James Childs
Rhetorik auf Englisch

The Art of Rhetoric

A ten-point guide to being a better speaker

1. First sentences must be attention-grabbing
2. Introductions need to lay out the key theme(s) & aim(s) of speeches
3. Separate points are more clearly identifiable if linguistically signposted
4. Every statement needs proof to back it up and subsequent analysis (SPA)
5. Logical progression is essential
6. Repetition should be painstakingly avoided
7. Clear structure shows that the presentation has been carefully crafted
8. After the intro and main body of the address a conclusion is necessary
9. Leave your audience with the thought you most want them to remember
10. Offer suggestions, recommendations and solutions not just pure criticism
These structural, stylistic and content-based tips should be combined with an extensive vocabulary, grammatical accuracy and the use of varied sentence structure; not to mention the fact that a dash of humour breaks down resistance.


Christoph Habegger
Abteilung Stimmbildung und Atemtechnik

Bauch rein - Brust raus?

Wir atmen nur so gut, wie es unsere Körperhaltung zulässt. Im Idealfall reagiert der Atem auf die äußere Situation und die innere Befindlichkeit: bei Ruhe wird er flach und langsam, bei Anstrengung tief, voll und dynamisch. Er holt sich jene Atemräume, die der Absicht dienlich sind: so atme ich jeweils anders, wenn ich schlafe, erschrecke, lache, weine, Radfahren, spreche oder singe.
Durchlässigkeit und Dynamik sind gefragt! Die Kraft der Beine und des Beckens (Tiefenmuskulatur) und die Durchlässigkeit und federnde Spannkraft der Körperwände des Rumpfes (Skelettmuskulatur) ermöglichen die freie Entfaltung des Atems von gelassen bis kraftvoll.

Zwischen Überspannung und Unterspannung gilt es, eine dynamische Mittelspannung zu finden, die situativ und ausgleichend auf Anforderungen und Stimmungen wirkt.

Zeichen der Überspannung: Bauch eingezogen, Brustkorb aufgebläht, Rücken angespannt, Schultern hochgezogen, Nacken steif, Kiefer zusammengebissen
Zeichen der Unterspannung: Bauch hängend, Brustkorb eingesunken, Schultern nach vorne fallend, Kopf in den Nacken gesunken, Kinn nach vorne geschoben

Übung:
Stellen Sie sich hüftbreit hin, die Füße parallel. Lassen Sie das ganze Gewicht in den Boden sinken. Die Fuß-, Knie- und Hüftgelenke entspannen. Der Oberkörper "sitzt" auf dem Becken und bleibt aufrecht - wie ein Reiter auf dem Sattel. Je mehr Gewicht sie dem Boden übergeben, desto leichter wird der Rumpf. Der Unterkiefer lässt los, die Schultern entspannen, der Brustkorb entspannt, die Bauchdecke, der untere Rücken, der Beckenboden.

Sie werden bemerken, dass Ihr Schwerpunkt sinkt: hinein ins Becken, der Körpermitte. Mit dem Schwerpunkt sinken der Atem und die Stimme. Sie werden spüren, dass die Beine und der Beckengrund an Spannkraft gewinnen; dies mag am Anfang gewöhnungsbedürftig sein. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie einen kleinen Muskelkater bekommen.

Jetzt legen Sie eine Hand auf den unteren Bauch (zwischen Bauchnabel und Schambein) und den Rücken der anderen Hand auf das Kreuzbein. Bringen Sie Ihre Aufmerksamkeit in den Raum zwischen Ihren beiden Händen und beobachten Sie die mögliche Atembewegung. Lassen Sie Ihren Atem in diesen Raum einfließen. Erlauben Sie ihm, sich auszudehnen, breit zu machen.
Sie werden bald spüren, wie wohltuend diese Übung ist. Konzentrieren Sie sich während des Tages immer wieder auf diesen unteren Atemraum, geben Sie das Gewicht dem Boden ab, lassen Sie sich von Ihren Beinen und dem Becken tragen. Das Zurückkehren in die "Mitte", das Denken, Fühlen, Handeln aus der "Mitte" bringt Ihnen neue Qualität.


Nika Triebe
Rhetorikabteilung

Gute Chancen auf die nächste Runde - so wird Ihre Bewerbung auch gelesen!

Seit wenigen Monaten ist es Usus, statt des Europäischen Lebenslaufs, den so genannten Europass der Bewerbung bei zu legen. Formulare auf Deutsch, Englisch und Franzsösich sind leicht im Internet zu finden (unter: www.europass.at). Abgesehen vom aussagekräftigen Lebenslauf ist das leicht leserliche Anschreiben und die "3. Seite" obligatorisch.

Tipps zum Anschreiben:
1. Zu den typischen Fehlern in Anschreiben gehören oberflächliche Formulierungen, verschachtelte und unübersichtliche Darstellungen des Werdeganges. Details dazu findet der neue Arbeitgeber besser in der Vita.

2. Das Motivationsschreiben sollte dafür genutzt werden, Neugierde und Interesse des potenziellen neuen Arbeitgebers zu wecken.

3. Standardbriefe werfen nicht gerade ein gutes Licht auf den Bewerber. Schildern Sie, was Sie zu bieten haben, und vermitteln Sie ein klares Bild Ihrer Persönlichkeit.

4. Heben Sie sich aus der Masse der Bewerbungen hervor, indem Sie ein individuelles und "spannendes" Anschreiben verfassen: Gehen Sie darauf ein, was Sie an der Aufgabe und am Unternehmen reizt.

Details zur "Dritten Seite"

  • eine interessante Überschrift
  • Warum ich mich bewerbe?
  • Was Sie noch über mich wissen sollten?
  • Warum ich?

Angaben möglich zu:

  • beruflich prägenden Erfahrungen
  • Identifikation mit dem zukünftigen Unternehmen
  • besonderen fachlichen Kenntnissen und Fähigkeiten
  • persönlichen Stärken und sozialen Kompetenzen
  • sieben bis maximal 15 Zeilen
  • kurze aber prägnante Aussagen über die eigene Person, Motivation und Kompetenz
  • handschriftliche Unterschrift

Astrid Roenig
Abteilung: Sprechtechnik

SPRECHFEHLER und die passende Medizin

Näseln:
Einige der möglichen Ursachen: lascher Grundtonus, passive Einstellung zum Sprechen.
Das Gaumensegel hängt ständig durch.
Diese Übungen helfen:

  • Gaumensegel heben, Gähnen und die Luft dabei abwechselnd durch Nase / Mund schicken
  • Feuerwehr: tatüü, tataa sagen, Nase zuhalten, der Klang darf sich nicht verändern!


s-Fehler:
Mögliche Ursache: Zunge macht zuviel Rinne, Zahnstellung, Unterkiefer angespannt
Diese Übungen helfen:

  • Stimmhaftes s:

Summen Sie wie eine Biene. Versuchen Sie anschließend stimmhaftes und stimmloses S im Wechsel. Wichtig dabei ist, dass der Luftstrom nicht unterbrochen wird.

Hinteres R kann nicht gebildet werden:
Der richtige Sitz des Zäpfchen-R ist am leichtesten durch die Schnarchübung zu lernen. Auch Gurgeln mit Wasser hilft.
Schnarchübung:
Schnarchen Sie!
Und zwar durch den Mund und nicht durch die Nase.
Jetzt versuchen Sie das ch wegzulassen und nur auf r zu schnarchen.
Schnarchen Sie beim Einatmen ein, und genauso auch beim Ausatemen aus. Das gelingt meist erst nach mehreren Versuchen. Nehmen Sie sich Zeit und wiederholen Sie die Übung mindestens 20x.
Versuchen Sie dieselbe Vibration des Zäpfchens, die Ihnen beim Einatmen bestimmt schon gelingt, auch beim Ausatmen zu erreichen.
Geschafft? Gratuliere! Sie haben Ihr R entdeckt!


Nika Triebe
Abteilungsleitung: Rhetorik

Noch mehr Sprachfinessen
Welcher Fall muss folgen?


A. auf Grund
a) 1. (Nominativ)
b) 2. (Genitiv)
c) 3. (Dativ)
d) 4. (Akkusativ)

B. einschließlich
a) 1. (Nominativ)
b) 2. (Genitiv)
c) 3. (Dativ)
d) 4. (Akkusativ)

C. ohne

a) 1. (Nominativ)
b) 2. (Genitiv)
c) 3. (Dativ)
d) 4. (Akkusativ)

D. gemäß

a) 1. (Nominativ)
b) 2. (Genitiv)
c) 3. (Dativ)
d) 4. (Akkusativ)

E. während

a) 1. (Nominativ)
b) 2. (Genitiv)
c) 3. (Dativ)
d) 4. (Akkusativ)

Welches Wort ist KEIN Synonym?


F. scheinbar
a) trügerisch
b) wahrscheinlich
c) vorgeblich
d) angeblich

G. anscheinend
a) womöglich
b) vermutlich
c) vermeintlich
d) wohl

H. Welche Farbe ist nicht braun?

a) Umbra
b) Marone
c) Indigo
d) Chamois

I. Welche Farbe ist nicht rot?

a) Purpur
b) Siena
c) Bordeaux
d) Magenta
Lösungen:
A)b, B)b, C)d, D)c, E)b, F)b, G)a, H)c, I)b


Nika Triebe
Abteilungsleitung: Rhetorik

DER SPRACHFINESSEN-CHECK

Wie lautet die Mehrzahl von:


1. Publikum
a) Publikas
b) Publikums
c) Publika
d) Publikum

2. Schema
a) Schemen
b) Schemas
c) Schemata
d) Schemae

3. Klima

a) Klimas
b) Klimata
c) Klimate
d) Klimen

4. Status

a) Stati
b) Staten
c) Statuse
d) Status

Es sind teilweise mehrere Lösungen möglich!
Sprachfinessen-Check - Lösungen:
1d (Einzahlwort), 2abc, 3abc, 4d (Einzahlwort)


Nika Triebe
Abteilungsleitung Rhetorik, Lehrgangsleitung Train the Trainer

Tipps fürs Texten von Nika Triebe
Briefeschreiben liegt wieder voll im Trend. Doch auch im beruflichen Alltag schreiben wir mehr als vor dem "Email-Zeitalter". Wer einige wenige Regeln beherzigt, macht auch auf dem Papier eine gute Figur.

  • Schachtelsätze und Einschübe verwirren. Klare Satzstrukturen - Subjekt, Prädikat, Objekt fördern die Verständlichkeit!
  • Die ideale Satzlänge: 12 - 15 Worte!
  • Verzichten Sie auf überflüssige Adjektive!
  • Aktive Formulierungen sind besser als passive!
  • Kurze Worte sind verständlicher als lange!
  • Substantivierungen wirken pseudo-wissenschaftlich.
  • Überprüfen Sie die richtige Grammatik! Besonders häufig sind Fallfehler, z.B.: "ohne" gehört mit dem 4. Fall.
  • Vermeiden Sie Wortwiederholungen!
  • Sätze beginnen nie mit "und"!
  • Bestimmte Worte klingen veraltet und sind Amtsdeutsch z.B.: "Auf Grund", "betreffend", "insbesondre", "bezüglich"...
  • Extra-Tipp: Lesen Sie auch den kürzesten Text vor dem Absenden laut durch. Was nicht flüssig gesprochen werden kann, macht auch beim Lesen keinen Spaß!

Nika Triebe
Rhetorik-Trainerin

Schlagfertigkeit

Reden können viele, wer sprechen kann, beherrscht auch diese Fertigkeiten:

  • Schlagfertigkeit: verbale Untergriffe spontan kontern
  • Witzfertigkeit: mit witzigen, situationsadäquaten Bemerkungen Gesprächsatmosphäre schaffen
  • Diskussionsfertigkeit: durch präzise Antworten, strategisch kluge Fragen und Sprachbrücken die Argumentation steuern.

Jederzeit fertig zum Schlag - welche Voraussetzungen zählen?

  • Assoziationsreichtum
  • breites Allgemeinwissen
  • Mut & Kreativität

Wie trainieren Sie Ihre Schlagfertigkeit optimal?

Eine schlagfertige Bemerkung ist keine "Pointe", auf die eine Dramaturgie zuläuft, sondern eine Reaktion auf Ereignisse. Rasch reagieren können, setzt eine wesentliche Fähigkeit voraus: flexibles Denken und Assoziieren. Es geht weniger um logische Zusammenhänge, als um Spontaneität und die Fähigkeit auch mal Querzudenken.
Darum sammeln Sie zu den einzelnen Worten so viele passende Begriffe wie möglich.
Sie haben 60 Sekunden Zeit!
z.B. Fortschritt: Entwicklung, Rückschritt, Stillstand, Evolution, ...

  • Egosimus
  • Arbeit
  • Laster
  • Denkansatz


Querdenken heißt auch, mit Antonymen jonglieren.
z.B. Liebe: Abneigung, Hass, Feindseligkeit, Abscheu, ...

  • lustig
  • streng
  • schlicht
  • Macht


Auch zusammengesetzte Wörter finden fördert die Schlagfertigkeit! Wie viele Worte fallen Ihnen in 2 Minuten ein?
z. B. Dach: Dachstuhl, Dachterrasse, Dachboden, ...
"Haus"
"Fisch"
"Diskussion"


Dr. Birgit Mathon
Psycho-Kinesiologin

5 Tipps für ein glücklicheres Leben

Beziehungen pflegen
Auch im Zeitalter des Individualismus haben zwischenmenschliche Beziehungen oberste Priorität. Harmonie in Liebe, Familie, Freund- und Kameradschaft sind die besten Motivatoren. (siehe auch auf http://www.sprechen.com Buchtipp "Prinzip Menschlichkeit")

Konzentration auf das Wesentliche
In unserer Welt ist sofortige Bedürfnisbefriedigung beinahe schon garantiert. Je vielfältiger die Auswahlmöglichkeiten, desto größer die Gefahr, dass ungebremster Hedonismus in Freud- und Lustlosigkeit kippt. Entziehen Sie sich der Dauerberieselung und Überfütterung durch bewusstes Genießen mit allen Sinnen. Weniger kann oft wirklich mehr sein!

The brain runs of fun

Lächeln löst die Ausschüttung von Wohlfühl-Botenstoffen im Gehirn aus. Es ist bewiesen, dass Stimmungen die Hirnleistung beeinflussen. Bewusstes Lächeln macht also nicht nur glücklicher, sondern auch erfolgreicher!

Tagesresümee

Wir sind dazu erzogen, uns selbst zu kritisieren und vergessen allzu schnell kostbare Momente, wenn wir unser Augenmerk nicht ganz bewusst darauf richten. Fassen Sie am Ende des Tages Ihre positiven Erfahrungen zusammen. Welche angenehmen Eindrücke wollen Sie in Erinnerung behalten?

Hic et nunc

Jede Ihrer Entscheidungen war richtig, denn sie hat Sie dahin gebracht, wo Sie gerade stehen. Machen Sie sich mehrmals täglich den gegenwärtigen Moment bewusst, indem Sie sich fragen: "Wo befinde ich mich gerade und was fühle ich jetzt?" Wo Sie sind, ist das Leben, nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft - exakt jetzt und hier.


Tatjana Lackner
Rhetoriktrainerin

Die Lockrufe des Redners

Warum hören wir dem einen Menschen zu und langweilen uns bei der Rede des anderen? Locken ist besser als werben. Überzeugen besser als überreden. Locken Sie durch gelungene rhetorische Technik!

Negativ-Selektion:
Bei manchen Vorträgen ist es sinnvoll von vorn herein zu klären worum es nicht gehen wird. Vergessen Sie dabei nicht zu unterstreichen, was Sie in den Mittelpunkt Ihrer Rede stellen!
"Ich möchte Ihnen heute etwas über die Seite von New York erzählen, die Sie in keinem Reiseführer finden werden. Im Fokus steht:......."

Slogan-Technik:

Wortspiele und griffige Plakate sind witzig und weitererzählbar. Vorsicht jedoch bei krampfhaft kreativen Parolen!
"Durst ist wasserlöslich!"

Paradoxon-Technik:
Scheinbare Widersprüche, die sich bei genauerer Betrachtung auflösen erhöhen die Aufmerksamkeit des Publikums.
"Nur nichts kaufen ist preiswerter!"

Gemeinsame-Nenner-Strategie:
Menschen, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben verbindet nach gelungener Recherche eine Gemeinsamkeit.
"Was haben Bruce Springsteen, Matt Damon, Martin Sheen und Scarlett Johansson gemeinsam? Sie alle machen mobil gegen George W. Bush: "MoveOn.org" ist eine politische Gruppierung gegen den amtierenden amerikanischen Präsidenten."

Verblüffungstechnik:

"Wussten Sie dass an der engsten Stelle Amerika nur 4 km von Russland entfernt ist?" Machen Sie sich im Internet schlau, womit Sie Ihre Zuhörer überraschen können!


<<  <  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  >  >>