Liebe Freunde der Schule DES SPRECHENS
der Frühling hat mit einem heißen Auftakt der Temperaturen begonnen und auch unser Newsletter präsentiert sich mit neuem Gesicht!
Viel Freude beim Lesen der Mai-News :-)
- Wussten Sie schon, dass ...?
- Zum Muttertag ein Gutschein
- Neue Video Podcasts
- Buchbesprechung
- Umbenannte Länder und Städte
- „Argumentieren kann man lernen" Teil 1
- Die Kunst der Rhetorik
Wussten Sie schon, dass ...?

... Frauen zweimal mehr mit den Augen blinzeln als Männer?
... Sie Ihren Partner immer hässlicher finden, je weniger Sie in ihn verliebt sind?
... Ereignisse, die sich im Kopf abspielen wenn wir verliebt sind, psychischen Krankheiten ähneln?
Zum Muttertag ein Gutschein
Egal ob Geburtstag oder Muttertag: unsere Schnupperstunden lassen sich als edle Gutscheine perfekt verschenken! Inkludiert: eine Stimm- und Bedarfsanalyse, das Sprachmuster-Profil und ein Rhetorik-Check.
Mama trainiert:
- ihren Wortschatz: durch Antonyme, Synonyme, sprachliche Bilder, ...
- ihre Eloquenz: weg mit Füllworten, Abschwächungen, welken Phrasen!
- ihr Sprach-Charisma: Brillianz hat nur, wer schnell denkt, auf den Punkt kommt und gewinnend moduliert!
Neue Video-Podcasts
Tatjana Lackner begeistert im Zuge eines Jahres sehr viele Menschen bei großen Vorträgen, an Universitäten und als Keynote-Speakerin. Immer wieder wurde sie von TeilnehmerInnen gefragt, ob es zu frischen Themen endlich neue Youtube-Videos von ihr geben könnte. Ihr Youtube-Clip „Schwarze Rhetorik" zählt mittlerweile mehr als 108.000 Besucher. Hauptproblem beim Erstellen dieser kleinen Clips ist die Qualität, die von Filmfirmen abgeliefert wird. Entweder die Tonqualität ist lahm oder die Bilddramaturgie ist welk. Tatjana hat sich nach mehreren Enttäuschungen mit den sogenannten „teuren Profis" kurzerhand im eigenen Team umgesehen. Wolf-Christian Puchner ist ein kleines Genie in Sachen Apple-Kultur. Auf dem iPhone wurde der Ton mitgenommen und in der Schule des Sprechens selbst gedreht.
Im ersten Video-Podcast geht es darum, wie uns die Tastatur des Laptops beim Reden unterstützen kann. Wir finden jede Menge Buttons auf dem Keyboard, die wir fürs Schreiben brauchen. Die schriftliche Kommunikation hat sich jedoch nicht losgelöst von der mündlichen entwickelt. Tatjana Lackner zeigt, wie wir unsere Tastatur gelungen als rede-dramaturgischen „Schummler" einsetzen können!
Buchbesprechung
von Tatjana Lackner
Bei den Geburtstagsfesten in der Schule des Sprechens werden kreative, hippe und oft sehr anregende Geschenke überreicht. Tatjana bekam zuletzt gedanklich kontroversielle Stunden von Nika Triebe (Rhetorik) geschenkt - in Form des Buches: „Das Ende der Normalität – Nachruf auf unser Leben, wie es bisher war“. Gabor Steingart ist Chefredakteur der deutschen Tageszeitung „Handelsblatt“ und Wirtschaftsjournalist. Früher sei auf den Status Quo Verlass gewesen. Die Kirche war noch eine Instanz, Eltern blieben noch ihrer Kinder wegen zusammen und gesellschaftliche Normen galten noch etwas. Heute ist die Treue zur Automarke größer, als die zum Ehepartner, aus dem Beruf wurde ein Job und das Wort „Zukunft“ mache eher Angst, als Lust. - Steingart beschreibt mit blumigen Worten und bildreichen Beispielen, was sich alles gewandelt hat. Das macht er sehr gut. Dennoch dient diese Lektüre maximal so kurzfristig, wie ein frischer Burger. Man ist unmittelbar befriedigt, aber nicht zufrieden satt. Auf Amazon beschwert sich einer der - meist kritischen Rezensenten - zu Recht: „ … In seiner dicht gedrängten Reihung von Beispielen waren auch so manche „Aha!"-Momente dabei. Leider baut der Autor auf diesem Grundgerüst nicht auf und vergisst, daraus wesentliche Lehren zu ziehen. Die letzten Kapitel des Buches, in denen er dies versucht, blieben für mich unter dem Strich ohne substantiellen Erkenntnisgewinn. …“ Insgesamt ist das Werk nun in der 3. Auflage und hat mit 3 von 5 Sternen nicht gerade abgeräumt.
Fazit: Viele gute Ideen zu wenig in die Tiefe gedacht. Wer dann noch auf Youtube geht, wird vom quasselden Autor mit den unsympathischen Mundbewegungen noch enttäuschter sein. Es gibt Menschen, die deutlich spritziger schreiben, als sie reden. Da könnte Lapcom helfen :-)!
Preis: ab €8,99
Umbenannte Länder und Städte
Der Mai ist mit seinen vielen Fenstertagen ideal um Reisen zu unternehmen. Deshalb ist es immer gut zu wissen, wie die Orte aktuell heißen:
Alter Name: Obervolta
Neuer Name: Burkina Faso
Alter Name: Bangalore
Neuer Name: Koramangala
Alter Name: Bombay
Neuer Name: Mumbai
Alter Name: Burma
Neuer Name: Myanmar
Alter Name: Ceylon
Neuer Name: Sri Lanka
Alter Name: Deutsch-Südwestafrika
Neuer Name: Namibia
Alter Name: Diosek
Neuer Name: Sládkovicovo
Alter Name: Kalkutta
Neuer Name: Kolkata
Alter Name: Karl Marx Stadt
Neuer Name: Chemnitz
Alter Name: Madras
Neuer Name: Chenai
Alter Name: Saddam-Stadt
Neuer Name: al-Sadr
Alter Name: Süd-Rhodesien
Neuer Name: Simbabwe
Quelle: Dr. Ankowitschs kleines Konversations-Lexikon, Eichborn, September 2004.
„Argumentieren kann man lernen" Teil 1
Interview des Online-Magazins sunny7 mit Tatjana Lackner
Egal ob es um die Fixierung ihrer Urlaubstage, den Wunsch nach einer Gehaltserhöhung, die Beförderung oder die Präsentation eines Projektes geht – gute Argumentation ist der Schlüssel zum Erfolg. Im Gespräch mit Vorgesetzten und Arbeitskollegen geht es oft darum, seine Ideen und Meinungen darzustellen und das Gegenüber davon zu überzeugen. Wenn Sie sich damit schwertun, dann ist das noch lange kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken und es gar nicht erst zu versuchen, denn Argumentieren kann man lernen. Tatjana Lackner ist Kommunikationsstrategin, professionelle Sprecherin, Coach, Trainerin und leitet die Schule des Sprechens in Wien. Sunny7 hat mit Ihr über gutes Argumentieren gesprochen.
Sunny7: Was sind die wichtigsten Grundlagen einer guten Argumentation?
Tatjana Lackner:
Es gibt nach W. Rehm vier verschiedene Arten zu argumentieren: Plausibel, moralisch, rational und taktisch.
Abb: Grundtypen der Argumentation1
Die unterschiedlichen Argumentations-Typen aus der Tabelle, helfen sowohl beruflich als auch privat. Der plausible Typ operiert mit dem gesunden Menschenverstand, der Moralische setzt auf ethische Werte, der Rationale baut seine Aurgumente auf Zahlen, Daten, Fakten, Studien und Statistiken und der Taktiker ist wendig, arbeitet mit Kniffen und ist ein charismatischer und facettenreicher Gesprächspartner. Gute Rhetoriker besitzen einen Blumenstrauß an den unterschiedlichen Argumentationsarten: Sie bringen im Erfahrungsargument ihre eigenen bewährten Rezepte ein: knapp, knackig und kompetent – ohne lahme Anekdoten. Durch das Zahlen- & Faktenargument punkten überzeugende Redner auf der logischen Ebene und sprechen die Vernunft des anderen an. Werteargumente richten sich eher an die Emotionen im „Bauch“ des Gegenübers und können dort die Stimmung beeinflussen. Je besser das Methodenset der häufigsten Argumentationsarten trainiert ist, umso erfolgreicher verläuft die rhetorische Überzeugungsarbeit.
Sunny7: Wie baut man eine Argumentation am besten auf?
Tatjana Lackner:
Wer seine besten Argumente gleich zu Beginn des Meetings verheizt, wird bald rhetorisch entwaffnet sein und argumentativ verglühen. Es gilt immer noch einen Argumentations-Trumpf im Ärmel zu haben. Der häufigste dramaturgische Fehler beim Diskutieren ist sofort drauf los zu reden. Für gute Diskutanten gilt stets die Devise: „Disarm your enemy!“
Zuerst hören Sie sich die Argumente des anderen an und versuchen diese – falls nötig - elegant ins Out zu spielen, während die eigenen Argumente noch alle im Köcher vorrätig sind. Paraphrasieren ist hier die Kunst – und so geht’s:
- das Argument des Vis-à-vis wiederholen
- Gefahren, die sich darin verbergen aufzeigen
- vor unliebsamen Konsequenzen warnen
Sunny7: Kann man ganz pauschal sagen, was ein gutes Argument von einem schlechten unterscheidet?
Tatjana Lackner:
Schlechte Argumente sind vage Überlegungen, ungeprüfte Behauptungen und wenig in die Tiefe gedachte Bemerkungen. Gute Argumente hingegen sind bildhaft und nachvollziehbar, dramaturgisch gelungen aufbereitet, stimmsicher vorgebracht, knapp und knackig formuliert und mit einer Begründung und einer Schlussfolgerung ausgestattet.
1Quelle: http://www.teachsam.de/deutsch/d_rhetorik/argu/arg_typ1.htm, Stand 05/12
Die Kunst der Rhetorik
Am 19. April fand im Wifi Wien in Kooperation mit der Tageszeitung „Die Presse" der Impulstag „Die Kunst der Rhetorik" statt.
Tatjana Lackner hat sich über 150 begeisterte TeilnehmerInnen gefreut - und auch darüber, endlich mal wieder mit Trainerkollege Michael Rossié zusammen zu kommen. Daniela Zeller, die ihre Trainerausbildung an der Schule des Sprechens im Vorjahr erfolgreich absolviert hat, machte Tatjana ebenso stolz.
Mehr Bilder und Informationen über die Veranstaltung finden Sie auf unserer Homepage unter „Vorträge Bildergalerie".


