollten. Ich glaube aber, dass Sie mehr davon haben, wenn ich morgen eine halbe Stunde früher ins Büro komme und alles fehlerlos erledige."


<<  <  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  11  |  12  |  13  |  14  >  >>