Tatjanas Buchtipp
Einer der zeitgenössischen Lieblingsautoren von Tatjana Lackner heißt: Frédéric Beigbeder. Dieser kündigt sich gerade mit einem neuen Buch an: "Ein französischer Roman".
Frédéric Beigbeder ist mit dem Roman "39,90″ in den Olymp der internationalen Bestsellerautoren aufgestiegen. Seine Abrechnung mit der Werbebranche traf exakt den Geist der Zeit und erntete hervorragende Kritiken. Das enfant terrible des französischen Literaturbetriebs hat jetzt einen neuen Roman herausgebracht, der vor kurzem auf Deutsch erschienen ist."Ein französischer Roman" ist eine sehr persönliche Geschichte, aber auch ein Sittenbild Frankreichs in den letzten 50 Jahren.
Über den Inhalt des Buches schreibt der Verlag:
"Als Frédéric Beigbeder vor etwa zwei Jahren auf offener Straße beim Koksen erwischt wurde, war das für die gesamte Pariser Kulturszene ein gefundenes Fressen. Für ihn selbst entwickelten sich die darauf folgenden 48 Stunden U-Haft zum Anlass, sein Leben einer Generalinspektion zu unterziehen. Beigbeder versucht, zunächst vergeblich, sich an seine Kindheit zu erinnern. Erst, als er auch die Geschichte seiner Großeltern und Eltern ausleuchtet, formieren sich in seinem Kopf allmählich wieder Bilder. Entstanden ist auf diese Weise ein kluges, nachdenkliches Buch, das in seiner Beschreibung der Umbrüche und Entwicklungen der letzten 50 Jahre, der gesellschaftspolitischen Revolution, die unsere Generation definiert hat, weit über eine private Geschichte hinausreicht."
Das Buch ist bei Piper Belletrisik erschienen und kostet 19,95 €.
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Tatjanas Buchtipp
Der „Vordenker der Erlebniswirtschaft" Christian Mikunda war auf Einladung von Tatjana Lackner zum Inspirationsgespräch Gast in der Schule des Sprechens. Die beiden Energiebündel haben Bücher und Projektideen ausgetauscht. Gerne hier Tatjanas aktuelle Buchempfehlung:
Warum wir uns Gefühle kaufen - 7 Hochgefühle und wie man sie weckt
Hochmut, Völlerei, Zorn, Neid, Gier, Wollust und Trägheit - auch nicht praktizierende Christen erkennen hinter diesen Substantiven auf Anhieb die sieben Todsünden. Der ehemalige Film- und Fernsehdramaturg gilt als Entwickler der Ladendramaturgie, weil er millionenfach bewährte Grundsätze für die Inszenierung aus Theater und Film für den Handel nutzbar machte.
„Die Evolution hat einen Ausweg aus dem Dilemma der sieben Todsünden gefunden", fährt Christian Mikunda im Gespräch fort, „denn sie stellt den niedrigen Gefühlen hinter den Todsünden einen Katalog hoher Gefühle entgegen." Diese seien genauso mitreißend und befriedigend, haben aber weniger zerstörerische Nebenwirkungen, so Mikunda. Händler, die es schaffen, diese Hochgefühle mithilfe der richtigen Inszenierung ihrer Geschäftsräume und ihrer Produkte zu wecken, können dem Kunden echte, unvergessliche Erlebnisse bieten.
Nachstehend werden die von Christian Mikunda charakterisierten Hochgefühle einzeln erläutert:
1. Glory (das Erhabene)
Das Glory-Gefühl ist das positive Gegenstück zur Todsünde Hochmut. Während Hochmut aber für Selbstüberhöhung in Verbindung mit aggressiven Aspekten der Dominanz und Imponiergehabe zu interpretieren ist, steht „Glory" für das Gefühl des Erhabenen. Die Glory-Inszenierung ist nicht selbstbezogen; sie dient zur höheren Ehre eines anderen, zum Beispiel des Kunden, in dem ein solches Erhabenheitsgefühl geweckt werden soll - weil es ihm zusteht. Wie kann nun ein solches Glory-Gefühl in einem Laden erzeugt werden? Einerseits durch Höhe, Tiefe und Weite, die „Tempelgefühle" wecken, wie Mikunda es formuliert: Dafür können freistehende Tore, senkrechte Stellen (auch mit Videoleinwand) und Säulenhallen, aber auch „Gloriolen" (Lichtkränze oder Lichtboxen zum Hervorheben von Produkten) eingesetzt werden. Ebenso sinnvoll ist der Einsatz von Treppen oder Podesten, denn alles, was der Hervorhebung dient, weckt „Königsgefühle" im Kunden.
2. Joy (der Freudentaumel)
Das Joy-Gefühl ist das positive Gegenstück zur Todsünde Völlerei. Es geht dabei um die Freude an der Überfülle, um den verschwenderischen Umgang mit Sinnesreizen. Allerdings muss die Überfülle inszeniert werden, damit sie ein Hochgefühl erzeugen kann. Das Spiel mit den Sinnen, der Farbrausch, das Stöbern sind erlaubt und wichtig, allerdings muss die Überfülle einem Ordnungsprinzip (Themenbereiche, Kontraste etc.) untergeordnet werden. Nur so kann eine „Gerümpeltotale" verhindert werden, wie es Christian Mikunda formuliert.
3. Power (die Kraftstärke)
Das Power-Gefühl ist das ositive Gegenstück zur Todsünde Zorn. Power ist wie Zorn ohne Aggression, aber mit ähnlichen körperlichen Begleitsymptomen und Lustgefühlen. Alle Attraktionen, die auf Tempo und Kraft basieren, lösen das Power-Gefühl aus: Wassermassen, Feuerstürme, Krafttöne, Temporausch. Wer die Power inszenieren will, kann die vier Elemente (Erde, Feuer, Wasser, Luft) einsetzen, aber auch raue Materialien, Maschinen, Fetische usw. Auch das Spiel mit den Urängsten des Menschen ist erlaubt, etwa der simulierte Absturz.
4. Bravour (die Raffinesse)
Das Bravour-Gefühl ist das positive Gegenstück zur Todsünde Neid. Neid provoziert, wer mehr hat oder mehr ist als die anderen und dadurch „nach oben abweicht". Bravour entsteht dagegen durch besonderes Können, das beim Betrachter/beim Kunden begeisterte Zustimmung auslöst, die ihrerseits wieder das Gefühl der Raffinesse verstärkt. Ausgelöst werden kann dieses Gefühl der Bravour in einem Laden vor allem durch die Demonstration des besonderen Könnens. Im Laden heißt das: Den Kunden werden technische Details hinter den Produkten erklärt, raffinierte Lösungen und Features erläutert - von einem „Meister", einem sachkundigen Verkäufer oder auf eine andere informative Art und Weise.
5. Desire (die Begierde)
Das Desire-Gefühl ist das positive Gegenstück zur Todsünde Gier. Wie die Gier weckt das Desire-Gefühl den Jagdinstinkt im Menschen, allerdings soll die Jagd nicht durch Konkurrenz und Kampf untereinander angefacht werden, sondern durch eine besonders herausgeputzte Beute, die so zum Objekt der Begierde wird (Mikunda: „Man muss die Braut schmücken!"). Im Handel kann Begierde durch den Podiumseffekt - das Produkt wird hochgehoben - ausgelöst werden oder durch andere Wahrnehmungsspiele, wie das Schaffen eines „Allerheiligsten", eines Orts, zu dem der Kunde gelangen kann, um ein besonderes Produkt zu sehen. Sehr wichtig für das Wecken des Desire-Gefühls ist auch die Antizipation: Vorveröffentlichungen, Verknappung der Ware oder Lockangebote wecken im Kunden das Bedürfnis, ein Produkt zu besitzen.
6. Intensity (die Verzückung)
Das Intensity-Gefühl ist das positive Gegenstück zur Todsünde Wollust. Wollust steht für Handlungen zur Luststeigerung; übertragen auf das Hochgefühl Intensity bedeutet das: Dort, wo es überwältigend schön ist, verweilen die Menschen, um das Erlebnis auskosten zu können. Intensity-Gefühle entstehen durch jede Art von Verdichtung, durch die die Menschen die Welt verstärkt erleben. Es handelt sich um eine Art kontrollierten Stress, der durch Bilder, Gerüche, Töne, Zeichen und Symbole ausgelöst wird. In einem Laden wird diese Verdichtung vor allem durch das richtige Wechselspiel zwischen Objekten und Rahmen geschaffen, das ein Spannungsmuster erzeugt. Es können auch gezielte „Provokationen" eingesetzt werden.
7. Chill (das Entspannende)
Das Chill-Gefühl ist das positive Gegenstück zur Todsünde Trägheit. Während Intensity (siehe Hochgefühl Nr. 6) auf Verdichtung beruht, ist das Geheimnis des Chills die spürbare Verdünnung der Sinneseindrücke. „Chill", so formuliert es Christian Mikunda, „ist das Fasten von Sinnesempfindungen, die uns zu viel werden." Chill steht für langsamer, leiser, einfacher, kühler. Es geht also um eine Reduzierung der Reizintensität; es geht um Entspannung. In einem Laden kann diese Entspannung vor allem durch physische Entlastung erreicht werden: Es sollte dem Kunden in irgendeiner Weise möglich gemacht werden, die Beine hochzulegen. Überall, wo Chill in Szene gesetzt wird, spielt Liegen eine Hauptrolle.
Gefühlscocktails: Zumeist treten Hochgefühle konzertiert auf. Sie mischen sich zu sinnvollen Cocktails der Gefühle, die einem Ort die optimale Stärke geben. Üblicherweise sind es laut Christian Mikunda zwei bis drei Hochgefühle, die gemeinsam auftreten. Mikunda: „Shopping-Malls etwa brauchen nicht nur das Glory-Gefühl mit erhabenen Kuppeln und großer Höhe für das Königsgefühl des Kunden, sondern auch eine große Dosis Joy, mit vielen Buden, wo man Kleinigkeiten kauft, mit Bäumen, Bänken und geometrischen Mustern im Boden, um die Erhabenheit mit konsumfreudigem Freudentaumel zu ergänzen."
Von Tatjana verabschiedet sich der Autor mit den Worten: "Wir beide sind Ästheten und beherrschen die hohe Kunst der Inszenierung - das erzeugt Bravour!"
Der Buchtipp
Die jüngste Publikation von Christian Mikunda trägt den Titel „Warum wir uns Gefühle kaufen - die 7 Hochgefühle und wie man sie weckt" und erschien 2009. Econ-Verlag, ISBN-13: 978-3430200684
Charisma-Technik
Am FKK-Strand und in der Sauna sind angeblich alle Menschen gleich, dennoch stechen manche stärker hervor. Wenn das „Kleider machen Leute Prinzip" wegfällt, was ist es dann - das uns an anderen begeistert?
Was ist Charisma?
Der Begriff Charisma leitet sich aus dem altgriechischen charizesthai ab, was so viel wie gern geben, schenken bedeutet. Eine charismatische Person handelt (scheinbar) uneigennützig und erfährt aus diesem Grunde Bewunderung.
Was können Sie aktiv tun?
- Stärken Sie Ihre eigene Position innerhalb Ihrer Gruppe
- Nehmen Sie andere stärker in die Kontrolle
- Versuchen Sie Menschen stärker an sich zu binden
- damit Mitarbeiter zu Ihren Bedingungen Leistungen erbringen
- weil es nützlich ist, von ihm geschätzt zu werden
- Überlegen Sie womit, Sie jemanden beeindrucken/ überraschen können?
- um respektiert zu werden
- um Ihr Marketing zu stärken
Die Führungspsychologie belegt vielfach, dass ein charismatischer Führer (leader) mit unmittelbarem Gehorsam seiner Gefolgsleute rechnen kann. Wenn Sie andere auch so weit bringen wollen, dann machen Sie sich an die Arbeit. Legen Sie sich Charisma zu!
Sieben Verhaltensweisen sind notwendig, um charismatisch zu werden:
1. Außergewöhnliche Handlungen
2. Unabhängigkeit von der Meinung anderer
3. Neue Gebote verkünden
4. Regelfremdes Denken
5. Ablehnen von Bürokratie
6. Als Überzeugungstäter erscheinen, dem das Geld egal ist
7. Kein Geld annehmen, außer für die Umsetzung der „guten" Sache
(Gloria Beck, Verbotene Rhetorik, S. 98 ff.)
Schauspielen für Sprecher
Die Schule der Schauspielkunst: The Art of Acting. 22 Lektionen von Stella Adler
Henschel Verlag, ISBN: 978-3894875060
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Stella Adler gilt als Schülerin von Konstantin Stanislawski, weil er mehrere Wochen in Paris mit ihr gearbeitet hat. Den anderen großen Schauspiellehrer, Lee Strasberg, hat sie verachtet. Nach seinem Tod soll Adler gesagt haben, dass dieser Mann das Theater um 100 Jahre zurückgeworfen hat. Immerhin haben Leute wie Anthony Hopkins oder Paul Newman das Spielen nach Lee Strasbergs Methode gelernt ...
In diesem Buch verliert Adler kaum ein Wort über Strasberg und nur wenige Worte über Stanislawski und sein Training. Wie gut aber Strasberg als Schauspieler war, kann man in Filmen wie 'Der Pate II' oder 'Die Rentnergang' feststellen. So schlecht kann seine Methode also nicht gewesen sein!
Dieses Buch besteht vor allem aus Unterrichts-Mitschnitten. Adler doziert, predigt, erzählt, ... immer von oben herab. Sie vermittelt den Schülern das Gefühl, sie könnten niemals genügen, weil sie dieses nicht kennen, jenes nicht können und nichts wissen. Nach ihrer Ansicht mangelt es an allem: an Ehrgeiz, an Bildung, an Willen, an Stil. Sie, die große Mimin mit jüdischer Tradition, hat das natürlich alles - und immer schon gehabt!
Adler hat dabei durchaus recht! Vor ihr sitzen (auch) Leute, die sich den Unterricht leisten können, ohne geeignet zu sein. Aber sie vermittelt ihr Wissen und ihre Erkenntnisse so wenig sympathisch, dass man ab der Mitte des Buches die Lust am Weiterlesen (fast) verliert. Adler macht sich größer, in dem sie ihre Schüler klein macht. Ihre Übungen und ihre Gedanken sind auch für Sprecher nützlich, die wissen wollen wie man authentisch bleibt, wenn man Texte spricht oder wie man Subtext 'erzeugt'.
Mein Favorit zum Thema Schauspiel bleibt David Mamets 'Richtig und Falsch'. Empfehlenswert sind auch die Bücher von Lee Strasberg: 'Ein Traum der Leidenschaft. Die Entwicklung der "Methode"' und 'Schauspielen und das Training des Schauspielers', in denen er seine Methode sanft, sympathisch und logisch beschreibt. - Dieses Buch ist vor allem empfehlenswert für Leute, die eine Kopfwäsche vertragen.
Ist Ihr Körper völlig bei Sinnen?
Tatjana Lackner
Wie viele Sinne haben wir tatsächlich? 5 Körpersinne und einen Übersinnlichen? - Nein, mindestens neun. Die ersten fünf kennen wir alle: Gesichtssinn, Gehör, Geschmack, Geruch und Tastsinn, aber es gibt noch vier weitere:
6. Temperatursinn (oder Thermozeption)
Wir empfinden Wärme oder Kälte auf unserer Haut
7. Gleichgewichtssinn (Vestibuläre Wahrnehmung)
Er wird von den flüssigkeitshaltigen Hohlräumen des Innenohres bestimmt
8. Schmerzsinn (Nozizeption)
Wahrnehmung von Schmerz durch Haut, Gelenke oder Organe des Körpers. Das Gehirn steht seltsamerweise nicht in dieser Aufzählung, denn es besitzt überhaupt keine Schmerzrezeptoren. Kopfschmerzen kommen nicht aus dem Inneren des Gehirns, obgleich es den Anschein haben mag.
9. Tiefenwahrnehmung (Propriozeption)
Unser „Körperbewusstsein" gibt uns Informationen darüber, wo sich unsere Körperteile gerade befinden, auch wenn wir sie nicht sehen oder fühlen können. Dieses „unbewusste Wissen" kann jeder überprüfen: Schließen Sie die Augen und schwenken Sie den Fuß in der Luft hin und her: Sie wissen noch immer, wo er sich im Verhältnis zu Ihrem übrigen Körper befindet.
Viele Neurologen sind sich einig, dass es sogar noch mehr als diese neun Sinne gibt. Manche behauptet es wären sogar 21. Wie sieht es mit dem Hungergefühl aus? Oder mit Durst? Mit dem Sinn für Bedeutung oder überhaupt mit Sprache? Wie steht es mit dem spannenden Thema „Synästhesie" - wo Sinne miteinander kollidieren und sich verbinden, sodass z.B: Musik in Farben wahrgenommen werden kann? Was ist mit dem Empfinden von Elektrizität oder unserer Wahrnehmung bei einer drohenden Gefahr, wenn sich uns sogar die Haare sträuben?
Manche Tiere verfügen über zusätzliche Sinne, die uns völlig abgehen: Haie besitzen eine scharf ausgeprägte Elektrozeption, die es ihnen ermöglicht, elektrische Felder zu spüren. Vögel und Insekten hingegen können sich auf die Magnetozeption (Magnetsinn) verlassen. - Damit orten sie magnetische Felder, die Ihnen wie Navigationssysteme nützen. Die Echoortung und das Seitenlinienorgan werden von Fischen stark genutzt, um Druckunterschiede wahrzunehmen und das Infrarotsehen dient Eulen und Hirschen dazu in der Nacht zu jagen oder zu weiden.
Quelle: „Scheinbildung - Was an unserem Wissen alles falsch ist", John Lloyd, John Mitchinson, Piper Verlag GmbH 2006, ISBN: 978-3-492-05216-0
Buchtipp von Susanne Lefèvre
Beeinflussen Gefühle das Denken stärker, als Denken die Gefühle? Sind wir primitiver, als wir vielleicht vermuten? Lassen sich Emotionen wirtschaftliche nützen?
Auf diese Fragen antwortet Dan Hill in seinem neuen Buch „Emotionomics - Erfolg hat, wer Gefühle weckt" Er nutzt die jüngsten Ergebnisse neurologischer Forschung und räumt auf mit altem Gedankengut und Vorurteilen, die die letzten fünfzig Jahre des Wirtschaftslebens geprägt haben. Der Erfolg gibt ihm Recht. Seine Firma Sensoriy Logic.inc. berät seit Jahren höchst erfolgreich Unternehmen und beschert ihnen mittels Instrumenten wie facial coding, sensationelle Erfolge. Hills Buch beschreibt fesselnd und unterhaltsam die Grundlagen seiner Strategien, führt anschaulich durch die moderne Gehirnforschung und spart nicht mit praktischen Tipps und Anleitungen für den beruflichen Alltag.
Ob große Unternehmen oder kleine Unternehmungen - hier kann jeder profitieren, der das tägliche Miteinander, ob beruflich oder privat, nicht nur erfolgreicher, sondern auch erfreulicher gestalten will.
Tatjana`s zweiter Buchtipp ist "Die Sinn-Diät", dieses Buch hat ihr ihre Tochter Christina unter den Baum gelegt. Ein geniales und sehr praktisches Philosophiebuch, das vor der "Lebensführung der Vorläufigkeit warnt".
Als Autorin der "Rede-Diät" fühlt sich Tatjana der Autorenkollegin Reinhard durchaus verbunden und kann viele ihrer philosophischen Betrachtungen auch kommunikationswissenschaftlich nachvollziehen. Die „Diät-Autorinnen" stehen bereits in Kontakt und werden sich über ihre Arbeiten und Denkschulen schon bald austauschen.
Lebensnahe beschreibt Reinhard die "Generation Option", die das perfekte Leben sucht und sich nicht mit weniger zufrieden gibt. Schließlich haben wir alle Optionen, ob es um den Partner, den Job oder die richtige Weltanschauung geht. Doch was, wenn wir bei der unermüdlichen Suche nach dem Optimalen das Leben selbst einfach verpassen? Ein leidenschaftliches Plädoyer gegen den Un-Sinn des Perfektionismus - weil wir längst alles haben, was wir brauchen.
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Buchtipp: "Was ist Ihre gefährlichste Idee?"
"Ein faszinierendes Gedankenexperiment" schreibt der Observer zu Recht. Die führenden Wissenschaftler unserer zeit offenbaren erstmals ihre provokantesten, ihre gefährlichsten Überzeugungen. Brian Greene, Jared Diamond, Freeman Dyson, Martin Rees und viele andere lassen uns teilhaben an den Grenzbereichen ihrer Disziplin.
Störend ist alleine das Layout des Fischer-Verlages, allen voran die winzige Schriftgröße. Mächtige Überlegungen werden so vor den Augen der Leser ganz klein.
Der New Scientist bringt es so auf den Punkt: "Wichtige, scharfsinnige und ambitionierte Fragen - von einer atemberaubenden Bandbreite."
Tatjanas Fazit: € 10,-- die sich allemal lohnen! Wer Spaß daran hat über den Tellerrand der eigenen Branche hinaus zu denken wird dieses Buch mögen. Ich wurde von Nika Triebe beschenkt - für mich als Kommunikationsfrau ist dies ein Must Read.
Herausgegeben von John Brockman
Fischer TB Verlag 2009, Preis: € 10,30
ISBN: 978-3-596-17918-3
Buchtipp: "Handbuch Synchronisation: Von der Übersetzung zum fertigen Film"
Die deutsche Stimme von Sharon Stone, oder der Synchronsprecher von Jack Nicholson: kaum jemand weiß, wer sich hinter diesen Stimmen verbirgt. Aber jeder merkt sofort, wenn sein Lieblingsschauspieler von einem Film auf den anderen mit einer anderen Stimme spricht. Oder wenn diese neue Stimme zu einem anderen Gesicht gehört, das einem nicht und nicht einfällt.
Die Bücher, die bisher über das Thema 'Filmsynchronisation' erschienen sind, kann man an den Fingern einer Hand abzählen. Dieses Buch beschäftigt sich mit der Arbeit in den Tonstudios, mit den Anforderungen, die man an die Synchronsprecher stellt und mit den Schwierigkeiten, die sich beim Synchronisieren ergeben - vor allem bei 'Blockbustern' aus Hollywood und den damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen: die Synchronsprecher sehen oft nur einen geschwärzten Film, aus dem ab und zu das Gesicht des Schauspielers auftaucht, wenn dieser in einer Großaufnahme zu sehen ist. Sobald sich der Schauspieler von der Kamera abwendet, verschwindet dieses Bild und der Bildschirm wird wieder schwarz. Eine lippensynchrone Übersetzung wird somit schwierig, wenn man nicht sieht, was das 'Original' (mit dem Mund) tut.
Autorin Sabine Pahlke beschreibt leider nur ansatzweise, welche Auswege man in den Studios kennt und geht. Als Leser rechnet man aber mit einem 'Handbuch', wie es der Titel verspricht. Und ein Handbuch sollte so etwas sein wie eine Gebrauchsanweisung, ein Nachschlagewerk mit - wenigstens - einem Stichwortverzeichnis.
144 Seiten sind für ein so umfangreiches (und schwer zu fassendes) Thema wie die Filmsynchronisation schon auf den ersten Blick wenig. Wie wenig das in diesem Fall ist, merkt man beim Lesen. Die Autorin wiederholt einzelne Abschnitte immer wieder. Das füllt zwar die Zeilen, es bleibt einem aber vieles vorenthalten.
Vorenthalten werden einem z.B. die 'zahlreichen Praxisbeispiele', die auf dem Cover versprochen werden. Ein einziges Beispiel kommt vor, wie man ein paar Zeilen aus 'Der Schuh des Manitu' ins Englische und Französische übersetzt hat. Das musste aber bereits in der deutschen Fassung (!) nicht lippensynchron sein, weil es nur Untertitel waren. - Und: wo bleiben die angekündigten Infos zur Endabnahme einer deutschen Fassung?
Einen winzigen Einblick bekommt man in diesen Beruf. So klein, dass er wohl nur Leser zufriedenstellen kann, die mit den Berufen Sprecher oder Schauspieler nichts zu tun haben, absolut nichts. Dann ist man für die 2-3 Stunden Lesezeit vielleicht etwas 'gethrillt'.
Sabine Palke, Handbuch Synchronisation: Von der Übersetzung zum fertigen Film
Henschel Verlag 2009, Preis: € 16,90
ISBN: 978-3-894-87597-8
hörBücher - das unabhängige Hörbuch-Magazin
Tipp von Bettina Schinko
In der Zeitschrift hörBücher, man findet sie in der Bahnhofsbuchhandlung für € 5,90, werden aktuelle Hörbücher besprochen und bewertet. Kriterien sind: Umsetzung, Inhalt und Ausstattung. So bekommt man einen guten Eindruck der verschiedenen SprecherInnen. Die Homepage des Magazins: www.hoerbuecher-magazin.de zeigt das Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe. Von Reportagen überbekannte Stimmen, z.B. Katja Riemann über technische Neuheiten: der aktuelle i-Pod, ist der Inhalt bunt gemischt. Jede Ausgabe enthält zu dem ein Hörspiel als CD und den Code, damit man sich vier Hörspiele von der Webpage downloaden kann. Enttäuschend war der Artikel „DieHörbuchszene in Österreich", da er sich auf die Vorstellung eines Hörbuch-Ladens beschränkte. Ehrlich sind die Rezensionen zu den neuen Hörbüchern, auf der Webpage auch anklickbar.


