Tatjana’s Blog

27. Mai 2022 von Tatjana Lackner, MBA

Wann ist Vatertag? 

Es ist nicht leicht zu sagen, wann genau Vatertag ist. In Bulgarien zum Beispiel feiert man ihn am 26. Dezember, das festa del papà findet im katholischen Italien dagegen am 19. März statt – gemeinsam mit Kroatien, Portugal, Spanien, der Slowakei und Liechtenstein. In Österreich ist es der zweite Sonntag im Juni – das ist heuer der: 12. Juni 2022. 

Der Vatertag erreichte laut der Wirtschaftskammer in Österreich mit 110 Mio. Euro und gehört neben Weihnachten, Ostern, Valentinstag und Muttertag (2021: 221 Mio. Euro) zu den Top-Umsatzbringern. 

Wer hat ihn erfunden? 

Seine Wurzeln hat der Vatertag im Amerika des Jahres 1910. Einer Frau verdanken die Väter weltweit, dass sie überhaupt zu Ehren kommen. Sonora Smart Dodd, deren Vater im Sezessionskrieg (1861–1865) gekämpft hatte rief ihn erstmals aus – als Pendant zum Muttertag. Unter Präsident Nixon 1972 wurde daraus dann ein Feiertag. 

Bitte keine Krawatte zum Vatertag 

Am Sonntag, 12. Juni feiern wir unsere Väter. DIE SCHULE DES SPRECHENS hat dafür coole Gutscheine. Zwischen € 99,– für eine Erstanalyse bei Tatjana Lackner und € 290,– für ein wertvolles Rhetorik Spin Training. Die Auswahl an Themen ist groß und für jeden Daddy ist garantiert was dabei. Von wie Argumentation bis Z wie Ziele definieren. 

Themen: Tatjana LacknerRhetorikVatertagDadDaddySonora Smart DoddKrawatte
25. Mai 2022 von Tatjana Lackner, MBA
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25. Mai 2022 von Tatjana Lackner, MBA

Die Doppelkinn-Bremse ist optisch erkennbar an seitlich angespannten Mundwinkeln und einem nach hinten geschobenen Kopf. Sie kann ein körpersprachliches Signal dafür sein, dass jemand bockig oder gerade unwillig ist. Begleitet wird sie klischeekorrekt von verschränkten Armen, Zurücklehnen im Sessel und offensichtlichem “Nichtteilnehmen” am Gespräch. Sogar online begegnen uns die Doppelkinn-Bremser: Unmut äußert sich eben auch körpersprachlich! Beispiel: Jemand stimmt inhaltlich dem vereinbarten Procedere absolut nicht zu, möchte sich jedoch nicht outen, und schon sieht man, wie sich seine seitliche Mundmuskulatur anspannt und sein Gesicht ausdrückt: “Was für ein Blödsinn. Mir ist es wurscht. Ich sag nichts.” 

Durch den gespannten „Entenmund“ erleben wir die üble Stimmungslage vor allem bei “Systemfrustrierten” in großen Konzernen oder im staatlichen Apparat. Viele von ihnen nehmen zwar an Besprechungen teil, haben aber in Wahrheit vor vielen Jahren innerlich gekündigt. Uninspirierter “Dienst nach Vorschrift” und Warten auf die Pension macht sich irgendwann auch im Gesicht bemerkbar. 

Menschen, die sich am liebsten selbst recht geben, leiden an dieser Haltung – einige davon nicht nur situativ, sondern ein halbes Leben lang ohne Aussicht auf Heilung.  

Die meisten Doppelkinn-Bremser sind eben schlicht Rechthaber erster Güte. Diese „Universalauskenner“ kennen bereits die Antworten auf alle Fragen, die noch gar nicht gestellt wurden. 

In der Politik oder bei Versammlungen und Ausschüssen wird das Unterkiefer gerne dann ins Doppelkinn gedrückt, wenn jemand nichts sagt und auf heikle Fragen nicht angesprochen werden möchte.  

Manchmal bringt die subjektiv empfundene Siegesgewissheit jemanden dazu, den Kopf in der beschriebenen Stellung zu parken: Wenn beispielsweise Herr Mayer glaubt, einen stechenden Trumpf in der Tasche zu haben, dann legt er sein Kinn schon mal tiefer – nach dem Motto: “Damit habt ihr wohl nicht gerechnet!” 

Immer mehr Durchschnittsredner werden zu Keynote Speakern gehypt und tummeln sich auf Messen, Panels, Galas zwischen Rednerpult und Talk-Sofa. Für alle im Saal erlebbar fühlt sich Gerhard Gewöhnlich unwohl. Schließlich soll er seine Firma, sein Know-how und auch noch sich selbst gelassen präsentieren. 

No-Names wie Gerhard sind mit der exponierten Bühnensituation sichtbar überfordert und so kann sich ebenfalls eine Art der Doppelkinn-Bremse einstellen. 

Fazit: In unangenehmen Redesituationen klingt unsere Stimme anders. Die Doppelkinn-Bremse drückt auf den gesamten Kehlkopfbereich und zerquetscht das Gesagte. Die Stimm-Modulation leidet. Deshalb: „Kopf hoch! Der Rest wird schon!“ 

Themen: Tatjana LacknerRedenBremseDoppelkinnMundmuskulaturEntenmundKehlkopf
20. Mai 2022 von Tatjana Lackner, MBA

Tatjanas monatliche Kolumne für Ärzte und Pflegepersonal:

Consilium: Mai 2022

19. Mai 2022 von Tatjana Lackner, MBA
Wodurch tanken wir frische Ideen? Was hat Ordnung schaffen mit flotter Entscheidungsfindung zu tun? Tatjana ist sicher: Kreativität kannst Du trainieren!
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18. Mai 2022 von Tatjana Lackner, MBA

Während sich “der Westen” Russland jahrzehntelang schöngeredet hat, zeigt der kanadische Regisseur Daniel Roher, wie es hinter den Mauern des Propaganda-Staates tatsächlich aussieht. 98 Minuten lang kann man kaum glauben, was Alexei Nawalny und seine Familie alles durchleiden mussten. Der Giftanschlag auf den “geheimen Präsidenten” Russlands ist der traurige Höhepunkt. Das Nervengift Nowitschok gilt als eine Signatur Wladimir Putins, der den Kampfstoff aus der sowjetischen Forschung bereits mehrfach einsetzen ließ, um unliebsame Widersacher loszuwerden. 

Der sympathische Rechtsanwalt Nawalny ist Anti-Korruptions-Aktivist und Putin seit Jahren ein Dorn im Auge. Neben dem großgewachsenen Alexei sieht der kleine KGB-Mann Wladimir noch kleiner aus. 

Wo immer es um Spione geht, ist Wien Schauplatz. Im Café Sperl wird ein enger Weggefährte Nawalnys interviewt – der bulgarische Investigativ-Journalist Christo Grosew. Ihm ist es auch zu verdanken, dass Putin und seine Gift-Schergen überhaupt entlarvt werden konnten. Doch was nützt es, Wahrheit und Moral auf seiner Seite zu haben, wenn Diktator Putin die Macht und das Sagen behält. 

Fazit: Der Film hat zwischendurch Längen, er ist jedoch definitiv sehenswert. Was wäre der Menschheit mit einem Präsidenten Alexei Nawalny alles erspart geblieben.  

Themen: Tatjana LacknerFilmtippAlexei NawalnyPropaganda-StaatGitftanschlag
12. Mai 2022 von Tatjana Lackner, MBA
Was ist der Erlebnisraum Deiner Zuhörerschaft? Niemand muss Soziokultur büffeln. Für Vorträge, Besprechungen oder Verhandlungen solltest Du jedoch definitiv die Schlüsselwörter Deiner Teilnehmer & Teilnehmerinnen kennen. Gute Vortragsvorbereitung hat viel mit Zielgruppen-Recherche zu tun.
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11. Mai 2022 von Tatjana Lackner, MBA

DIE SCHULE DES SPRECHENS ist gut situiert zwischen wunderschönen Sehenswürdigkeiten, Kaffeehäusern und kulturellen Einrichtungen – darunter auch Museen. 

Kürzlich habe ich von meinem Team ein tolles Geschenk erhalten. Bestimmt eignet es sich auch für andere Unternehmen als feine Teambuilding-Maßnahme: Ein Mystery Hunt. 

Gemeinsam sind wir an einem Samstag losgezogen und haben uns an der Kassa in der Albertina “die Huntbox” geholt. Diese Rätsel Rallye ist selbsterklärend und macht richtig viel Spaß. Man durchkämmt die Prunkräume der Habsburger und hat überall Aufgaben zu erfüllen. Einige sind knifflig, andere witzig – immer sind die Aufgaben geschichtlich relevant. Wir haben viel dazugelernt. Henriette von Nassau-Weilburg beispielsweise war mit Erzherzog Karl verheiratet und brachte den norddeutschen Brauch, einen Baum im Zimmer zu schmücken, an den Wiener Hof. Kaiser Franz I schien davon sehr begeistert. So war die Tradition des Christbaumes geboren. 1816 erstrahlte erstmals ein aufgeputzter Baum zur Weihnachtszeit in den Salons der Habsburger. 

Der gesamte Hunt dauert 90 Minuten und man kann zwischen “Der Kunstkammer” und “der antiken Sammlung” im Kunsthistorischen Museum oder der Albertina wählen. Ein Team besteht aus bis zu acht Personen. Alle Teilnehmenden sollten gut zu Fuß sein, da man in den Salons keine Möglichkeit zum Sitzen vorfindet. 

Wir sind im Anschluss in eine Bar gegangen und haben uns über das gemeinsame Erlebnis ausgetauscht. 

Fazit: Mit dem eigenen Team verschiedene Aufgaben zu bewältigen verbindet und man erfährt, wie Kollegen in kniffligen Situationen ticken. Und jetzt rate mal, wer gewonnen hat 😊? 

Themen: Tatjana LacknerAlbertinaMystery HuntHabsburgPrunkräumeTeambuilding
Beruflicher Werdegang

Jürgen Stichenwirth wurde 1968 in Wien geboren. Die ersten 20 Jahre seines Lebens verbrachte er in Washington D.C., wo er an der Deutschen Schule Washington sein Abitur machte. Er war mehr als 20 Jahre in globalen Firmen und Banken tätig, und hat in über 50 Ländern auf allen Kontinenten Verkaufs- und Verhandlungserfolge erzielt. Er ist Spezialist für internationale Verkaufs-, Verhandlungs- und Präsentationstechniken, mit einem Fokus auf der Rhetorik und der Körpersprache des Einzelnen.

6. Mai 2022 von Tatjana Lackner, MBA

Körpersprache besteht nicht nur aus dem Blickkontakt, der Haltung, dem Gang oder der Mimik eines Menschen. Zur olfaktorischen und damit nonverbalen Kommunikation gehört auch unser Duft. Egal, ob Eau de Toilette oder Parfüm – Gerüche lösen im Hirn Reaktionen aus und wir speichern sie gemeinsam mit Erinnerungen ab. Assoziationen aus der Kindheit legen Erlebtes offen. Dabei unterscheiden sich die Zuordnungen ob etwas wohltuend, ungut oder angenehm ist, von Person zu Person. Für mich beispielsweise riechen blühende Holunderbüsche nach Kindheit. Meine Tochter verbindet damit vor allem ihre Allergie und meinen Mann erinnert dieser Duft gar an ein Urinal.  

Ich habe mich im “Internationalen Parfum-Museum“ in Grasse bei den französischen “Nasen” mal umgesehen. Auf 3.500 Quadratmetern bietet sich dem schnüffelnden Besucher eine lustvolle olfaktorische Reise. Wie riechen Kokain und Heroin? Wie Opium? Und wo wächst das von mir heißgeliebte Süßgras “Vetiver”? 

Mein eigenes Parfum “Juniper Sling” riecht übrigens sanft nach London Dry Gin und stammt aus der exquisiten Penhaligon’s Serie. Auch darin findet sich ein Hauch von “Vetiver”. Gefühlte hundert Mal wurde ich schon auf diesen besonderen Duft angesprochen und ich liebe die Komposition bestehend aus Wacholder, schwarzem Pfeffer, Zimt und Orangenbrand, braunem Zucker und Kardamom nach so vielen Jahren immer noch. Wahrscheinlich liegt der Zauber am olfaktorisch gelungen abgemischten Akkord aus Kopf-, Herz und Basisnote. Die Kopfnote ist für die unmittelbare Entfaltung beim Aufsprühen zuständig. Sie verflüchtigt sich nach 15 Minuten und die Herznote übernimmt. Sie bildet den sogenannten Duftkörper. Sie ist es auch die darüber entscheidet, wie andere den Duft wahrnehmen. Wohingegen die Basisnote das Zusammenspiel aus Aromen und Haut organisiert. Alter, pH-Wert der Haut, Ernährung, ja selbst der Hormonstatus spielt bei der Duftentwicklung eines Menschen eine Rolle. In der Basisnote finden sich oft würzig-holzige Aromen. Ich selbst kenne das Gefühl wenn meine Tochter einen tollen Duft ausprobiert, der bei mir völlig anders riecht und mich nicht mehr überzeugt. Auch dafür ist die Basisnote verantwortlich. Sie ist die Individualistin unter den drei Duftnoten. 

Den Tipp für “Juniper Sling” erhielt ich von einem eleganten und vielreisenden männlichen Kunden, dem ich vor Jahren mein Leid darüber klagte, dass mein damaliges Eau de Toilette “Bogner Man Classic” plötzlich eingestellt wurde. Ich gehöre von jeher zu den Frauen, denen Damendüfte tendenziell zu süß riechen und die sich lieber mit raffinierten Herrendüften umgeben – wieder der Basisnote wegen.  

Im Frühsommer liegen in Südfrankreich so viele geniale Düfte in der Luft. In eigenen Gärten wachsen die Blüten, die darauf warten, aufwendig extrahiert zu werden. Rosen, Mimosen, Orangen und Zitrusfrüchte haben den reizenden Ort Grasse berühmt gemacht. Die Literatur half zusätzlich nach. Patrick Süskind hat mit seinem Roman “Das Parfüm” weltweit Furore gemacht. Die bekannte Geschichte des Frauenmörders, der Düfte sammelt, spielt ebenfalls in Grasse. Drei weitere Namen sind mit der Gegend südwestlich von Nizza verbunden: “Fragonard”, „Molinard” und „Galimard”. 

Im Mittelalter ging es vor allem darum, die stinkenden Handschuhe und ihren üblen Geruch von gegerbter Tierhaut zu übertünchen; dann wurde aus der Not eine Tugend und schließlich eine Kunst. Gerber Galimard kam angeblich als erster auf die Idee, die Lederhandschuhe der Damen in ein Blütenbad zu legen. Das machte Schule und man übertrumpfte sich schon bald mit cleveren Kombinationen aus Lavendel, Orangen und anderen Blüten aus den Duftgärten. 

Vieles lernt man hier über die Destillation von ätherischen Ölen. Wie wird der Duft der Rosen konserviert? Warum bezog Stilikone Madame Coco den teuren Jasmin für ihr legendäres Chanel Nr. 5 ausgerechnet aus Grasse? 

Besuchern werden Workshops zur Parfümherstellung angeboten und im „Atelier de Tarinologie“ bei Molinard kann man sich sogar sein eigenes Parfüm zusammenstellen lassen. 

Die nonverbale Kommunikation erzählt bei “Fragrance Marke 08/15” aus dem Drogeriemarkt eine gänzlich andere Geschichte als beim persönlichen Parfüm aus dem eigenen Flakon. Ist jemand olfaktorischer Mainstream, Billigduftie oder Anhänger einer eher exklusiven Duftkomposition? Geld stinkt eben nicht – es hat meist sogar einen durchaus exquisiten Duft. Egal ob in der luxuriösen Automobilbranche, in der Hotellerie, in Einkaufszentren oder in der Haute Cuisine – überall sind ganze Heerscharen von Geruchsspezialisten damit beschäftigt, unsere Nasen zu erfreuen. An die Fähigkeit etwas mit der Nase wahrzunehmen, erinnern uns sogar Redewendungen: “Herr Maier hatte ein Näschen für das Geschäft” bedeutet, er konnte etwas voraussehen oder eine Geschäftsentwicklung erahnen. “Ich habe die Nase voll von Deinem Gemeckere!” oder “Ich kann ihn im Augenblick nicht riechen” – in beiden Fällen droht “dicke Luft”. Wenn etwas “anrüchig” ist, dann ist es wohl dubios oder zweifelhaft. Wenn etwas “zum Himmel stinkt”, dann ist etwas faul an der Sache und man sollte lieber “verduften”. 

Fazit: Die nonverbale Kommunikation umfasst auch, wie sich jemand olfaktorisch präsentiert. Denn manchmal hätten wir auf den ersten Blick an einem Fremden gar nichts auszusetzen, wäre sein Rasierwasser oder ihr Parfüm nicht so aufdringlich, süß oder schwer. 

Gerade in einem Land mit Jahreszeiten tragen viele einen Winterduft und ein Sommerparfüm. Das Problem: Im nächsten Winter ist dieser Duft möglicherweise gekippt. Selbst die teuersten Öle können mit der Zeit ranzig werden, die Farbe und die Basisnote verändern sich. Sobald die Flüssigkeit dunkler aussieht, ist Vorsicht geboten. Das ist einer der Gründe, warum es im Parfümmuseum in Grasse eher dunkel zugeht: Auch unsere Flakons sollten vor Licht und Hitze geschützt werden, um länger zu halten. Und wer weiß, vielleicht hatte Heinrich Heine recht: “Düfte sind die Gefühle der Blumen”. 

Themen: AssoziationenDuftParfum-MuseumolfaktorischNonverbale Kommunikation
3. Mai 2022 von Tatjana Lackner, MBA
In diesem Special werden Hörerfragen rund um Inspiration und neue Denkpfade beantwortet. Wodurch helfen uns Tagebucheinträge beim Formulieren? Viele von Tatjanas Empfehlungen lassen sich leicht in den Alltag integrieren. Wer regelmäßig geistig durchlüftet, der braucht dafür "Ich"-Zeit.
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2. Mai 2022 von Tatjana Lackner, MBA

Immer geht es ums Geld. Das ist auch bei Boris Becker so. Tatjana im Interview mit Paul Buchacher. Tune in:

SoundCloud: Mai 2022