Be Boss
Nach dem Bestseller „Rede-Diät“ ist es am 13. Mai wieder soweit! Das neue Buch von Tatjana Lackner und Nika Triebe erscheint: „Be Boss – 33 Stolpersteine beim Führen und Kommunizieren“
Sie erhalten das Rüstzeug Ihre Mitarbeiter zu entwickeln und lernen, wie Sie Selbstcoaching in Ihren Führungsalltag integrieren. Dieses Buch gibt frische Antworten für jeden, der Karriere und Menschsein unter einen Hut bringen möchte.
Wer führt, muss kommunizieren! Doch gerade rhetorische Fertigkeit wird für viele Chefs und High Potentials zum Stolperstein. Ohne Kommunikation läuft gar nichts! Sie sind aufgefordert Ihre Kompetenzen neu zu definieren. Selbstkritisch und lernbereit bleiben lautet die Devise! Um die Meisterschaft beim Führen zu erlangen, braucht es eine Prise Talent, Interesse an menschlichen Verhaltensweisen und jede Menge Know How!
„Be Boss – 33 Stolpersteine beim Führen und Kommunizieren“ unterstützt Sie praxisorientiert in den kniffligsten Alltags-Situationen.
Themenauswahl:
# Be Boss – Be Coach – Be Trainer
# virales Marketing & Networking
# der Experte als Führungskraft
# delegieren & Kontrolle
# vom Traum zum Ziel!
# Kommunikationsblockaden und andere Gesprächskiller
# von Berufsnachbarn lernen
# Hiobsbotschaften überbringen
# die Coop-Verhandlungs-Strategie
Am Ende jedes Kapitels begleitet Sie das „Be Boss“-Training auf dem Weg zum Erfolg!
Ab 13. Mai im Fachbuchhandel, über www.amazon.at oder natürlich – mit persönlicher Signatur – direkt bei uns in der Dorotheergasse und unter www.sprechen.com.
„Be Boss – 33 Stolpersteine beim Führen & Kommunizieren“
Broschiert: ca. 300 Seiten
Verlag: Manz'sche Verlags- u. Universitätsbuchhandlung (Mai 2008)
Sprache: Deutsch
Preis: € 28,--
ISBN-10: 321400395X
ISBN-13: 978-3214003951
Schmucker sprechen - Redeschmuck
Je größer der Wortschatz, desto vielfältiger und differenzierter können Sie sich ausdrücken.
Bildreiche Sprache, macht nicht nur den Redevorgang spannender, sondern sorgt auch dafür, dass Ihr Weitererzählwert steigt.
Darum gilt: Metaphern bewusst einsetzen.
Schon bald stolpern Sie im Alltag fast automatisch über diese sprachlichen Bilder. Doch woher kommen unsere Redensarten und was steckt dahinter?
Techtelmechtel: Liebelei, Liaison, Flirt. – Österreichische Redensart, ursprünglich aus dem Italienischen: tecomeco, das heißt „mit dir – mit mir“, soviel wie geheimes Einverständnis, „unter vier Augen“.
Toast: Einen Toast auf jemanden ausbringen: einen Trinkspruch halten. – Nach einer englischen Tischsitte, bei der eine geröstete Brotscheibe (englisch: toast) demjenigen ins Glas getan wurde, der einen Trinkspruch halten sollte.
Sich den Mund fusselig reden: durch einen Redeschwall jemanden – meist ohne Erfolg – überzeugen. Damit ist gemeint, dass die Lippen vom vielen Sprechen reißen und schließlich in Fransen herunterhängen. Ich habe mir den Mund fusselig geredet, er hat aber nicht zugestimmt; die Fusseln sind mit den Fransen gleichzusetzen.
Jetzt sind Sie dran! Welche Metapher fallen Ihnen dazu ein?
.) Ein kleines Boot
.) Immer die gleichen Probleme ventilieren
Business Small-Talk: Zwischen Visitenkarte und Lebenslauf
Im anspruchsvollen Business Small-Talk geht es darum, selektierte persönliche Einblicke zu gewähren und am eigenen Rufmanagement zu arbeiten. Informationen, die auf keiner Visitenkarte stehen sind gefragt. Der Grad zwischen faden Daten aus dem Lebenslauf, Prahlhans-Orgien und Themenverfehlungen ist schmal.
Small-Talk versus Business Small-Talk
Gekonnter Small Talk ist für die Beziehungspflege unschätzbar. Über sportliche Aktivitäten oder Familienthemen zu plaudern, ist für die Kunst des kleinen Gespräches sicherlich geeignet. Für den Business Small-Talk reichen diese Gesprächsinhalte jedoch nicht aus. Das professionelle Ambiente verlangt zwar gefilterte Informationen, doch geht es neben der aufgelockerten Atmosphäre auch um Statusarbeit.
5 Regeln des Business Small-Talks:
Sie sind Experte, sprechen Sie nicht nur über Offensichtliches, sondern haben Sie Mut zu eigenen Prognosen.
1. Welche fremden Prognosen haben sich nicht bewahrheitet?
2. Sprechen Sie über Ihre Ansichten zur Branche.
3. Wohin entwickelt sich der Markt spürbar?
4. Welche Vergleiche bieten sich mit ausländischen Unternehmen an?
5. Wer sind die Branchentrendsetter von morgen?
Quiz rund um alte Begriffe
In den Übungsreihen der Sprechtechnik finden sich immer wieder unbekannte Wörter. Der folgende Test bietet die Möglichkeit das eigene Wissen auf die Probe zu stellen:
1. Ase
a) Teil der Fruchtknospe beim Ahornbaum
b) Fluss in Südschweden
c) Germanische Gottheit
2. Druse
a) Mythologische Vogelgestalt
b) Angehöriger einer religiösen Gemeinschaft des Islam
c) Mitglied der geistigen Elite der keltischen Gesellschaft
3. Engramm
a) Erlebniseindruck
b) Stadt in der Schweiz
c) Maßeinheit aus der Biophysik
4. Lethe
a) Nebenprodukt in der Milchverarbeitung
b) Vergessenheitstrank in der griechischen Mythologie
c) Erste Milch beim Säugen von neugeborenen Wölfen
5. Epigone
a) Intellektueller in der griechischen Gesellschaft des 2.Jh.v.Chr.
b) Unbedeutender Nachfahre bedeutender Vorfahren
c) Zwergenhafte Sagengestalt
6. Fuder
a) Dämmstoff beim Isolieren von Fenstern
b) Innenstoff von verstärkten Kleidungstücken
c) Hohlmaß für Wein
7. Runse
a) Rille im Gebirge, durch die der Bergbach fließt
b) Arbeitsgerät von Rauchfangkehrern
c) Knollenpflanze, verwandt mit Roter Beete
8. Zähre
a) Langandauernder Familienstreit
b) Veraltet für Träne
c) Hungersnot
9. Zelot
a) Tyrannischer Herrscher
b) Glaubenseiferer
c) Einäugiger Riese
Auflösung: 1c, 2b, 3a, 4b, 5b, 6c, 7a, 8b, 9b
Besprechungen – der Zeitkiller Nr. 1
Kennedy soll einmal gesagt haben: “Was mir jemand nicht in einem Satz sagen kann, braucht er mir nicht mehr zu sagen.“
Egal ob wir miteinander reden, Reden halten, uns aussprechen, Besprechungen abhalten, ... es kostet unsere Lebenszeit. Jedem Unternehmen ist heute die Wichtigkeit guter Kommunikation bewusst. Warum beherrschen die Amerikaner die Welt? Weil sie die Kommunikation beherrschen!
Es ist sicher perfide, wenn wir als Kommunikationsexperten und Rhetoriker auf die Gefahren unserer Zunft hinweise. Schließlich sind wir oft Verfasser käuflicher Aphorismen.
Zwischen geführten Besprechungen und ziellosem Gerede gibt es klare Qualitätsunterschiede. Beobachten Sie sich selbst, wann beginnen Sie umständlich zu erklären, langwierig zu erzählen, Schachtelsätze und Wortwiederholungen zu verwenden. Meistens, wenn Sie unsicher sind. Unsicher ob des Inhaltes oder unwohl ob der Situation. Dieses “Herumreden“ verrät uns natürlich. Zuhause mit den Kindern oder mit Freunden sind wir häufig klarer, ja sogar knapper in unserer Sprache als vor dem Kunden, dem Chef, den Kollegen. Daher ein Tipp, wie Sie anderen und sich Lebenszeit sparen können:
Überlegen Sie sich vor jeder Besprechung:
.) Was will ich konkret sagen? Welche Beispiele habe ich dafür?
.) Welche Gegenargumente können kommen?
.) Welche Gefahren und Konsequenzen sind mit meiner Aussage verbunden?
.) Was erwarte ich vom Gegenüber? Welche Handlungen sollen folgen?
Wenn schon Latein, dann richtig!
Auch in der freien Rede gibt es Mode-Erscheinungen. Der Trend im Herbst: das Bildungsbürgertum. Ist Ihnen auch schon aufgefallen, wie gerne Vortragende in letzter Zeit Phrasen aus dem Lateinunterricht einbauen? Vielleicht ein Zeichen, dass der Humanismus wieder zu neuer Blüte kommt, vielleicht aber auch nur pseudo-gebildete Allüre. Schlimm wird’s, wenn die Zitate falsch dekliniert sind. Darum eine kleine Auswahl:
ex more…………………………………………..aus Gepflogenheit
ex officio…………………………………………...von Amts wegen
ex post facto………………………………………….im Nachhinein
in flagranti…………………………….……………..auf frischer Tat
in medias res…………………………………unmittelbar zur Sache
in vino veritas…………………………………Im Wein ist Wahrheit
ipso facto………………..........durch die Tat selbst; selbstständig
mea culpa………………………………..…..(durch) meine Schuld
mutatis mutandis………………....mit den nötigen Abänderungen
non plus ultra………………………..unübertrefflich; das Absolute
obiter dictum…………………………………..Nebenbei Gesagtes
persona non grata…………………………..unerwünschte Person
primus inter pares………………………...der Erste unter Gleichen
pro patria……………………………………………...fürs Vaterland
quod erat demonstrandum………………...Was zu beweisen war
summa cum laude……………………………….mit höchstem Lob
Theodor Siebs – um eine Sprache bemüht
Der Germanist Theodor Siebs hatte ein großes Ziel: als vor mehr als 100 Jahren erstmals sein Nachschlagewerk “Deutsche Bühnenaussprache“ erschien, sollten Schauspieler darin eine Anleitung sehen für den Sprachgebrauch auf der Bühne. Siebs wollte aber noch mehr erreichen: Alle Redner, alle Sprecher sollten einen Leitfaden haben, ein Wörterbuch, das ihnen hilft, gepflegt zu sprechen. Eine andere Art der Aussprache sollte nicht automatisch für richtig gehalten werden, nur weil sie anders klingt als die eigenen Sprachgewohnheiten. Ein norddeutscher Sprecher könnte sonst die geschlossene Aussprache von offenen Vokalen für richtig halten, wie sie in Bayern und in Österreich verbreitet ist: das breite Wiiiend statt dem strammen Winnnd. Genau so wenig erwünscht war übrigens eine überkorrekte Aussprache.
Inzwischen existieren die gemäßigte Hochlautung (wie sie im ORF verwendet wird) und die Mundart nebeneinander. Beide haben eigene Gesetze und es tut dem sprachlichen Bewusstsein gut, wenn der Sprecher beide Seiten pflegt: das “gebildete Sprechen“ genau so wie den Dialekt. Willi Resetarits hat sogar erkannt: “Es gibt keine Hochsprache ohne den dazugehörigen Dialekt!“
Trotz dieser “Freiheit“ gibt es – immer noch – einige Regeln zu beachten. “Der Siebs“ ist noch immer gültig, wird noch immer verlegt, und wir sollten daran denken, dass wir die deutsche Sprache haben, die für den gesamten deutschen Sprachraum geregelt ist. Und: wir können nachschauen, wie ein bestimmtes Wort ausgesprochen wird!
Ohne zu überlegen sprechen wir Worte wie Wald, Hund oder Sessel jeweils mit kurzem Vokal. Ausländer müssen lernen: ein Vokal nach einer Konsonantengruppe wird üblicherweise kurz gesprochen.
Was ist aber mit Worten wie Mond, Trost oder Zebra? Sprechen wir den Vokal falsch aus, wenn wir ihn dehnen? Oder ist die Regel mit der Konsonantengruppe ungültig?
Die Antwort ist: es sind ein paar der Worte, deren Aussprache Theodor Siebs geregelt hat!
Jeder sollte diese Handvoll Worte kennen, die anders ausgesprochen werden als sie aussehen. Zusammengefasst sind sie u.a. im “Sprechtechnischen Übungsbuch“ von Vera Balser-Eberle.
Hier sind ein paar weitere Beispiele dieser “sonderbaren“ Worte:
werden
richtige Aussprache: weeerden, R wird nicht gesprochen!
falsche Aussprache: wärrrrden
erst
richtig: eeerst, R wird nicht gesprochen!
falsch: ärrrst
Geburt
richtig: Gebuuurt, R wird nicht gesprochen!
falsch: Geburrrrt
Vorteil
richtig: Vorrrteil , R wird gesprochen!
falsch: Vooorteil
Städte
richtig: Stääädte
falsch: Stättte
schon
richtig: schooon
falsch: schonnn
Urlaub
richtig: Uuurlaub, R wird nicht gesprochen!
falsch: Urrrlaub
vierzehn / vierzig
richtig: virrrzehn / virrrzig, R wird gesprochen!
falsch: viiierzännn / viiierzig
gibt
richtig: giiibt, langes ie!
falsch: gipppt
bisher
richtig: bißher, scharfes ß, kurzes i und Betonung auf der ersten Silbe!
falsch: bisher
vor allem / unter anderem
richtig: vor allem / unter anderem, em-Endungen werden gesprochen!
falsch: vor allm / unter anderm
tausend
richtig: tausend, end-Endungen werden gesprochen!
falsch: tausnd
Palindrome
Sotades von Maroneia (ca. 275 v. Chr) gilt als der Erfinder von Palindromen, also von Wörtern oder Sätzen, die sowohl vorwärts als auch rückwärts gelesen werden können. Sotades soll dieses Stilmittel in vielen seiner Schriften verwendet haben. Die waren allerdings oft so anzüglich und verleumderisch, dass Sotades, nachdem er auch Ptolemäus II. (285 bis 246 v. Chr. Pharao und war mit seiner Schwester Arsinöe II verheiratet) beleidigt hatte, mit Blei beschwert im Meer ertränkt wurde.
Beispiele für Palindrome:
Otto
Lagerregal
Reliefpfeiler
Alle Bananen, Anabella
Nie, Amalia, lad’ nen Dalai-Lama ein!
Die liebe Tote! Beileid!
Eine Blase salbe nie
Erhabene Bahre
Rentner
Anna
das angeblich erste Palindrom der Erde:
“Madam I'm Adam!“ :-)
Hörbuch-Kritiker
Vielleicht hat der eine oder die andere in den ersten Wochen dieses Sommers ein tolles Buch gelesen oder ein Hörbuch mit einem wunderbaren Sprecher gehört?
Und das Buch war so ausgezeichnet, dass andere darauf aufmerksam gemacht werden sollen?
Und manchmal - hoffentlich selten - war ein Buch (oder ein Hörbuch-Sprecher) so schlecht, dass andere vor dem Kauf gewarnt werden sollen? Aber wo?
Nun, genau dafür gibt es jetzt eine neue Rezensionen-Seite im Internet-Portal: http://www.buecher-wiki.de,'
Alphabetisch geordnet, finden sich hier Besprechungen von Büchern, von Hörbüchern, Literaturverfilmungen und anderen Umsetzungen von Büchern. Als echtes
Internet-Lexikon nach dem Wikipedia-Prinzip ist das Bücher-Wiki nicht von Anfang an fertig, sondern es wächst nach und nach. Und dazu kann jeder beitragen. Jeder kann dort Autor werden!
Natürlich kann man auch weiterhin bei amazon.de oder bei bol.de Rezensionen und Tipps abgeben oder sich Vorschläge holen für lohnende Lese- oder Hörerlebnisse in den nächsten Sommerwochen.
Viel Spaß beim Lesen, beim Hören – und beim (Rezensionen-)Schreiben!
Sprecherprüfung Juli 2007
Neben den technischen Grundregeln mussten die Prüfungskandidaten Texte aus allen Genres (Nachrichten, Beitrag, Moderation und Werbung) präsentieren und wurden von einer begeisterten Jury für ihre Leistungen gelobt.
Aus Radio und Fernsehen kennt man sie, aber professionelle SprecherInnen werden heute nicht nur beim Rundfunk gebraucht. Unternehmen leisten sich für ihre Warteschleifen und Mailboxen nicht nur die teuren und bekannten SprecherInnen, hier sind junge und unbekannte Stimmen gefragt.
Unsere Prüfungskandidaten lernen in der rund einjährigen Ausbildung neben dem richtigen Sprechen von Nachrichten auch lernen, wie man Werbespots, Beiträge, Moderationen und Tonbänder gestaltet. Nach einem Jahr Üben und Trainieren haben am Mittwoch, 04. Juli 2007 folgende Prüfungskandidaten Sprechen zum Beruf gemacht:
Mit gutem Erfolg haben bestanden:
Joseph Daxbacher
Roman Halbreiner
Katharina Fink
Béatrice Kretzer
In der Prüfungskommission bewerteten:
PROF. GÜNTHER FRANK (Sänger und Schauspieler)
FRANK HOFFMANN (Schauspieler)
DR. MARTIN LOEW-CADONNA (Berufssprecher)
GÜNTHER SCHIFTER (Radiomacher)
HARALD FENDRICH (FM Sounddesign - Werbeproduktion)
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