Die „5 S von Toyota" sind wieder in (Teil 1)

von Tatjana Lackner

Erkenntnisse und Veränderungen beginnen im Kleinen - nur so erfolgt langfristig der Wandlungsprozess „zum Besseren" in unserer Welt und in den Unternehmen. Schon seit den 80er Jahren findet man die vom Automobil-Weltkonzern Toyota entwickelte Methode „5 S" in der westlichen Literatur. Sie definiert 5 ganz einfache Gebote, die es einzuhalten gilt:

  • Seiri: Entferne Unnötiges aus Deinem Arbeitsbereich!
  • Seiton: Ordne die Dinge, die nach Seiri geblieben sind!
  • Seiso: Halte Deinen Arbeitsplatz sauber!
  • Seiketsu: Mache Sauberkeit und Ordnung zu Deinem persönlichen Anliegen!
  • Shitsuke: Mache 5 S durch Festlegen von Standards zur Gewohnheit!

Dieser scheinbar harmlose Ansatz birgt gigantisches Verbesserungspotential in sich. - Nicht nur bei Prozessabläufen, auch in den Köpfen der Beteiligten. Der Ex-Chef von Porsche, Dr. Wendelin Wiedeking, ist begeistert und sagte einst: „Toyota ist das Synonym für Konsequenz".
Im Unterschied zum Automobilhersteller Henry Ford, der in seiner Produktionsphilosophie davon überzeugt war, dass die Arbeiter nicht Denken sollen. Sein Credo lautete: „Bewegt das Blech!"

Nach dem 2. Weltkrieg gab es für Japan keinerlei wirtschaftliche Unterstützung von den Vereinigten Staaten, dementsprechend knapp waren die Mittel mit denen die fleißigen Japaner an den Produktionsstart all ihrer Erzeugnisse gingen. Toyota war gezwungen ganz andere Wege zu gehen. Doch der Erfolg und die Hartnäckigkeit gaben der asiatischen Mentalität Recht. Karl Lagerfeld brachte ihre Disziplintreue auf den Punkt: „Die Japaner sind die wahren Avantgardisten, formstreng und erfindungsreich mit neuen Stoffen."

Alle Mitarbeiter bekamen schon früh eigene Trainings bei Toyota, ausnahmslos vom Bandarbeiter bis hinauf in die Führungsetage. Zudem wurden alle im Unternehmen aufgefordert, Beschwerden aufzuschreiben und sofort rückzumelden. Durch dieses interne Qualitätsmanagement kommt es auch heute noch zu 62 konstruktiven Vorschlägen im Jahr pro Mitarbeiter. - Im Vergleich dazu erreicht die deutsche Industrie-Elite von hundert Mitarbeitern zusammengerechnet gerade mal 60 Optimierungsideen im Zuge eines Jahres. Vergleicht man die Mentalitäten, so werden bei den Japanern Verbesserungsvorschläge sogar belohnt, bei uns hingegen erzeugt Querdenken und selbst die konstruktive Kritik - samt dem signalisierten Umsetzungswillen - selten mehr klimatische Fellwärme mit dem Vorgesetzten.

Bei der Toyota-Methode werden Arbeitsplätze völlig neu organisiert. Übersicht und Sauberkeit spielen die Hauptrolle. Ist die „5-S-Methode" in einer Fertigungsstätte erst einmal implementiert, erkennt man dieselbe Produktionshalle kaum wieder. Perfekte leere Arbeitsplätze, minimalistisch eingerichtet, dafür optimal ausgestattet mit übersichtlich geordnetem Werkzeug an eigens dafür aufgestellten Werkzeugwänden. Diese sind für alle Arbeiter gut erreichbar, weil in der Produktionsstätte ausreichend oft montiert. Vermieden wird so die Kultur des „eigenen Werkzeugkastens" der Mitarbeiter - eine Quelle für Zeitverschwendung durch Sucharbeit. Das Credo: „so ungeordnet, wie es auf dem Schreibtisch aussieht, so sieht es auch im Kopf des Mitarbeiters aus" lässt sich ebenfalls in den Büroalltag transformieren. Die ruhigeren Sommermonate zu nützen, um sich vom alten Ballast zu befreien wirkt Wunder - auch in philosophischer Hinsicht. Erst dort, wo Altes weicht, kann Neues Platz finden. Los geht's, der Weg zum Mülleimer ist nicht weit! ;-)

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Rhetorik Jeopardy

Von Nika Triebe

Hier ist die Antwort. Kennen Sie die dazu passende Frage?

Verhaltenspsychologen sprechen von dem gesuchten Begriff, wenn Worte zusätzlich zur Begriffsbeschreibung eine stark emotionale Wirkung haben. So ist das Wort Freude auf der einen Seite die Beschreibung eines Zustandes und hat zugleich einen hohen emotionalen Wert. Gleiches gilt für das Wort Trauer. Der Unterschied zwischen den Worten Freude und Trauer liegt darin, dass viele Menschen das Wort Trauer negativ bewerten, während Freude in der Regel mit positiven Begriffen assoziiert ist. Worte können bei jedem Menschen eine andere emotionale Bedeutung haben, wobei es viele Begriffe gibt, die auf alle Menschen gleich oder ähnlich wirken.

 

Lösung vom Rhetorik-Jeopardy:

Was ist ein Semantischer Hof?


Sommer - Zeit, die Seele baumeln zu lassen

von Susanne Lefèvre

Wir wollen uns erholen und so richtig entspannen, machen Ferien, fahren in den Urlaub, fühlen uns frei und wandern als Touristen durch unbekannte Gegenden.
Aber woher stammen diese Worte überhaupt?

„Erholen" wird erstmals zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert erwähnt, damals als „irholon" und bedeutete bis ins 15. Jahrhundert: sich etwas verschaffen, nachholen, wieder einbringen. Ab dem 16. Jahrhundert ist „erholn" in unserer heutigen Bedeutung - neue Kraft gewinnen - üblich.

Zwischen dem 12. und dem 15. Jahrhundert „entspannt" sich zunächst noch die Sehne des Bogens beim Pfeile schießen. Erst ab dem 16. Jahrhundert beginnt der Begriff auch im Zusammenhang mit menschlicher An- und Entspannung gebräuchlich zu werden.

„Ferien" ist ein seit dem 16. Jahrhundert bezeugtes Fremdwort. Mit dem lateinischen „feriae" wurden in der Rechtssprache die gerichtsfreien Tage bezeichnet. Erst im 19. Jahrhundert setzte sich Ferien wegen der schulfreien Sommerzeit auch im Alltagssprachgebrauch durch.

Mit „Urlaub" - erstmals im 8. Jahrhundert als „urloup" erwähnt - war die Erlaubnis gemeint, die sich ein Ritter von einer Dame oder einem Höher-stehenden holte, um sich entfernen zu dürfen. Im 19. Jahrhundert beschafften sich Soldaten einen Erlaub, um vom Militärdienst frei gestellt zu werden. Mit einer Lautverschiebung von „er-" zurück zum ursprünglichen „ur-" entstand unser Urlaub.

„Frei" gehört mit anderen verwandten Wörtern aus indogermanischen Sprachen zu der Wurzel „prāi" und bedeutet schützen, schonen, gern haben, lieben. Kein Wunder, dass wir mit diesem Wort vor allem positive Assoziationen haben. Erwähnt wird es ab dem 12. Jahrhundert.

Tourist leitet sich ab vom englischen und französischen „tour", was Ausflug bedeutet und den Touristen somit zum Ausflügler und Wanderer macht.

Einfach mal „die Seele baumeln lassen" - dieser Wendung liegt ein sogenannter Schnipsel, also ein kurzer, in einem Notizbuch skizzierter Text von Kurt Tucholsky zugrunde. Auf Schloss Gripsholm in Schweden können Tucholskys Protagonisten dieses Gefühl genießen, wo er sie in der gleichnamigen Geschichte ein Sommeridyll erleben lässt. Von hier aus geht die Redewendung schnell in den allgemeinen Sprachgebrauch über.

Quelle: Das Herkunftswörterbuch - Etymologie der deutschen Sprache und Redewendungen - Wörterbuch der deutschen Idiomatik, beides bei Duden.

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„Management by...?"

von Tatjana Lackner

Die Wirtschaftsprache wird immer kreativer. Die Spanne der Führungsarten reicht von: Management by ... „hopping around", „helicopter", „Shakespeare" bis hin zu „drinking coffee". Zeit daher die klassischen vier Führungsprinzipien mal wieder in Erinnerung zu rufen:

Vier klassische Führungsprinzipien:
Unter „Management by Exception" versteht man die Führung durch Abweichungskontrolle und das Eingreifen der Führungskraft in Ausnahmefällen. Erstmals wurde dies von Henri Fayol aufgeworfen. Henri Fayol (1841-1925) war Generaldirektor eines französischen Bergwerks und brachte den Managementkreislauf erstmals zu Papier. Kritiker warfen ihm stets vor, zu plandeterministisch vorzugehen. Seine Lenkungsmaxime war: Ausnahmen werden zur Chefsache erklärt.
+ Vorteil: Spitzenkräfte können effektiver arbeiten und kümmern sich nur um die „haarigen" Fälle. Kritiker beanstanden jedoch die mangelnde Entwicklung der Kreativität und Eigeninitiative von MitarbeiterInnen, wenn bei schwierigen Problemfällen immer die Spitzenkraft übernimmt. Unter der Fayol'schen Brücke versteht man heute: informelle Abkürzungen im Organigramm zu nehmen und nicht die direkte Reportinglinie einzuhalten.

Unter „Management by Delegation" versteht man die Führung durch Aufgabendelegation. Grundvoraussetzung ist, dass die MitarbeiterInnen einen eindeutig definierten Aufgabenbereich mit klaren Kompetenzen erhalten, in dem sie selbständig entscheiden können. Auf diese Art werden unternehmerische Entscheidungen auf die organisatorische Ebene verlagert.
+ Vorteil: dort können Themen fachgerecht bearbeitet und ansehende Probleme adressiert gelöst werden. Das entlastet die Führungskraft und erzieht MitarbeiterInnen zu mündigen Problemlösern.
i Wichtig: Ausnahmen müssen definiert werden und die Entscheidung, was undelegierbar bzw. überantwortbar ist, muss im Vorfeld geklärt werden.
! Gefahr: Vorgesetzte sind verleitet nur uninteressante Aufgaben zu delegieren und offensichtliches „Cherry Picking" zu betreiben.

Unter „Management by Objectives" versteht man die Führung durch konkrete Zielvorgaben und Vereinbarungen durch den Vorgesetzten. Nötig ist dafür die jeweilige Analyse des Ist-Soll-Zustandes, offene Kommunikation über Stärken und Schwächen der/s Mitarbeiterin/s und die Schaffung von Perspektiven bzw. Entwicklungsmöglichkeiten.
+ Vorteile: die geistigen Ressourcen des Dienstnehmers werden mobilisiert und höhere Zielidentifikationen durch die gemeinsame Erarbeitung mit dem Chef geschaffen. So können auch Kriterien definiert werden, die für leistungsgerechte Entlohnung oder Förderungen wesentlich sind.
- Nachteil: Diese Methode kann zeitaufwändiger sein und die operative Formulierung von Zielen für die Führungskraft ist nicht für alle Führungsebenen gleich leicht zu definieren.

Unter „Management by Results" versteht man, dass sich die Verantwortlichen der unterschiedlichen Funktionsbereiche verpflichten, festgelegte Gewinne in bestimmten Mindesthöhen zu erzielen.
+ Vorteil: Die Führungskraft hat einen klaren Indikator für erreichte Erfolge der/s Mitarbeiterin/s.
- Nachteil: die eindimensionale Beurteilung der Performance des Dienstnehmers ist oft zu kurz gegriffen. Demotivation der Teamplayer ist besonders dann vorprogrammiert, wenn die Mitarbeiter aus unterschiedlichen Gründen, die nicht unter Eigenverschulden fallen, die Vorgaben gar nicht erreichen konnten.


Klinger - eine Wohltat für die Stimmbänder!

Von Susanne Lefèvre

Buchstaben wie die Nasal-Klinger „m" und „n", aber auch das stimmhaft summende „s"[z] eignen sich hervorragend, um die Stimme am Morgen aufzuwärmen. Damit ist der Einstieg in die Kommunikation klanglich optimal vorbereitet. Nur fünf Minuten genügen, um die Stimme auf das Sprechen im (beruflichen) Alltag vorzubereiten. Sind die Übungen in der Ausführung und im Ablauf vertraut, können Sie ohne Weiteres auch während des Anziehens, unter der Dusche oder vor einer roten Ampel ausgeführt werden - das spart Zeit. :)

  1. Achten Sie darauf, dass Ihr Kiefer entspannt ist. Die Lippen liegen locker und spannungslos aufeinander. Summen Sie auf „mmm". Die Vibrationen sollen sich in den Lippen, im Gesicht (Nase!) und weiter in den oberen Brustbereich spürbar wohltuend ausbreiten.

  2. Summen Sie auf „nnn". Legen Sie die Finger sanft auf die Nase und spüren sie die Vibrationen im Gesicht.

  3. Als nächstes kommt das stimmhafte „s"[z]. Ist der Klang nicht vertraut, hilft einem die Vorstellung einer fliegenden Biene oder Hummel. Das Summen sollte sich möglichst gleichmäßig im Klang äußern. Eine gute Übung um die Klangführung beim Sprechen zu gewährleisten.

  4. Kombinieren Sie „m", „n" und „s"[z] mit jeweils einem Vokal, o, a, e, i, u und tönen Sie auf „mmmaaa", nnnooo", „sssiii", etc.

Während des Summens und Tönens kann sich Schleim lösen, der sich während der Nacht auf den Stimmbändern festgesetzt hat. Vermeiden Sie, sich zu räuspern. Trinken Sie stattdessen ausreichend, vorzugsweise warmes Wasser.

Viel Spaß beim Sprechen!


Für den Liebsten ein Geschenk ...?

3 Tipps:

1) der verspielte Männer, 2.) der intellektuelle Mann, 3) der Macho-Mann

 

1. Turbulente Ratespaß in der XXL-Variante

Andere Klassiker mögen in die Jahre kommen, der rasante Ratespaß Tabu, zeigt hingegen keinerlei Anzeichen von Altersschwäche. - Ganz im Gegenteil: die Tabu XXL-Edition des Klassikers unter den Gesellschafts- und Kommunikationsspielen bietet insgesamt vier neue abwechslungsreiche Spielvarianten, die es in sich haben. Der Mix ist würzig: Elementen aus dem klassischen Tabu sind ebenso erkennbar, wie Ideen aus Activity & völlig neuen Komponenten. Schon seit jeher sind bei Tabu Fantasie, Sprachwitz und scharfsinnige Umschreibungen gefragt. Es gilt, dem eigenen Rateteam einen Begriff zu beschreiben. Bei Tabu XXL sind jedoch nicht nur die naheliegenden Wörter, die einem als erstes in den Sinn kommen, tabu. In manchen Fällen darf der Spieler nur 15 Wörter verwenden, um so viele Tabu-Begriffe wie möglich zu erklären. Oft waren gerade den Herren die pantomimischen Aufgaben von Activity zu peinlich. "Der Papa mag nicht schauspielern" hat es öfters geheissen. Dem schafft diese Neuauflage abhilfe: Wie? Hier kommt Knut! Der kuschekige Kerl doubelt den Papa, um die Pantomimeaufgaben zu lösen. Perfekt! Spätestens sobald Knut an der Reihe ist um "Gartenschlauch" oder "Pudelmütze" darzustellen, wird jeder Mann zum Kind.

Bildquelle: amazon.de

 

2. Kinokarten: "Never let me go"

Tatjana war begeistert und gibt der Spiegel-Filmkritik recht: "Falsche Sentimentalität ist NEVER LET ME GO fremd, vielmehr lässt er sein Publikum mit stillem Zorn und einem klaren Blick für das Wesentliche zurück. Und mit der Gewissheit, dass dies einer der wenigen Filme ist, die einen ein Leben lang begleiten werden."
David Kleingers, Spiegel Online


3. Testosteron-Spin-Training

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Wachsen Sie mit Stretching in den Frühling - Teil 2

von Katrin Stuflesser

Im Zusammenhang mit Stretching-Übungen ist der Glaube verbreitet, dass sie uns nur nützen, wenn sie wehtun. Einerseits hat eine zu sanfte Dehnung keine Wirkung und führt nicht zu einer verbesserten Gelenkbeweglichkeit. Eine unerwartete oder extreme Dehnung kann andererseits zu Verletzungen führen oder zu einer Kontraktion der gedehnten Muskeln, die eine Steigerung der Beweglichkeit verhindert.

Die gut bemessene Dehnung, bei der die Beweglichkeit beansprucht wird, die Schmerzgrenze aber nicht erreicht wird, führt zu den besten Ergebnissen. Gut bemessen heißt: stärker beanspruchen als im Alltag, anspruchsvoll, aber nicht verletzungsträchtig.

Unverzichtbar ist das Aufwärmen! Doch Vorsicht: Viele verwechseln Dehnen und Aufwärmen. Richtig ist, sich zunächst aufzuwärmen und dann zu dehnen. Das Aufwärmen erhöht die Durchblutung und lässt die Körpertemperatur steigen. Das zu dehnende Gewebe wird ernährt und mit Sauerstoff versorgt. Beginnen Sie mit sanftem Joggen oder Fahrradfahren für fünf bis zehn Minuten. Dann bewegen Sie die Gelenke in dem Bereich, den Sie dehnen wollen für zwei bis drei Minuten. Das Aufwärmen muss vom Körperinneren ausgehen. Die Erwärmung von außen, zum Beispiel durch einen Saunabesuch vor dem Training, ist nicht gemeint!

Das Dehnen selbst sollte sanft und kontrolliert sein, die Bewegung bis zum gewünschten Widerstand ausführen und dort ein paar Sekunden halten. Vermeiden Sie unkontrollierte, federnde oder werfende Bewegungen.
Die Atmung ist ruhig und rhythmisch. Atmen Sie im Moment der Dehnung aus, um die Entspannung der Muskeln zu unterstützen.

Viel Vergnügen beim Üben!


Redewendungen und ihre Herkunft

 

Schnee von gestern

Der umgangssprachlicher Ausdruck, der auch als „Schnee von vorgestern" oder „...vom letzten Jahr" vorkommt, wird ein Bezug auf Dinge oder Tatsachen, die niemanden interessieren, gebraucht. Die Formulierung geht wahrscheinlich auf die als Refrain wiederkehrende rhetorische Frage „Mais oùsont les neiges d'antan?" („Aber wo ist der Schnee vom vergangenen Jahr?") aus der „Ballade des dames du tempsjadis" des französischen Renaissancedichter François Villon zurück. Villon wendet das einprägsame Bild demonstrativ auf eine Reihe von historischen und mythologischen weiblichen Berühmtheiten und ihre längst vergangene Schönheit an.


Der rote Faden

Die Redewendung im Sinne von „leitender, verbindender Grundgedanke, Grundmotiv" geht auf Goethes Roman „Die Wahlverwandtschaften" zurück. Hier vergleicht der Dichterfürst die alles verbindende Hauptidee im Tagebuch Ottiliens mit dem durchlaufenden roten Faden im Tauwerk der englischen Marine verglichen wird. Ebenso zieht sich durch Ottiliens Tagebuch ein Faden der Neigung und Anhänglichkeit, der alles verbindet und das Ganze bezeichnet: „Manches Eigene von innigerem Bezug wird an dem roten Faden wohl zu erkennen sein."

 


Aus: Duden. Wer hats gesagt: Berühmte Zitate und Redewendungen. Mannheim: Bibliographisches Institut 2010
Bildquelle I, Bildquelle II


Fremdwörter - wenn, dann richtig!

von Susanne Lefèvre

 

1. Struktur
a) Rahmen, Halt
b) Ordnung, Gliederung
c) Muster

2. Kontur
a) Raster
b) Rahmenhandlung
c) Umriss

3. internalisieren
a) Gruppennormen verinnerlichen
b) sich anpassen
c) dazwischen gehen, unterbrechen

4. honett
a) anständig, rechtschaffen
b) hübsch, reizend
c) entgegenkommend, höflich

5. Katarakt
a) Störfall
b) Flut von Ereignissen
c) Ankündigung

6. eruieren
a) nachdenken, überlegen
b) beachten, bedenken
c) erforschen, herausfinden

7. Deposition
a) Tagesplan
b) Hinterlegung
c) Fehlplanung

8. Strategie
a) Idee, Einfall
b) Tendenz, Strömung
c) Planung, Führung

9. assimilieren
a) anpassen, angleichen
b) angliedern, anordnen
c) anhalten, angehen

10. akquirieren
a) versammeln, herholen
b) erwerben, anschaffen
c) zusammentreiben, gruppieren

Lösung: 1b, 2c, 3a, 4a, 5b, 6c, 7b, 8c, 9a, 10b


Wachsen Sie mit Stretching in den Frühling - Teil 1

von Katrin Stuflesser

Der Frühling ist da - warme Sonnenstrahlen und frische Luft laden dazu ein, sich nach den Wintermonaten wieder ins Freie zu begeben und etwas für seinen Körper zu tun. Ein Wald, ein Strand, eine Wiese, ein Stadtpark - all das sind ideale Orte, um sich zu dehnen. Für das Stretching ist Achtsamkeit auf den Atem erforderlich. Das wird in der Natur und der frischen Luft erleichtert, sodass dort bessere Ergebnisse erzielt werden können.

Außerdem sind für die körperlichen Übungen keine besonderen Geräte notwendig. Viele der Übungen können sogar barfuß gemacht werden. Die Kleidung sollte den Körper nicht einengen, leicht und atmungsaktiv sein. Vermeiden Sie störende Nähte, Nieten oder Metallteile. Wichtig ist in puncto Kleidung auch, dass sie beim Stretching den Körper ausreichend bedeckt und wärmt. Das heißt, lieber etwas wärmer anziehen als die Übungen in kurzer Hose ausführen. Die Temperatur spielt eine wichtige Rolle, einerseits für das eigene Wohlbefinden, andererseits sinkt mit der richtigen „Betriebstemperatur" das Verletzungsrisiko um ein Vielfaches.

Wer sich eine gewisse Beweglichkeit seiner Gelenke bewahren möchte, sollte sich drei Mal pro Woche für ca. 15 Minuten dehnen. Wenn Sie Ihre Beweglichkeit weiter ausbauen bzw. verbessern wollen, machen Sie die Übungen an fünf oder sechs Tagen in der Woche. Versuchen Sie die Dauer kontinuierlich auf bis zu 30 Minuten zu steigern!

Hier nun drei Übungen, die Sie immer und überall ausführen können:
- Ziel: Nackendehnung
Sie stehen oder sitzen und lassen den Kopf langsam nach vorne fallen. Die Hände helfen dabei, indem sie übereinander auf dem Hinterkopf liegen. Atmen Sie ruhig und gleichmäßig und halten Sie die Dehnung über sechs Sekunden.

- Ziel: Dehnung der inneren Armmuskel
Sie strecken die Arme seitwärts vom Körper weg, stellen dabei die Handflächen im rechten Winkel zum Unterarm auf und ziehen mit den Handwurzeln nach außen.
Atmen Sie gleichmäßig tief ein und aus, halten Sie die Dehnung über sechs Sekunden.

- Ziel: Dehnung des hinteren Oberschenkels
Sie stehen, beugen ein Bein ganz leicht und strecken das andere Bein nach vorne, wobei Sie die Ferse aufstellen. Das Knie muss vollständig gestreckt sein. Die Wirbelsäule sollte eine Linie bilden, der Kopf ist ihre Verlängerung.
Atmen Sie auch hier ruhig und gleichmäßig und halten Sie die Dehnung über sechs Sekunden.

Weitere Informationen & Übungen zum Thema Stretching folgen in den nächsten Newslettern. Viel Vergnügen beim Üben!


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