Tatjana’s Blog

2. August 2021 von Tatjana Lackner, MBA
Wie ein außergewöhnliches Ereignis am Aktienmarkt mir, einem "börsianischen Total-Analphabeten", ein neues Fenster zur Welt eröffnet hat. Gesprochen von: Christoph Hackenberg
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30. Juli 2021 von Tatjana Lackner, MBA

Abkürzungen & ihre Gefahren

Was sind Abbreviaturen?

Nachdem es bald so viele Abkürzungen (Abbreviaturen) gibt wie Worte selbst, wird es immer wichtiger, den dazugehörenden Themenraum genau zu kennen. Menschen verschiedener Berufe haben unterschiedliche Assoziationen zu ein und demselben Begriff. CD heißt für den Musiker „Compact Disc“, der Grafiker würde sich eher Gedanken machen über das „Corporate Design“. Der Finanzer in der Runde denkt hingegen über das „Certificate of Deposit“ nach.

Die einfache Abkürzung OG würde im abendlichen Freundeskreis für noch mehr Verwirrung sorgen: Paul, der Immobilienmakler, versteht darunter „Obergeschoss“, sein Freund Kurt, der Jurist, muss schon im eigenen Berufsjargon unterscheiden – geht es nun ums „Obergericht“, die „Offene Gesellschaft“ oder doch um das „Opiumgesetz“. Hermann ist Führungskraft beim Militär und hat seine liebe Mühe aus dem Gesprächskontext zu erkennen: steht OG hier für „Obergefreiter“, „Ortsgruppe“, „Obergrenze“, „Organigramm“ oder geht es um das Antioxidationsmittel „Octygallat“ – alle 5 Begriffe werden in der Fachliteratur schließlich mit OG abgekürzt.

Auch bei der Verwendung der Abkürzung GV kann es knifflig werden. Der Zusammenhang hilft hoffentlich unterscheiden zu können zwischen: „Grüner Veltliner“, „Geschlechtsverkehr“, „Gesellschafterversammlung“, „Gigavolt“, „Gesamtverzeichnis“, „Gebäudeversicherung“, „Generalversammlung“ oder „Güterverkehr“.

Ihre TL 🙂

PS: Nicht: „Teamleiter“, „Turbolader“, „Teelöffel“, „Traglast“, „Taschenlampe“, …sondern: Tatjana Lackner

CEO & Co 

Im Zuge der Globalisierung werden die US-amerikanischen Begriffe für die erste Führungsebene (C-Level) immer beliebter. Doch was bedeuten sie? Im neuen Ben Schott „Sammelsurium Geld und Wirtschaft“ wird man schlauer. CEO und CFO kennen die meisten, aber wer sind die anderen? Doppelnennungen erschweren die Zuordnung und bezeichnen häufig völlig unterschiedliche Funktionen.

C … bedeutet immer Vorstand für:

CAO … Chief Administrative Officer (administrative Leitung), aber auch: Chief Analyst Officer (Datenauswertung)

CLO … Chief Learning Officer (Personalentwicklung)

CRO … Chief Risk Officer (Risikomanagement), aber auch: Chief Research Officer (Forschung)

CSO … Chief Scientific Officer (Forschung), aber auch: Chief Sales Officer (Vertrieb)

CCO … Chief Customer Officer (Kundenangelegenheiten), aber auch: Chief Communication Officer (Kommunikation)

CIO … Chief Investment Officer (Investitionsgeschäfte), aber auch: Chief Information Officer (Informationstechnik)

29. Juli 2021 von Tatjana Lackner, MBA
Sprachspeck hat sich über die Jahrzehnte angesammelt. So wie bei jeder tiefgreifenden Veränderung steht ganz am Anfang die Motivation, etwas verbessern zu wollen. Dann, mit Disziplin und ständiger Übung, können messbare Etappenziele erreicht werden. Vergleichbar mit dem mühsamen und fordernden Weg der Gewichtsreduktion. Dafür lohnt es sich. Denn: Die Sprache bleibt der unmittelbarste Ausdruck unserer Persönlichkeit!
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Ben Seegert
23. Juli 2021 von Tatjana Lackner, MBA

Podcast: Richtig atmen!

Immer wieder gab es in den letzten Jahren Rückfragen zu guten Atemübungen, die man angeleitet und doch selbständig zuhause machen kann. Mit Christoph Habegger war ich schon vor Jahren im Tonstudio und gemeinsam haben wir für die Schule des Sprechens diese Übungen zusammengestellt. Christoph ist hörbar Schweizer und DIE Koryphäe in Sachen Atemtechnik. Er selbst hat acht Jahre lang an unserem Haus unterrichtet und trainiert heute in Europa und Japan:

  1. Bodyscan
  2. Die Ruheatmung
  3. Die Atemräumen
  4. Die Tiefatmung
  5. Atmen durch die Füsse
  6. Die Atemwelle
  7. Die paradoxe Atmung
  8. Die Atemsäule
  9. Die mühelose Aufrichtung

Viel Freude beim richtigen Atmen!

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Themen: Tatjana LacknerTiefatmungAtemtechnikDIE SCHULE DES SPRECHENSAtem ist LebenChristoph HabeggerAtemtonusAtemübungen
22. Juli 2021 von Tatjana Lackner, MBA
In die Ich-Falle tappen all jene, die sich entweder zu viel oder viel zu wenig mit ihrer Persönlichkeit auseinandersetzen. Zeit ist dabei der entscheidende Faktor. Zu viel Zeit führt aber auch in die Ich-Falle. Menschen, die sich im Netz der Selbstreflexion so verheddern, dass sie zu Spezialisten und Verkäufern ihrer eigenen Probleme werden, verlieren Zuhörer. Es hat keinen Sinn, bestimmte Lieblingsprobleme zu sammeln und als Existenznachweis parat zu haben.
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19. Juli 2021 von Tatjana Lackner, MBA
Adriano Celentano und Pasta asciutta – zwei Klassiker. Aber wie werden sie ausgesprochen? Sophia Dessl, Redakteurin und Moderatorin bei Radio Arabella Oberösterreich, erklärt eine der wichtigsten Ausspracheregeln des Italienischen, mit der Sie sich in Zukunft beim Bestellen von Pizza oder beim Anmoderieren von italienischen Songs deutlich sicherer fühlen werden. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Akzentfreiheit, aber definitiv praktisch für den Sommer.
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Johannes Petautschnig

Seit Johannes denken kann, spielt Stimme für ihn eine wichtige Rolle in seinem Leben. Im Alter von 14 Jahren begann er Gesangsunterricht zu nehmen, nach dem Gymnasium fokussierte er sich auf Schauspiel und Theater. Seitdem ist Johannes regelmäßig als Schauspieler in der freien Theaterszene auf der Bühne zu sehen. Auch als Moderator bei diversen Veranstaltungen ist er immer wieder mit am Start. Um sich sprechtechnisch weiterzuentwickeln entschied er sich für die Ausbildung zum Diplomsprecher, die er im Juni 2021 mit ausgezeichnetem Erfolg abschloss. Schon während der Unterrichtszeit an DER SCHULE DES SPRECHENS in Wien wurde er für Sprecheraufträge gebucht und übt seitdem diesen Beruf mit Herz und Leidenschaft aus.

16. Juli 2021 von Tatjana Lackner, MBA

Rhetorisch betrachtet:

Europa steht in der Schuld der Griechen

Was die Schule des Sprechens heute ist, war Apollonius Molons Rednerschule im 1. Jahrhundert vor Christus – die erste Adresse für Rhetorik.
Tatjana ist auch in diesem Sommer wieder auf Rhodos zum einen um mit Ihrer Familie den jährlichen Surfurlaub zu genießen und zum anderen um auf den Spuren ihrer beruflichen Vorfahren zu wandeln. In Rhodos Stadt gründete der antike Anwalt Molon seine Rednerschule und hatte klingende Referenzen. Darunter Cicero und Cäsar.

Es war die Zeit in der viele vom „asianischen“ Redestil beeinflusst waren: lange Sätze, Verschachtelungen, Redeschnörkel und Manierismen ohne Ende. Aus Kleinasien stammte damals diese vorübergehende Mode in der Sprachkunst. Wer im Lateinunterricht Texte übersetzen musste kann ein Lied davon singen.

Apollonius konnte diesen Schwulst nicht leiden. Er hingegen war ein Verfechter des klaren Wortes. Nichts hielt er von unnötigen Füllwörtern die komplizierte Gedankengänge weiter aufschwemmten und die Botschaft unerkennbar in Watte packten.
Der erfolgreiche Rhetor hätte Tatjanas Buch: „Rede-Diät“ schon alleine des Titels und noch mehr der Aussage wegen geliebt. Der 25-jährige Cäsar war bei ihm in Ausbildung. – Ebenfalls ein scharfer Denker und guter Student. Bis heute wird die Drei-Wort-Botschaft: „Veni, Vidi, Vici“ zitiert. Sogar in der schnellsten Kommunikation – in der heutigen Werbung – findet ein Satz aus dem 1. Jahrhundert vor Christus Verwendung. „Veni, vidi, visa“ hieß der Slogan des Kreditkartenanbieters. Auch die Meldung mit dem geworfenen Würfel ist von bestechender Klarheit: „Alea iacta est!“ – Cäsars oft falsch zitierter Spruch am Fluss Rubicon, da war er schon 51 Jahre alt.

Fazit: Tatjana genießt das rhodische Zentrum, das schon vor der christlichen Zeitwende aufhorchen ließ mit innovativer Philosophie und brillanter Rhetorik.

Viele Promis ließen sich hier verbal trainieren: Cassius, Cato, Brutus, Pompeius oder Lukrez.

Themen: CiceroApollonius Molonasiatischer RedestilBrutusCäsarCassiusLukrezPompeiusRhodosSurfurlaub
13. Juli 2021 von Tatjana Lackner, MBA

Gerne war ich wieder Podcastgast bei Paul Peter Buchacher

SoundCloud: Juli 2021