DIE Rhetorik ist weiblich

6. März 2024 von Tatjana Lackner, MBA

Weltfrauentag 8. März: Die Rhetorik ist weiblich!

In den Führungsetagen und politischen Gremien regiert noch das Testosteron. Dabei leben alleine in der EU 260 Millionen Frauen. Die Rhetorik ist weiblich – Die Zukunft auch. Schließlich besetzen Frauen die wichtigsten Lebensthemen und das in allen Ländern. Wir entscheiden im Kleinen: Wann wird geheiratet? Wann kommen Kinder ins Haus? Wo wollen wir wohnen? Welche Schulen kommen in Frage? Und wir leben auch länger.

Dennoch: Die verbale Themenführerschaft haben Frauen bei den großen Fragestellungen noch nicht. Einer der Gründe mag sein, dass Frauen gelegentlich Gespräche unnötig verkomplizieren. Deshalb: Lieber verkaufen wir unsere Ideen und Lösungen anstatt Vorbehalte und Probleme!

MALE is BOSS? FEMALE = bossy? Als Co-Autorin der gerade erschienenen „Alpha-DNA: Die Zukunft ist weiblich“ ist es mir ein besonderes Anliegen karriereorientierte Frauen dabei zu unterstützen in der Führungsrolle eine gute Figur zu machen.

Hier die wichtigsten Tipps auf YouTube:

Sobald Frauen im Business mit Führungsaufgaben betraut werden, müssen sie flott zeigen, dass sie mit ganz unterschiedlichen Charakteren umgehen können – egal, ob die nun männlich oder weiblich sind. Niemand soll dabei von der Businesslady zur Killerqueen werden. Gerade als weibliche Vorgesetzte ist es wichtig das Gesicht UND die Sympathiepunkte zu behalten. DIE weibliche Kommunikation gehört zu den nachgefragten Zukunfts-Skills 2030.

Experten-Tipps: 11x besser sprechen! 

  1. Mach hörbar Punkte – geh am Ende eines Satzes mit der Stimme runter und zeig damit, dass Dein Gedanke abgeschlossen ist!
  2. Hab Mut zur Pause! Diese Zäsuren geben Deinen Sätzen Struktur und verleihen Deinem Gesagten, an den richtigen Stellen verwendet, Nachdruck!
  3. Liefere Begründungen, keine Befindlichkeiten! „Verkaufe“ lieber Ideen und Lösungen, keine Probleme oder Vorbehalte. Verkompliziere Situationen nicht, sondern halte Gespräche kurz und zeige Dich kooperativ.
  4. Überprüfe, welche relativierenden Füllworte („irgendwie“, „manchmal“, „ein bisserl“, „eigentlich“, …) für Dich typisch sind.
  5. Wiederhole Dich nicht, die erste Formulierung muss sitzen!
  6. Kümmer Dich um den Wohlklang Deiner Stimme und beginne nicht zu hoch oder zu leise.
  7. Spare mit Worten, nicht mit Sympathie-fördernden Gesten!
  8. Rechtfertige Dich nicht bei Killerphrasen und unfairen Untergriffen, sondern stelle besser Fragen! Statt „nein oder ja aber, …“ lieber ein freundliches „Worum geht es konkret?“
  9. Sprich aus der Sicht Ihres Gesprächspartners und nicht vom eigenen Nabel weg. Anstelle von: „Ich finde/ mir ist wichtig/ ich hätte gerne …“ Besser: …“ „Das garantiert Ihnen …“, „Können Sie nachvollziehen, dass …?“, „Damit vermeiden Sie …“.
  10. Sei aufmerksam und kümmer Dich um gemeinsame Nenner und Schnittpunktthemen in der Kommunikation.
  11. Halte nach einem Gespräch noch einmal fest, was konkret vereinbart wurde. Das kannst Du mündlich machen und in wichtigen Fällen auch via Mail in kurzen Sätzen.
Themen: Killerphrasengemeinsame NennerKillerqueenPausenrelativierenden Füllworte
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