Wie grüßen und verabschieden Sie?
Grüßen ist selbstverständlich. - In der Anonymität der Großstadt ebenso, wie im weniger bebauten Gebiet. Jeder bedient sich dabei einer anderen Formel - die folgenden drei sind neben „Servus" und „Hallo" am häufigsten:
- Huldigung der jeweiligen Tageszeit: „Guten Morgen", „Mahlzeit", ...
- Bezugnahme auf das Wohlergehen oder Glückwünsche: „Alles Gute!", „Viel Glück!"
- Umweg über „ganz oben"? „Grüß Gott", „Adieu", „Pfiat' di Gott"
Viele Berufs- und Interessensvertretungen haben über die Jahre ihre eigenen Aufmunterungsformeln geprägt. Die Bergleute wünschen sich: „Glück Auf!", Angler: „Petri Heil!", Jäger: „Waidmanns Heil!" ... Schauspieler: „Toi, toi, toi" oder „Hals und Beinbruch".
Doch ein Gruß unter Sprechern fehlt!
Nur wir Sprecher haben noch keine eigene Form entwickelt einander alles Gute für die Aufnahme, Sendung, ... oder das Casting zu bekunden. Die schlechtesten Vorschläge haben wir bereits selbst entdeckt: Damit wir einander weder „Leichter Zungenschlag", „Hals und Stimmbruch" noch „Vokal heil!" wünschen müssen, sind nun Ihre Vorschläge gefragt:
Aufruf zum Ausruf
Bitte mailen Sie uns Ihre Lieblings-Grußformel! - Wie sollen sich professionelle Sprecher in Zukunft Glück wünschen?
Die originellsten Mailvorschläge werden mit einem Buch aus der Schule des Sprechens, selbstverständlich mit persönlicher Widmung, honoriert.
Vielen Dank!
Sprecherprüfung Juli 2008
Neben den technischen Grundregeln mussten die Prüfungskandidaten Texte aus allen Genres (Nachrichten, Beitrag, Moderation und Werbung) präsentieren und wurden von einer begeisterten Jury für ihre Leistungen gelobt.
Aus Radio und Fernsehen kennt man sie, aber professionelle SprecherInnen werden heute nicht nur beim Rundfunk gebraucht. Unternehmen leisten sich für ihre Warteschleifen und Mailboxen nicht nur die teuren und bekannten SprecherInnen, hier sind junge und unbekannte Stimmen gefragt.
Unsere Prüfungskandidaten lernen in der rund einjährigen Ausbildung neben dem richtigen Sprechen von Nachrichten auch lernen, wie man Werbespots, Beiträge, Moderationen und Tonbänder gestaltet. Nach einem Jahr Üben und Trainieren haben am
Donnerstag, 04. Juli 2008 folgende Prüfungskandidaten Sprechen zum Beruf gemacht:
Mit ausgezeichnetem Erfolg haben bestanden:
Barbara Tschandl
Birgit Haudek alias Leni Lust
Johannes Spitzl
Mit gutem Erfolg haben bestanden:
Dr. Rupert Schmied
In der Prüfungskommission bewerteten:
PROF. GÜNTHER FRANK (Sänger und Schauspieler)
HARY RAITHOFER (Medienberater)
MELITTA TSCHAPKA (Berufssprecherin)
HANS BESENBÖCK (Medienberater)
Verlängerung der Kolumne im Standard
Vielen Dank für das positive Feedback auf die „Be Boss-Kolumne" im Karriereteil der Tageszeitung „Der Standard". Es freut Tatjana sehr, dass nun auch die Chefredaktion darum gebeten hat ihre Serie um einige Wochen zu verlängern.
Die Kolumnen zum neuen Buch auf www.derstandard.at:
- Teil 1 Wieviel Eigenmarketing?
- Teil 2 Vom Kollegen zum Chef
- Teil 3 Was läuft intern wirklich?
- Teil 4 Der Chef ist Kunde
- Teil 5 Entwickeln einer Fehlerkultur
- Teil 6 Modern Talking
- Teil 7 Gefährliche Binsenweisheiten
- Teil 8 Trainer-Recruiting geht alle an
- Teil 9 Blick auf das Wesentliche
First Ladies im Check
Michelle Obama | Cindy McCain |
| 1. Machtfaktor Michelle Obama zeigt, wo immer sie eine Rede hält oder Interviewfragen beantwortet, klar Ecken und Kanten. Sie tritt selbstsicher auf und macht wenig Hehl daraus, dass sie kein scheues Mäuschen an der Seite ihres charismatischen Mannes ist. Menschen mit klarer Gestik und offensiver Territorialsprache wirken präsent und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Macht hat auch, wer andere dazu bringt sich zu verändern. So steht ihr Ultimatum für Barack Obama fest: Sie kann seine Nikotinsucht nicht leiden und postuliert, dass er im Falle eines Wahlsieges den Glimmstängel weg legen muss: "Es ist eine Sache des Vorbildes für mich, man kann Raucher sein - oder Präsident!" | 1. Machtfaktor Cindy McCain wirkt nobel zurückhaltend. Vor den Kameras tritt sie besonnen auf. Nie stiehlt sie ihrem Mann die Show. Sie agiert nicht als „starke Frau" im Hintergrund, sondern als Unterstützerin. Cindy McCain ist eine klassische Kandidatengattin. |
| 2. Styling Durch die Körpergröße von knapp 1.80 m ist die 44-Jährige nicht zu übersehen. Mit Pumps ist sie gleich groß ist, wie der Präsidentenkandidat. Auf den ersten Blick wirkt sie herb. Trotz tadelloser Figur und gut ausgewähltem Outfit hat Michelle Obama wenig Liebliches. Manchen erinnert sie an die junge Condoleezza Rice: Stets einfärbig klassisch ladylike gekleidet. Gerne ist sie mit Perlen geschmückt, Haare geglättet und die Föhnwelle nach außen gedreht. Die Nägel ihrer langen Finger sind stets perfekt manikürt. | 2. Styling Stil, Anmut und Eleganz strahlt die 54-Jährige Millionärin nicht nur bei Wahlkampfparties aus. Ihr Make-Up ist stets sorgfältig auf die Garderobe abgestimmt. Die perfekt blondierten Haare sind kunstvoll hochgesteckt. Teurer Kleidungsstil bevorzugt: Hosenanzüge bringen ihre elfenhafte Figur optimal zur Geltung. Viele können sich Cindy McCain besser im Weißen Haus vorstellen, als ihren Mann John. |
| 3. Charisma Frauentyp: „Ich sage, was ich denke". Sie wirkt resolut und hat definitiv nichts Verträumtes. Breitschultrig und durchtrainiert erweckt sie in Männern wohl kaum die Beschützerhormone. Sie ist eine charismatische Erscheinung samt offener Mimik und gutem Blickkontakt. Ihre wachen Augen zeugen von Intelligenz und können manche sogar einschüchtern. | 3. Charisma Oft wird sie mit dem Label „Super-Barbie" oder „Roboter Frau" belegt. Das „All American Girl" ist jedoch eine Milliarden-Unternehmerin die strategisch die Fäden fest in der Hand hat. Zweigesichtig und argwöhnisch beschreiben sie böse Zungen, andere sogar labil und missgünstig. Ihr klassisch-devotes Auftreten wirkt vordergründig nobel. Gerne beschränkt sie sich auf die repräsentative Rolle - lächelt und winkt. Ihre Medikamentenabhängigkeit nach einer Rückenoperation 1989 hat sie angeblich behoben. |
| 4. Eloquenz Die überlieferten O-Töne deuten auf eine sehr selbstbewusste moderne Frau, die mit Ihrer Wortwahl nicht zimperlich ist. „Ich will kein unrealistisches Bild von uns malen, so dass sich am Ende, wenn es nichts wird, die Menschen von uns getäuscht fühlen. Wir sind, wie wir sind. Ich habe eine laute Klappe, ich ziehe meinen Mann auf. Er ist unglaublich smart, und er ist sehr wohl in der Lage, mit einer starken Frau umzugehen. Mit mir klarzukommen, ist einer der Gründe, warum er zum Präsidenten taugt." Ihre Rhetorik passt nicht ins übliche Damenprogramm für Kandidaten-Gattinnen. Gerne setzt sie auf Humor und Wortwitz. Bewusst sammelt sie Lacher durch Sager, wie: „Das amerikanische Volk beginnt zu sehen, was ich schon immer wusste - er ist ein außergewöhnlicher Mann, zum Führen geboren." Und pflegt meist hinzuzufügen, „doch am Ende ist er nur ein Mann." Schlagfertig und gut vorbereitet wirkte sie im Vorwahlkampf auf Glatteis-Fragen bezüglich Ihrer Stimme für Hillary Clinton, falls Barack nicht kandidierte: „Es würde mir darum gehen, den besten Präsidenten zu finden. Und wenn das eine Frau wäre, fände ich das großartig." | 4. Eloquenz Früh stellte sie klar, dass politisches Engagement und Einsichtnahme, wie bei First Lady Clinton, für sie nicht in Frage kommen. Niemand wolle eine First Lady, „die mit am Kabinettstisch sitzt oder sich für gesetzgeberische Vorgaben engagiert". „Ich denke, Amerika will wirklich noch immer eine traditionelle Familie im Weißen Haus." |
Fußball-WM in Österreich kostet Stimmkraft
Nicht nur die Nerven werden von 7. - 26. Juni strapaziert, auch unsere Stimmbänder werden in dieser Zeit stärker belastet. Während die einen brüllen und toben, müssen die anderen lauter und deutlicher artikulieren, um überhaupt verstanden zu werden. Schließlich hebt sich der Lärmpegel einer ganzen Nation!
Unsere Tipps:
* Mehr die Gestik beim Bestellen in den Schanigärten einsetzen!
* Atemgestützt Sprechen, statt losbrüllen!
* Ihre Mundmuskulatur ist gefordert präziser zu arbeiten!
Damit die Präsentation am nächsten Tag im Büro auch stimmlich wieder überzeugt - ist zartes homöopathisches Stimm-Doping erlaubt: Arum Triphyllum C 12 aus der Apotheke. Der Wurzelstock der Zehrwurzel hilft gegen Entzündungen der Atemwege, die durch Überanstrengung der Stimme verursacht worden sein können. Fünf Globoli in ¼ Liter Wasser auflösen und jede Stunde einen kleinen Schluck trinken.


