The King's Speech - oder -
Warum Schule des Sprechens - Fans diesen Film sehen sollten
von Katrin Stuflesser, Atemtechnik
Woran liegt es, dass King George stottert, wenn er öffentliche Reden halten soll?
So genau erfahren wir das nicht. Aber das ist auch nicht wichtig. Dass das Stottern erst um das fünfte Lebensjahr herum einsetzte zeigt, dass es etwas mit Kindheit, Liebe, Anerkennung zu tun hat. Oder mit Beziehung.
Eigentlich kreist der Film um die Beziehung zwischen King George (Colin Firth) und seinem Sprechlehrer (Geoffrey Rush). In der chinesischen Medizin beschreibt der Ausdruck „yuan" die Stärke der Anziehung zwischen Arzt und Patient. Je stärker sie ist, desto grösser ist der Heilungserfolg. Diese Anziehung besteht auch zwischen Familienmitgliedern oder unter Freunden.
Es ist die intuitive Begabung und Lebenserfahrung des Sprechlehrers, die es den beiden standesmäßig so weit Entfernten ermöglicht, sich doch nahe zu kommen. Denn erst aus dem Vertrauen kann das Selbstvertrauen des am freien Sprechen gehinderten Königs wieder geweckt werden.
Gut erkennbar ist durch die Geschichte, dass freies Sprechen viel mit Wertschätzung zu tun hat. Wie wichtig es ist, die Dinge beim Namen zu nennen, über den eigenen Schatten zu springen, zu vertrauen und sich etwas zu trauen. Und schließlich, dass gutes Sprechen ein Handwerk ist, das geübt werden muss - auch, wenn man ein König ist.
Rührend wie am Schluss die Kamera über die fünf maschinengetippten Seiten schwenkt, welche „Your Royal Highness" als Rede im Radio vorlesen soll: Über den schwarzen Buchstaben wimmelt es von sorgfältig eingetragenen Hebe-, Senk-, Atem- und Pause-Zeichen, die sich King George mit Rotstift eingetragen hat.
Das macht Mut: Feinarbeit, Detailarbeit und Fleiß schlagen selbst bei „His Majesty" keinen Zacken aus der Krone.
Neu:
Lackner's Labor
Denken formt Sprechen
„Sprache ist die Kleidung unserer Gedanken". In der Wirtschaft sind Menschen gefragt, die über den Tellerrand hinaus informiert sind und selbständig "Out of the box" denken. Die Anforderungen an die Karriereorientierten sind 2011 hoch:
- 1. gut ausgebildet,
- 2. schnell Zusammenhänge erkennen,
- 3. Systeme im Unternehmen und in der Welt durchschauen,
- 4. individuelle Ansätze finden,
- 5. solide Allgemeinbildung und reden sollten sie auch noch können,
die High-Potentials von heute. Vor dem Hintergrund, dass sich das Weltwissen laufend vervielfacht, wirken diese Anforderungen wie das Bauernhaus am Stephansplatz mit Meerblick zum Preis einer Garconniere. Gedankliches Frischwasser in die Tränke holt sich nur, wer sich mit Menschen unterschiedlichster Disziplinen an einen Tisch setzt und gemeinsam arbeitet, statt im eigenen Saft zu braten.
Neu: Lackner's Labor
Tatjana Lackner versammelt deshalb ausgewählte StudienabsolventInnen aus den unterschiedlichen Fakultäten zum interdisziplinären Austausch. Lackner's Labor bietet die Möglichkeit Gedanken und Themen in die Tiefe zu ventilieren. Untersucht werden für die Wirtschaft relevante Kommunikations-Schnittpunkte aus: Politik, Naturwissenschaft, Kommunikation, Mathematik, Kunstgeschichte, Design, etc. Fragen wie: "Was sind Kriterien für Intelligenz 2011?", "Ist der moderne Mensch besser informiert, aber schlechter gebildet?" oder "Wie viel sollte man "allgemein" wissen?" stehen im Fokus.
Sprechen gelingt nicht ohne Denken. Innovatives Denken ist anstrengend - dafür steigt das Glücksgefühl bis in den Kopf. Das "Innovative Feld" braucht: Neues erst, wenn es auf bewährtem Altem aufbaut, kreatives Chaos (im positiven Sinne) vereinbar wird mit Struktur & Ordnung.
In der Antike war Rhetorik eine Grundvoraussetzung, um studieren zu dürfen. - Egal ob jemand Medizin oder Jus studieren wollte, die niederen Künste waren Aufnahmebedingung. So kommt auch nicht jeder in Lackner's Labor. Die gut ausgebildeten High-Potentials verfügen über journalistische Fähigkeiten, assoziatives Denken, Präsentationstalent, Argumentationsfähigkeit UND es geht beim monatlichen Austausch in Lackner's Labor nicht um Zuverdienst, sondern um Gehirnschmalz. Ein Thema kommt auf den Tisch und drei Laborsitzungen lang wird geforscht und analysiert. Danach werden Ergebnisse im Newsletter der Schule des Sprechens publiziert. Tatjana Lackner ist bekannt als Förderin von "bright lights". Bei jedem ihrer Buchprojekte oder Audio CDs gab sie TrainerInnen die Gelegenheit sich zu profilieren. Abhängig von den erforschten Ergebnissen werden auch hier Publikationen und Pods folgen.
Anmeldungen noch bis 15. April 2011 unter: schule@sprechen.com
"Schätzchen, Deine Werte?"
Hickhack im Beziehungsalltag
Sobald wir mit Menschen zusammen leben, beziehen wir uns auf einander. Egal, ob Bruder auf Schwester, Herr Ehemann auf seine Frau oder die WG-Members innerhalb ihrer Wohncommunity. Beziehungen ziehen eben nicht nur Freude und Glück an, sondern eben auch Alltag, Streit und Tränen - all das wenig beziehungsvoller Weise. Schnell taucht dann das Wort "Wertschätzung" auf und unser Analyse-Radar stellt Mankos fest. Wie ein geheimer Vorwurf ans Universum bilden wir mit diesem Wort dann auch gleich Sätze, wie "Du bringst mir zu wenig Wertschätzung entgegen, pah!"
Aber steckt dahinter nicht ein unerfüllbarer Wunsch? Eine heimliche Sehnsucht nach gelobt werden, selbst wenn wir dabei "belogen werden"? Denn: "Freundlich" kann man wirklich zu jedem sein. Klar. Auch "respektvoller Umgang" ist ohne Anlauf und Üben gegenüber den meisten Erdbewohnern lebbar. - Aber das mit der "Wertschätzung", ojegerl! - Bei Licht betrachtet, können Sie doch nur jemanden "wertschätzen", dessen "Werte" Sie eben tatsächlich "schätzen" - und hier beginnt das Problem. Wie soll Frau Unlustig ihrem Göttergatten Bewunderung entgegen bringen, für Erfolge, die sie selbst schon eingefahren hat oder für Dingelchen, die sie so was von gar nicht anstrebenswert findet? Oder: Wie soll Brüderchen ein gutes Haar an seiner Zickenschwester lassen, wenn beider Erlebnishorizont - nicht einmal unter bewusstseinserweiternden Maßnahmen - kongruent ist. - IHRE Sorgen möchte er eben lieber nicht haben, der Bruder!
Wertschätzung läuft also nur dort einigermaßen flüssig, wo Identifikation nicht weit ist. Zu oft wird "Freundlich oder Höflich sein" bei uns verwechselt mit der viel gepriesenen Wertschätzung. In einer Gesellschaft, in der jeder völlig andere Spartenkanäle, Internetseiten, ... und Zeitschriften konsumiert, als der Partner, wird es schwer mit der großen Gemeinsamkeit. Die Schere rund um das Thema: Wertedissonanz schneidet scharf. Natürlich sind verschiedene Hobbys noch nicht zwingend mit unterschiedlichen Weltanschauungen gleichzusetzen und auch klar: der gemeinsame Blick in die gleiche Richtung hat sich auch schon oft als trübe herausgestellt.
Was ist also die Lösung für friedvolleren Umgang im Alltagszoff?
Es sind schließlich meistens die Dinge, die wir SELBST geleistet haben oder an denen wir mitgearbeitet haben, die uns PRIDE empfinden lassen. z.B: die Eislaufmutter, die stolz ist auf IHR Kind, nicht nur weil Mausi besser fährt, als alle anderen. Nein, Mausi ist IHR Fortpflanz. ... Oder Frau Großindustriellen-Gattin, die voller Stolz auf IHREN Mann und IHRE Stellung fast erstickt, an IHRER Perlenkette. Könnte es nicht sein, dass wir die wirklich verbindenden Momente weitgehend outgesourct haben? Denn: Gearbeitet wird getrennt von einander, mindestens 1 Mahlzeit am Tag verbringen wir außerhalb der Familie, wir telefonieren alleine, denken alleine, werden alleine geboren und sterben schließlich alleine ... doch dazwischen sollen wir bitte ganz, ganz homogene Rudeltierchen sein, die sich alle wert-, aber nicht preisschätzen. Oje, das ist für viele zu Recht ganz schön anspruchsvoll!
Der Anspruch vom Partner fürs eigene SEIN oder TUN alleine schon wertgeschätzt zu werden, ist relativ naiv, wenn auch verständlich. Dennoch: Der graue Alltag zeigt, mit unserem SEIN und TUN allein kommen wir nicht weiter - da wir zu wenig Identifikation bieten für einen anderen Menschen. Wir müssen uns daher ganz bewusst um verbindende Momente, wie z.B: gemeinsames Arbeiten bemühen. Nur so werden beide Parteien stolz auf das Geschaffene sein. Egal, ob es sich dabei um den angelegten Gemüsegarten oder das geplante Sanierungskonzept für den Zubau handelt, das wir in kraftvoller Teamarbeit zu Wege gebracht haben. Die Physik beweist: Doppelter Antrieb - volle Kraft voraus!

Der Neujahrsempfang 2011 - ein rauschendes Fest
Der jährliche Neujahrsempfang am 19. Jänner hat unseren KundInnen und uns viel Spaß gemacht. Ehemalige SprecherprüfungskandidatInnen trafen ihre TrainerInnen und ProfilektorInnen. Es wurden Kontakte geknüpft und wieder kamen einige Jobs zustande. Link zur Galerie auf www.sprechen.com



Secretary's Secret
Insgesamt 4 Module: Am 10. März 2011 von 17.00 - 19.00 Uhr und 19.00 - 21.00 Uhr (2 Module), die andern beiden Module werden anschließend festgelegt.
Der Crashkurs für Ihre Assistentin
Was klingt wie ein Duft - ist ein bisher ungelüftetes Trainings-Geheimnis: "Secretary's Secret". Es ist nicht süß, sondern sympathisch. Sie bekommen kein Kopfweh, sondern den Kopf frei!
Tatjana Lackner hat viele Office-ManagerInnen in den letzten 15 Jahren ausgebildet. Wer in der Schule des Sprechens das Telefon abhebt muss sich sprachlich deutlich „abheben" - ohne „abgehoben" zu klingen. Unser Name ist schließlich Programm!
SekretärInnen arbeiten in der Auslage - jeder kann sie sehen. Zudem sind sie die Drehscheibe zwischen Mitarbeitern und ihrem Chef. Geld verdienen sie durch gelungene Kommunikation! - schriftlich UND mündlich: Wir erwarten, dass sie unsere Mails ebenso wohl formuliert beantworten, wie unsere Briefe. Sie sollen unangenehme Telefonate souverän abfedern und uns öffentlichkeitswirksam zur Seite stehen, bei Anlässen und Festen.
In allen Arten von Unternehmen, öffentlichen Institutionen, Organisationen sind wir abhängig vom Back Office und dem Front Desk. Die Schule des Sprechens bietet deshalb den Crash Kurs „Secretary's Secret" an.
Was Sie vermeiden:
Ganz-Tagesseminare für Bürokauffrauen & -männer gibt es bei jedem zweiten Seminaranbieter - also wie Sand am Meer. Ihre "rechte Hand" sitzt dort im Tagungshotel, hört sich Vorträge an und fällt mindestens einen Arbeitstag aus. Output: gering! - Kosten: saftig!
Besser:
Secretary's Secret
Ihre Assistentin besucht 4 Secretary Module (je 2 Stunden). Diese finden nach der Arbeit statt und dauern von: 18.00 - 20.00 Uhr. Jederzeit kann mit dem Training begonnen werden. Auf diese Weise wird 8 Stunden intensiv gearbeitet. Abschluss-Zertifikat inklusive, Kleingruppe garantiert.
Das können Sie erwarten:
1. Modul: Stimme & Sprache
Wir „stimmen" Ihre Assistentin und verbessern ihre Kommunikationsfähigkeit.
Gearbeitet wird an Telefonrhetorik, wie an der gelungenen Modulation im Kundengespräch.
2. Modul: Assistenz braucht Rhetorik
Trainieren Sie gemeinsam mit unseren Kommunikationsexperten, wie Sie präzise und schnell zum Punkt kommen. Selbst in schwierigen Situationen werden Sie geschickter, überzeugender und klarer argumentieren. Nur wer engagiert, ehrlich und natürlich kommuniziert, überzeugt den Empfänger.
3. Modul: Schreibcoaching
Mit diesem Training werden die Teilnehmer fit im Schreiben von professionellen Korrespondenzen - durch Textanalysen, nützliche Tipps und Tricks, sowie praxisnahe Übungen. Sie werden sensibilisiert für aufgeblähte und überholte Formulierungen. Auch Ihre schriftliche Kommunikation kommt beim Rezipienten an.
4. Modul: Outfit & Styling
Ihr Stil verrät viel über Sie: Ihre Weltgewandtheit, Position und Denkart. Kommunikation ist ein ganzkörperlicher Prozess. Unsere Expertinnen geben Ihnen leicht umsetzbare Tipps, wie Sie Ihre Ausstrahlung erhöhen. Situations- und positionsadäquates Styling beeinflusst Ihre Wirkung und den damit verbundenen Erfolg. Walk what you talk!


