3 x Redegenres für den Joballtag (Teil 1)
von Tatjana Lackner
Wo ist der USP Ihrer Kommunikation?
Wir alle stecken über beide Ohren in Kommunikationssituationen: jeder von uns kommt gerade aus einem Gespräch - tritt bald wieder in Interaktion mit anderen oder bereitet sich gerade auf eine Besprechung vor.
Dabei geht es stets um Meinungen, Ansichten, Betrachtungen. Ihren USP zu finden ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum gelungenen Eigenmarketing. Wer soll Sie verkaufen, wenn nicht Sie selbst? Wer kennt Sie so gut und lange, um über Ihre Ideen Auskunft geben zu können? Es gibt viele Redegattungen. Kaum jemand ist in allen gleich gut.
Finden Sie anhand der folgenden drei Redegenres heraus, wo Ihre rhetorische Fähigkeit am größten ist. Natürlich verschwimmen die Grenzen im Alltag. In bestimmten Berufsgruppen werden einige Redefertigkeiten bevorzugt verlangt.
Trainieren Sie deshalb Ihre Kommunikationsmuskeln und überprüfen Sie, in welchen der insgesamt 7 Redegenres Sie noch Optimierungspotential haben. In diesem Newsletter (Teil 1) geht es um:
Redegenre 1: Definieren
Gerne hören wir Menschen zu, die bildreich reden. Dies gelingt nur, wenn statt bewertenden Adjektiven (gut, schlecht, schön, ...) stärker auf beschreibende Adjektive gesetzt wird (eckig, grün, salzig, ...)
Gerade in Meetings müssen Themen, Aufgabenstellungen und Begriffe immer wieder abgeklärt werden. Themenführerschaft bekommt nur, wer sich um exakte Definitionen bemüht!
Redegenre 2: Subsumieren
Nicht jeder kann komplexe Inhalte auf den Punkt zu bringen und sich kurz fassen. Es gilt deutlich zu unterscheiden - zwischen: „Muss - Soll - und Kann" - Inhalten. Was muss mein Gegenüber wissen und mitnehmen? Was sollte ich noch erklären zum besseren Verständnis? Was kann darüber hinaus besprochen werden - fällt aber unter Priorität C? Wenn man um die Zusammenfassung eines Projektes bittet, will schließlich niemand eine Nacherzählung hören. Abstraktes Denken ist gefragt und schnelles Abwägen der Prioritäten. Was darf in der Subsumierung nicht fehlen? Welche Passagen sind verzichtbar? Jedes Meeting muss am Ende zusammengefasst werden - unter dem Motto: „Wer erledigt was bis wann?"
Redegenre 3: Motivieren
Es gibt geborene Verkäufer, die andere zum Kauf motivieren können. Selbstsicherheit, Sympathie und Begeisterung spielen bei der Überzeugungsarbeit eine große Rolle. Wir lassen uns nur motivieren, wenn für uns ein Nutzen erkennbar ist. Sobald wir ahnen, dass der Verkäufer zum Selbstzweck predigt, beißt er auf Granit. Der größte Fehler, wenn man andere motivieren will ist, laut zu werden oder übertrieben viel zu reden.
Nur wer sich selbst motivieren kann, ist auch in der Lage andere glaubwürdig mitzureißen. Deshalb geht das Thema „Motivation" Hand in Hand mit Anregungen zur Selbstmotivation. Was können Sie konkret tun, um Ihre Selbstmotivation für bestimmte Ziele zu erhöhen?
Der Psychologe Dr. Steven Reiss deckte auf, dass so gut wie alles, was wir tun, auf 16 grundlegende Lebensmotive zurückgeführt werden kann.
Diese folgenden Aspekte entscheiden darüber, ob und wie ein Mitarbeiter dauerhaft in ein Team eingebunden werden kann, ob er in sein Team passt, und welche dynamischen Wechselwirkungen sich ergeben. Wo mobben sich zwei Menschen sogar? Wobei kippt plötzlich die Stimmung im Team?
Die Auswertung mehrerer 100.000 Einzelaussagen ergab folgende Aufstellung (ohne Wertung in der Reihenfolge):
- Macht: Streben nach Erfolg, Leistung, Führung und Einfluss
- Unabhängigkeit: Streben nach Freiheit, Selbstgenügsamkeit und Autarkie
- Neugier: Streben nach Wissen, Wahrheit, Erkenntnis
- Anerkennung: Streben nach sozialer Akzeptanz, nach Zugehörigkeit und positivem Selbstwert
- Ordnung: Streben nach Stabilität, Klarheit und guter Organisation
- Sparen: Streben nach Besitz und Anhäufung materieller Güter
- Ehre: Streben nach Loyalität und moralischer, charakterlicher Integrität
- Idealismus: Streben nach sozialer Gerechtigkeit und Fairness
- Beziehungen: Streben nach Freundschaft, Freude an dynamischen Prozessen und Humor
- Familie: Streben nach Familienleben und besonders danach, eigene Kinder zu erziehen
- Status: Streben nach Prestige, nach Reichtum, Titeln und öffentlicher Aufmerksamkeit
- Rache: Streben nach Konkurrenz, Kampf, Aggressivität und Vergeltung
- Eros: Streben nach einem erotischen Leben, Ästhetik, Sexualität und Schönheit
- Essen: Streben nach Nahrung
- Körperliche Aktivität: Streben nach Fitness und Bewegung
- Ruhe: Streben nach Entspannung und emotionaler Sicherheit
Der Begriff "Motivation", "Motiv" leitet sich aus dem lat. "motivare" ab, "von innen heraus bewegen". Neuere Forschungen der Biochemie haben ergeben, dass wir Menschen stets darauf bedacht sind, das Glücksgefühl im Leben (kurz- oder langfristiger) zu maximieren. Hierzu hat jeder Mensch sein eigenes "Belohnungssystem", welches, biochemisch betrachtet, den Pegel an Endorphinen, Dopaminen, ... im Blut hoch hält. Mehr hierzu siehe auch das Buch von Josef Zehentbauer, „Körpereigene Drogen", Verlag: Artemis & Winkler, 2000 ISBN-13: 978-3760819358.
Passende Belohnungssysteme gibt es sehr viele:
- Gutes Essen, Trinken, Süßigkeiten
- Schmusen, Zärtlichkeit, Sexualität
- Flirten, ein geschenktes Lächeln, Anerkennung suchen
- Kleine Geschenke als Anerkennungen, Spiele
- Pubertäres Schwärmen für Idole, Neugierde als Vorfreude auf Erkenntnis Musik/Film, Kunst, Sinnesfreude, Harmonie, Genuss der Ästhetik
- Tanzen, Party, Sport, langes Spazierengehen (setzt Endorphine frei)
- Prestige/Image, Luxus, Privilegien
- Träumen, Erinnerungen, Fotos bearbeiten
- Klatsch/Tratsch, Smalltalk, sich in Euphorie reden
- Inszenierung eines Streites (treibt Adrenalin hoch, danach erfolgt Endorphin/Dopaminausschüttung - dies ist mit ein Grund für zänkische Weiber, Nachbarschaftsstreit)
- Erfolgreiches Taktieren/Bluffen
- Lob/Anerkennung
- Alkohol/Drogen (ein Mangel an körpereigenen Dopaminen kann genetisch bedingt sein)
- Kreativ, schöpferisch sein (künstlerische Tätigkeit)
- Zum Frisör/Kosmetik gehen, sich schick anziehen, ausgehen, präsentieren
- repräsentieren, Neid erwecken, jemanden ärgern (Nachbarn, Arbeitskollegen, Mobbing. Nach Adrenalinausschüttung erfolgt Endorphinausschüttung)
- Verleihen von Medaillen, Pokalen, Anerkennungen, Ehrenämter, u.s.w... in einem feierlichen Zeremoniell
Sicherheitsdenken oder der Hunger nach Macht? - Meistens haben wir mehr als nur einen Motivator. Viele Anreize spielen zusammen und treiben uns an. - Überlegen, Sie welche die Motivatoren Ihres Gesprächspartners sein könnten und durch welche Anreize Sie Ihre Anliegen gelungen platzieren.
Erfolgreiches Verkaufen
Mag. Jürgen Stichenwirth
Ob im Bewerbungsgespräch oder beim Kundentermin, erfolgreiches Verkaufen will gelernt sein. Nur, wie bereite ich mich vor? Welche Fragen muss ich mir stellen, damit ich auf mein Gegenüber eingehen kann? Wie schaffe ich es rhetorisch zu brillieren und so aus der Masse hervorzustechen?
Im Rhetorik- und Kameracoaching lernen Sie, wie die Beantwortung vier essentieller Fragen den Grundstein für ein erfolgreiches Verkaufsgespräch legt. Sie werden dadurch bemerkenswerter, selbstsicherer und souveräner.
Ist dieser einmal Grundstein geklärt, können Sie loslegen. Nur, wie fange ich an um die optimale Wirkung zu erzielen? Mit welchen Formulierungen hole ich meine Gesprächspartner am Besten ab? Wie schaffe ich das „Kaufmotiv" des anderen zu erkennen?
Auch hier hilft Ihnen das Rhetorik- und Kameracoaching. Lernen Sie wie man Kaufmotive gezielt erkennt und anspricht. Überzeugen Sie durch die Kombination von nonverbaler und verbaler Sprache.
Sie brauchen:
1. eine reale Verkaufssituation aus Berufs- oder Privatleben
2. drei Hauptpunkte des Verkaufs, die angesprochen werden sollen
3. eine Doppelstunde (eine Einzelstunde wird zu kurz).
Sie bekommen:
1. Feedback zu Inhalt und Aufbau des Verkaufsgesprächs
2. Erkenntnis über Ihre verbalen und nonverbalen Muster
3. einen Sparring-Partner für Ihre Argumente.
Am Ende dieser zwei Stunden bemerken Sie Fortschritte in Ihrer Verkaufsmethodik und erhalten das Rüstzeug für weitere Gespräche dieser Art.
Tun Sie Ihrem Kiefer etwas Gutes!
von Susanne Lefèvre
Ein locker entspanntes Kiefer ist Voraussetzung für eine gute Artikulation. Wer im Alltag durch präzises Sprechen glänzen will, tut gut daran auf die Elastizität der Kiefermuskulatur zu achten. Ein 3-Minuten-Training für den Kiefer kann problemlos täglich absolviert werden und trägt auch zum allgemeinen Wohlbefinden bei.
- Streichen Sie mit beiden Handflächen vom Scheitel Richtung Kiefer. Der Kiefer darf sich dabei leicht öffnen.
- Klopfen Sie die Wangen mit den Fingerkuppen locker aus. Tönen Sie dabei auf „sch"
- Massieren Sie sanft die Kiefergelenke. Erhöhen Sie kontinuierlich den Druck. Lassen Sie dabei den Kiefer locker hängen, der Mund ist leicht geöffnet.
- Beginnen Sie mit kleinen Kaubewegungen mit geschlossenem Mund, die immer größer werden, bis der Mund ganz geöffnet ist.
- Schnauben Sie wie ein Pferd. Der Kiefer hängt dabei ganz entspannt.
- Summen Sie zum Abschluss auf "mmm" in einer Tonlage, die Sie als angenehm empfinden. Der Ton soll dabei durchgehend die gleiche Klangqualität behalten. Die Zahnreihen sind nicht geschlossen. Spüren Sie die Vibrationen in Gesicht und Hals.
Viel Erfolg beim Sprechen!
Online Dating - Kommunikation im Internet
von Bettina Schinko
Eigenpräsentation: In Ihrem Online-Profil sollte immer die Sonne scheinen, präsentieren Sie sich lebenslustig und selbstbewusst. Wichtig ein Foto mit direktem Blick auf den Betrachter. Gesichtslose Profile bekommen nur ein Zehntel der Klicks. Den Blick auf dem Foto abzuwenden, ist ein No-Go. Und tappen Sie nicht in die 3x5 Falle, machen Sie sich nicht 5 Kilo leichter, 5 Zentimeter größer und 5 Jahre jünger.
Wichtigtuer erkennen: Verdächtige Signale sind: Er postet im Minutentakt Bilder, er hat eine verdächtig hohe Zahl an Buddies, und sein Pseudonym ist Checker, Bigboy oder Magic. Einfallslose Kontaktaufnahmen wie: „Anstupsen", „Stupseln" oder „Gruscheln" (Grüßen und Kuscheln) ignorieren Sie am besten.
Bemerkt werden: Wer im Internet bemerkt werden will, muss schreiben. Wer auf den Seiten regelmäßig Statusmeldungen, Bilder und Kommentare veröffentlicht, wird „gesehen". Frechheit siegt, Sie dürfen auch mal einen flapsigen Kommentar abgeben. Das weckt die anderen auf.
Auch auf einer Party trifft man sich in der Küche: Im Internet treffen wir die Freunde in den Kommentarlisten unserer Freunde. Wir lesen die Statements von Unbekannten, sehen ihre Fotos und erfahren im Profil, ob sie Singles sind. Weckt jemand unser Interesse, fragen wir unseren Freund, ob er den Kontakt herstellt. Entweder warnt der Freund (Finger weg) oder stellt unverfänglich den Kontakt her.
Illusionen: Vorsicht vor der Google-Goggles (Google-Brille) - die Gefahr des Endlos-Mailens: Man legt sich ein zu positives oder unrealistisches Bild des Online- Prinzen zurecht. Besser: Online flirten - im echten Leben verlieben.
Mini Hörspiele
von Bettina Schinko
Sie sind niemals länger als 40 Sekunden. Sie sind beunruhigend, komisch, manchmal sehr klug oder einfach nur banal - die Wurfsendungen von Deutschlandradio. Sie kommen unerwartet und flüchtig, unterbrechen das Programm von Deutschlandradio Kultur per Zufallsgenerator, blitzen gedankensplitterartig kurz auf und verklingen dann wieder. Jetzt sind die Minihörspiele als podcast abrufbar unter: www.dradio.de
Missverständnisse über Styling und Outfit
von Gloria Sattél
Im weitesten Sinn hat es sicher mit Kleidung zu tun, aber zu allererst ist es Auftreten mit Stil.
Was benötige ich für ein optimales Auftreten?
1. Wissen über mich
2. Was sind meine Vorzüge?
3. Wo kann ich verbessern, sprich kaschieren?
Wenn ich mich wohl fühle, d.h. das richtige Outfit trage, dann bin ich auch selbstsicher und strahle Kompetenz aus.
Du weißt: Es gibt keine 2. Chance auf einen 1. Eindruck!
Es ist also kein Vorher und Nachher wie in so vielen Modejournalen, sondern Du erfährst mehr über Dich und wie Du Dich optimal präsentieren könntest.
Tipp: Vereinbare deshalb einen Termin bei Gloria Sattél, bevor die Topstylistin wieder in den USA unterrichtet. Der Frühjahrsputz in Deinem Kleiderschrank wird wohltun!
Outfit & Styling
Man(n) trägt Hemd!
Woran erkenne ich ein gutes Hemd? Von Tatjana Lackner
Wir haben sie überwunden, die Jahre in denen Labels alles bestimmt haben. Heute geht es nicht mehr um den Reiter, das Krokodil oder das Emblem auf der Hemdbrust, sondern um gute Hemdqualität. Gedeckte Stoffe sind Trumpf! Unterziehen Sie Ihren Hemdschrank einem Frühjahrs-Check:
Ein gutes Hemd hat:
- herausnehmbare Kragenstäbchen aus Kunststoff (nur beim weichen Button-Down nicht)
- bei Karos und Streifen einen exakten Musterverlauf am Übergang vom Schulterteil zum Ärmel
- immer Knöpfe aus Perlmutt, die so hart sind, dass die Nadel einer Nähmaschine daran zerbrechen würde
- gute haltbare Nähte - mit mindestens acht Stichen pro Zentimeter
Die sieben Todsünden ... der Stimm-Modulation
- einfach darauf loslesen, ohne den Text zu kennen und ohne sich über den Text Gedanken gemacht zu haben. - Sprecher müssen wissen, worüber sie reden. Sie müssen ihre Meinung zum Thema kennen, Bilder der Gegend oder ein Portrait der Person im Kopf haben, von der der Text handelt. Manchmal hilft (auch) Musik auf dem Weg zu mehr Subtext.
- zu viel erreichen wollen, die „Mutter" aller Aufnahmen anstreben. - Weniger ist mehr! Der selbst auferlegte Druck ist für den Zuhörer unangenehm, der entspannt zuhören möchte
- nichts erreichen wollen, Lesen wie ein „Untoter". - Die Begeisterung muss zu hören sein, die Freude über die Arbeit am Mikrofon! Auch „trockene" Texte können lebendig gelesen werden.
- die Worte nach oben betonen. - Betont wird nach unten. Wer nach oben betont, singt. Nach unten betonen, ist Sprechen. Angenehm sind außerdem Sätze und Sinnschritte, die unten enden - oder zumindest neutral.
- jeden Satz mit dem gleichen Ton beginnen. - Die Olympischen Spiele sind vorüber und nicht jeder Satz muss wie eine Abfahrt oben beginnen und unten enden. Im „wirklichen" Leben klingt jeder Satz anders: einmal höher, einmal tiefer, einmal neutral. Bei Texten helfen z.B. die sieben Satzzeichen zu mehr Vielfalt.
- so laut wie möglich sprechen. - Leiser ist besser! Das Mikrofon ist nur ein paar Zentimeter vom Sprecher entfernt und entspricht den Ohren des Zuhörers. Ideal ist es meist, man spricht wie in einem „intimen Kaffeehaus".
- am Satzende leise werden und die Spannung vor dem Punkt verlieren. - Der Zuhörer möchte alles verstehen. Die letzten Silben eines Wortes müssen mit der gleichen Energie gesprochen werden, wie der Wortbeginn. Die Spannung geht über den Punkt hinaus, der letzte Gedanke wird einen Moment festgehalten.
Führen Sie Gespräche!
In jeder Diskussion geben bestimmte Argumentationsarten den Ton an. Die letzten Jahre sind geprägt von Forderungen, Gefahrenargumenten und dem Appell an das Werteempfinden. Oft nur heiße Luft. Es wird Zeit der Argumentation frisches Leben einzuhauchen! Die Lösung: Adaptieren Sie Ihre Beweisführung, erweitern Sie Ihr Argumentations-Arsenal um gelungene Begründungen. Trumpf bleibt immer: Nachvollziehbare Logik und das Forschen nach Konsequenzen.
Argumentationsarten von A-Z
A - Analogie:
Animositäten zwischen gegensätzlichen Abteilungen gibt es in allen Branchen: Geiger können selten mit Bläsern, Kellner gehen nicht alle gut mit Köchen um - und bei uns hat eben die Finanzabteilung mit dem Marketing Probleme; deshalb, glaube ich, hilft ein Betriebsausflug dem Teamklima.
B - Bild:
Eine Idee braucht Kritik, wie die Lunge Sauerstoff. Deshalb bitten wir Sie gleich im Anschluss an unsere Präsentation Feedback zu geben.
C - Circle: (Teufelskreis ansprechen & beenden)
Ich denke die Debatte dreht sich im Kreis: Beschränkte Volumina bei Restmüll führt besonders in Niederösterreich zu illegalen Mülldeponien im Wald. Die Lösung, um aus diesem Kreislauf auszusteigen, liegt klar bei ....
D - Deduktion: (vom Speziellen zum Allgemeinen)
Ich möchte vom vielumjubelten Hybridauto Lexus berichten. Seine schlechten Testwerte unterscheiden sich kaum von Normaloautos, der Preis in der Anschaffung dafür massiv. Dies zeigt, dass die Autoindustrie noch einige Jahre braucht. Deshalb sollten wir unsere Dienstwagenflotte heuer noch nicht umstellen.
E - Erfahrung:
Nach 60.000 Einzelschulungen weiß Tatjana Lackner genau, wo Herrn und Frau Österreicher der Schuh in der Kommunikation drückt. Deshalb ist sie wohl auch für Ihren Vortragsevent die ideale Keynote Speakerin.
F - Fakten:
Die University of Columbia hat bereits 2007 erhoben: 55% vom Gesamteindruck entfallen auf die Körpersprache, erstaunliche 38% machen Sprache und Stimme aus. Nur 7% entfielen auf den Inhalt. - Das sollte uns die Bedeutung von Kommunikationstrainings in Erinnerung rufen!
G - Gegenargument + Gefahr:
Vorherrschendes Gegenargument: Volksabstimmung ja, aber bei „nur" 100.000 Unterschriften wittern Skeptiker keine objektive Bürgererhebung. Lieber die Hürden für direkte Demokratie anheben.
Jeder, der schon einmal aktiv in die Vorbereitung und Durchführung eines Volksbegehrens eingebunden war, weiß, dass das Erreichen von über 100.000 Unterschriften ein Ziel ist, das für unabhängige Bürger und Gruppen nur mit außerordentlich viel Idealismus und Engagement zu erreichen ist. Würden wir eine bindende Volksabstimmung ab 600.000 oder 900.000 Unterschriften einführen, wäre der Sinn einer echten Volksgesetzgebung aufgehoben. Eine solche Hürde wäre in den allermeisten Fällen nur noch von Großorganisationen und Parteien bzw. mit der Unterstützung großer Medien zu erzielen. Deshalb: 100.000 Unterschriften reichen aus. - Lieber kleine Anliegen, als wieder große Lobbys!
H - Historie:
Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde an wichtigen Verkehrsknoten-punkten in großen Städten im Kreis gefahren. 1904 entstand der erste Kreisverkehr am New Yorker Columbus Circle, seit 1907 dreht sich auch in Paris rund um den Arc de Triomphe alles im Kreis. In Österreich haben sich Kreisverkehre erst in den letzten Jahren etabliert, nachdem sie sich als ideale Lösungen für besonders unfallträchtige und staugefährdete Kreuzungen erwiesen haben. Deshalb empfehle ich auch hier ...
I - Induktion: (vom Allgemeinen zum Speziellen)
Viele Kinder empfinden Spinnen als ekelig. Injektionen sind auch nicht jedermanns Sache. Auf der Hitliste der schlimmsten Ängste unserer Kleinen rangiert jedoch die Redeangst auf Platz eins. Deshalb: Lassen Sie uns schon im Kindergarten geeignete Redeübungen einführen!
J - Jetzt:
Gerade jetzt, wo sich auf dem Sprechermarkt erstmals auch viele junge unbekannte Stimmen etablieren, ist es sinnvoll in eine Sprecherausbildung zu investieren!
K - Konkurrenz:
Mag sein, dass Schuluniformen den Konformismus stärken, bewiesen ist jedoch auch, dass sie die Konkurrenz zwischen den Schülern deutlich verringern. Gerade in milieuauffälligen Bezirken ist es von Vorteil die sozialen Reibeflächen schmal zu halten. Wir plädieren daher für ...
L - „Lieber, als ..."
Lieber ist mir jemand kommt mit einer gut sitzenden Stimme und wildem Dialekt oder Slang. Umgekehrt ist die Arbeit langwieriger. Gute Alltagssprache ist schneller trainierbar, als die Stimme zu entwickeln. Wir achten bei den Aufnahmetests daher vor allem auf das Stimmpotenzial.
M - Methode:
Scheinbar hoffnungslose Fälle wurden bei uns zu selbstsicheren Rednern. Die Methode des ganzheitlichen Ansatzes 5A: Atem-Aussprache-Auftreten-Aussehen-Aussage hat sich eben bewährt!
N - Negativ-Selektion:
"Während sich die meisten Reiseführer für New York City ausschließlich auf die Highlights von Manhattan beschränken, liefert der Stadtführer des Michael Müller Verlags außerdem noch gute Informationen aller anderen Stadtteile. Wir empfehlen Ihnen daher diesen zu kaufen, dann haben Sie auch Infos über Harlem, die Morningside Heights, Brooklyn, die Bronx, und Queens mit Flushing und Long Island City sowie Staten Island. Wenn man von NY redet muss man sich nicht zwingend nur auf die Trampelpfade des Shoppingtourismus von Manhattan begeben."
O - Öffentlichkeit:
"Laut OGM-Umfrage glauben 77% von 500 Befragten, dass die Staatsbürgerschaft in Österreich käuflich ist. Die Aufgabe unseres heutigen Arbeitskreises ist daher keine allgemeine PR-Kampagne zu lancieren, sondern die Öffentlichkeit von der Redlichkeit der österreichischen Behörden zu überzeugen - durch erfolgreich integrierte Testimonials mit Migrationshintergrund."
P - Paraphrase-Technik:
1) Wiederhole die Aussage des Gesprächspartners.
2) Dann weise daraus eine Gefahr aus und zu guter Letzt
3) die ungeliebte Konsequenz:
"Du findest also mit dem Daumen in die Ferien zu fahren ist die billigste Art Urlaub zu machen. Erkennst Du dabei nicht die Gefahr, bei jemand falschem ins Auto zu steigen, was zur Konsequenz hat, dass es die teuerste Art wird Urlaub zu machen - weil Du mit Deinem Leben bezahlst?"
Q - Qualität:
"Mit jedem Einkauf beeinflussen Konsumenten die Qualität des Lebensmittel-Angebotes: Sie können hochwertige Produkte zu Bestsellern machen und Waren von minderer Qualität zu Rest-Sellern degradieren. Deshalb: klärt unsere Broschüre auf über Qualitätsziele für Bioprodukte, Naturbelassenheit, Nährstoffreichtum und Schadstoffarmut."
R - Regionales Interesse:
"Provinz beginnt im Kopf, nicht in der Region. Ein gelungenes Zusammenspiel von Regional- und Unternehmenskultur zeigte sich z.B. bei Innovationsbeziehungen in der Obersteiermark. Lassen Sie uns deshalb auch in unserer vergleichbaren Region das Einzelkämpfertum ersetzen zugunsten intelligenter Synergien zwischen den Kaufleuten. Unsere Unterschrifteninitiative heute Abend legt dafür den Beginn."
S - Sicherheit:
"Fünf Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wurden Überwachung der Bürger, Eindringen in die Privatsphäre durch staatliche Stellen und Auswertung der Spuren, die jeder im Internet und mit anderen modernen Kommunikationsmitteln hinterlässt, teils schleichend, teils mit Aplomb (Blei) durchgesetzt - in einem Maße, das zuvor unvorstellbar war. - Alles mit dem Argument, Sicherheit vor Terror zu stellen, um die Freiheit der Bürger zu schützen. Gerne wird in den USA dieser Tage Benjamin Franklin, Gründerväter der USA, zitiert: 'Diejenigen, die ihre Freiheit zugunsten der Sicherheit aufgeben, werden am Ende keines von beiden haben - und verdienen es auch nicht.' Deshalb: Wehren wir uns gegen die Verletzung der Privatsphäre und den 'gläsernen Menschen'!"
T - Trugschluss:
"Man sollte keinen G'spritzten trinken, denn guter Wein verdient es nicht, mit Wasser gemischt zu werden, und schlechten Wein sollte man überhaupt nicht trinken."
U - Umwelt:
"Der Alltag gibt den Kindern permanent etwas auf die Ohren. Untersuchungen des Umweltbundesamtes zeigen: Jedes achte Kind weist eine auffällige Minderung der Hörfähigkeit, jedes sechste wohnt an stark befahrenen Haupt- und Nebenstraßen. Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus sind insgesamt stärker betroffen. Als häufige Lärmquellen identifiziert die aktuelle Studie Verkehr und Freizeitaktivitäten. Deshalb: Führen wir schon in der Volksschule Screening-Hörtests ein!"
V - Vorteil:
"Viele Menschen halten es mit Ihrer Sprache, wie mit der Ernährung: zu viel, zu fett, zu wahllos. Deshalb bietet der Bestseller: „Rede-Diät" auf rund 200 Seiten viele wertvolle und nachvollziehbare Tipps für Ihren Business Alltag. Mit der Rede-Diät machen Sie Ihren Gesprächspartner hungrig, nicht satt!"
W - Wandel:
"Das Bewusstsein des 21. Jahrhunderts muss ein kosmopolitisches Bewusstsein sein. Es gilt viele Traditionen, Geistesrichtungen, und Mentalitäten zu vereinen - ohne Straf-Ideologie, Zeigefinger und Untergangs-Prophezeihung. Kreativität ist gefragt, nicht mehr Sicherheitsdenken. Deshalb: Lassen Sie uns endlich unser Unternehmensleitbild adaptieren!"
X - der X-Faktor:
"Worte sind wie Drogen, nur schneller und zuverlässiger in der Wirkung, meint der Psychopharmakologe Professor Dr. Ziegelgängsberger vom Max Planck Institut in München. In der Tat: Worte können unser Interesse wecken, es stimulieren und verstärken. Somit liegt es an uns, durch die richtige Wortwahl, die Botschaft und Wirkung zu beeinflussen. Daher: Entwickeln wir bei unseren Kommunikationstrainings auch Ihre paraverbalen Fähigkeiten!"
Y - Yellow Press:
"Wir sollten uns in unserer neuen Produktinformation darum bemühen, das Alleinstellungsmerkmal für die Konsumenten klar heraus zu streichen. Gelesen wird schließlich nur, was süffig getextet und ansprechend getitelt wurde. Von der Verkaufspsychologie der Regenbogenpresse und des Boulevardjournalismus können wir hier lernen!"
Z - Zeit:
"Das Problem ist unter Selbständigen ebenso bekannt wie nervend: Im Stress wird vergessen die Arbeitszeiten genau zu erfassen. Resultat: Ungenaue Verrechnung an den Kunden und damit viele verlorene Arbeitsstunden und verlorenes Geld. Deshalb: Organisieren wir uns die mobile Applikation für „iPhone", welche seit kurzem im „App Store" zur Verfügung steht. Damit wird genaue Erfassung von Arbeits- und Projektzeiten, sowie die Aufzeichnung eines Fahrtenbuchs möglich."
Beitrag Sprechtechnik von Susanne Lefèvre
Kommunikation per Telefon prägt unseren beruflichen und privaten Alltag. Oft gehen wichtige Informationen verloren, weil die Gesprächspartner sprechtechnische Grundregeln vernachlässigen.
Es wird:
- zu schnell
- zu leise
- zu laut
- zu vernuschelt / undeutlich
gesprochen.
Daher beachten Sie folgende Punkte:
- Bevor man zum Hörer / Handy greift:
- Vor dem Gespräch ein bis zwei Punkte probehalber für sich selbst durchsprechen, auf Deutlichkeit achten!
- Gute aufrechte Haltung (sitzend ebenso, wie stehend / gehend) einnehmen.
- Je wichtiger das Thema, desto mehr Zeit für das Gespräch einplanen.
- Wesentliche Punkte in kurzen Sätzen vor-formulieren.
- Alle Inhalte / Botschaften bewusst „senden" (Mitunter hilft der Gedanke: „Ich will verstanden werden" oder „Das ist wirklich wichtig.").
Viel Spaß & Erfolg beim Telefonieren!


