Der Heilige Stuhl und sein Sprechrohr

von Tatjana Lackner aus Rom

Natürlich will man als ehemalige Radiosprecherin und Medientrainerin auch beim berühmten Radio Vatikan vorbeischauen, wenn Rom für einige Tage auf dem Reiseplan steht. Dieser Sender gehört schließlich zu den (weit)REICHendsten der Welt: Hier sind über 40 Sprachredaktionen beheimatet. Gesendet wird in 47 Sprachen, unter anderem auch auf Deutsch. Die Sprachabteilungen haben 20 Minuten Sendezeit pro Tag zur Verfügung, die Sendungen werden dann teilweise mehrmals am Tag ausgestrahlt.

Derzeit sendet Radio Vatikan in den folgenden Sprachen:
Albanisch, Amharisch, Arabisch, Armenisch, Bulgarisch, Chinesisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Esperanto, Estnisch, Finnisch, Französisch, Hindi, Italienisch, Japanisch, Swahili, Kroatisch, Latein, Lettisch, Litauisch, Malayalam, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Schwedisch, Slowakisch, Slowenisch, Somalo, Spanisch, Tagalog, Tamil, Tigri, Tschechisch, Ukrainisch, Ungarisch, Urdu, Vietnamesisch, Weißrussisch.

Gelegentlich sind aber auch Sendungen in diesen Sprachen zu hören: Ewondo, Kinyarwanda, Lingala, Tshiluba, Kikongo, Kirundi, Malgasch.

Zudem gibt es täglich Nachrichtenmagazine auf: Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch. Auch Gottesdienste und Gebetssendungen werden - in überwiegend lateinischer Sprache - ausgestrahlt.

 

Wie ist Radio Vatikan strukturiert?
Gegründet wurde Radio Vatikan 1931 unter Papst Pius XI. Die Leitung des Senders wurde dem Jesuitenorden übertragen. Das Hauptsende-Zentrum ist am vatikanischen Hügel untergebracht. Der Generaldirektor ist Leiter des Hauses und wird vom Papst selbst ernannt, der Programmchef und der technische Direktor hingegen werden vom Kardinalstaatssekretär ernannt, jeweils auf Vorschlag des Jesuitenordens.
Nach 78 Jahren der Programmgestaltung ohne Werbung wird Radio Vatikan jetzt auch Werbespots senden. Die Bilanzprobleme machten auch vor den Rotlichtkabinen im Äther des Heiligen Stuhles nicht Halt.

Pater Lombardi, Direktor und Leiter des Vatikanischen Fernsehzentrums erklärt, dass Radio Vatikan im Moment nur Kurzwellenprogramme in verschiedenen Sprachen ohne feste Sendezeiten auf internationalem Niveau ausstrahlt. Das Jahresbudget von Radio Vatikan mit seinen Sendungen in 47 Sprachen beträgt zur Zeit 20 Millionen Euro und man hofft durch Werbeblöcke budgetsanierend zu wirken.


Bildquelle: Tatjana Lackner


Wussten Sie schon, dass ...?

... das bekannteste Wort der Welt Okay ist?

 

... Ihr Pro-Kopf-Anteil an den Staatsschulden Österreichs bereits 28.273 EUR beträgt?

 

... 16% aller Amerikanerinnen blond geboren werden, 33% derzeit blond sind. Von den TV-Sprecherinnen gibt es 64% Blondinen, von den Miss Amerikas 65%.

 

Quelle: http://www.dasinternet.net/, http://conwutatio.at/, http://www.possenreisser.bplaced.net/

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Sendeleiter Nikolaus Riemerschmid im Ö1 Club-Magazin

Immer wieder werden wir von Kunden gefragt, was der Job eines Sendeleiters im ORF ist. Nachdem unser Abteilungsleiter für Stimm-Modulation und wissenschaftlicher Lehrgangsleiter der Sprecherprüfung seit Jahrzehnten Nachrichtensprecher und Sendeleiter auf Ö1 ist, haben wir dort mal recherchiert.

 (pdf-Download, 2 MB)

Quelle: Ö1 Club-Magazin „gehört", 9/2011, Nr. 189, Autor Nikolaus Riemerschmid.


FEIER.ABEND
Steinhauer & seine Lieben - Lieblings Lieder

Ein musikalischer Abend mit Musik und Texten von H.C. Artmann, Heli Deinböck, Robert Gernhardt, Friedrich Holländer, Georg Kreisler, Roland Neuwirth, Janis Joplin, Kinks, Randy Newman, Leonard Cohen, und natürlich Graf, Pinkl und Rosmanith.

Genauere Infos:
http://www.peter-rosmanith.at/projekt.php?id=58


Uraufführung in St. Ulrich im Greithhaus am 15.10. und ab 3. November im Rabenhof Theaterin Wien.


Wem nützt es? Wer profitiert?

Hinter die Kulissen dieser Welt zu blicken ist zwar erstrebenswert, aber nicht immer genussvoll. Schnell erkennt der kritische Geist, dass von oben betrachtet viele scheinbar unlösbare Probleme theoretisch gar nicht vorhanden sein dürften. Wem nützt es deshalb, wenn diese Probleme ungelöst bleiben? Wer sind die Profiteure?

Beispiel: Welthunger

Die Tatsachen: Zwei Seiten der Erdkugel
Pro Minute sterben weltweit elf Kinder an Hunger. Daten aus dem Jahr 2004 zeigen im Zeitraum von 2000 bis 2002 waren weltweit 852 Millionen Menschen unterernährt.

Dem gegenüber bezeichnen Experten Übergewicht mittlerweile als „weltweite Epidemie des 21. Jahrhunderts".

Sechs der sieben wichtigsten Risikofaktoren für vorzeitige Todesfälle haben in Europa heutzutage damit zu tun, wie wir essen, trinken und uns bewegen. Insgesamt ist der Anteil an Todesfällen durch Übergewicht und Bewegungsmangel in den letzten zehn Jahren um 30% gestiegen. Etwa zwei Drittel der erwachsenen US-Amerikaner haben einen Body-Mass-Index von über 30 und werden damit als krankhaft übergewichtig eingestuft. Die Hälfte aller US-Amerikaner stirbt vorzeitig. Hauptursachen: Übergewicht. Auch in Europa ist die Zahl alarmierend.

Warum also hungern Menschen in einer Welt, die genug für alle produziert?

Gibt es tatsächlich nicht genügend Nahrung auf der Welt?* Drei Beispiele zeigen, dass die Ursache von Hunger nicht in der unzureichenden Produktion von Nahrungsmitteln liegt:

  • Es stehen zurzeit für jeden der gut 6 Milliarden Menschen auf der Erde 2.700 Kilokalorien pro Kopf und Tag zur Verfügung, benötigt würden nur 2.200 Kilokalorien pro Tag.

  • Die globale Landwirtschaft könnte beim heutigen Stand der Technik 12 Milliarden Menschen ausreichend ernähren (laut der UN Organisation für Ernährung und Landwirtschaft FAO).

  • Indien, das Land mit den meisten Hungernden in der Welt, gehört zu den zehn größten Getreide-Exporteuren und hat 2004 mit der Ausfuhr von Getreide über 2 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.

Lebensmittel an Bedürftige zu verteilen ist wichtige Katastrophenhilfe, löst aber das Hungerproblem nicht nachhaltig. Oftmals wird die Überschussproduktion der Industrieländer als Nothilfe verschenkt. Dies kann dazu führen, dass lokale Bauern ihre Produkte nicht mehr verkaufen können und ebenfalls in die Abhängigkeit der Nothilfen geraten.

Die Agrarpolitik der USA und der EU subventioniert den Verkauf ihrer Agrarprodukte auf Märkten in ärmeren Ländern. Die dortigen Produzenten können mit den subventionierten Preisen nicht konkurrieren und verlieren ihre Absatzmärkte.

*) Vgl. http://www.bpb.de, Stand 31.8.2011


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