Geschenke sind Kommunikation

20. August 2021 von Tatjana Lackner, MBA

Geschenke sprechen Bände 

Auch Geschenke sind Kommunikation. Wir unterscheiden zwischen Souvenir, Mitbringsel, einer nett gemeinten Geste für die Einladung bei den Nachbarn zum Essen und einem hochwertigen Präsent. 

Nicht immer muss ein wertvolles Geschenk ins Geld laufen. Vielmehr geht es darum, dass sich der Beschenkte wirklich von uns gelesen und in seinen Wünschen erkannt fühlt. Die selbst gebastelten, gekochten oder gebackenen Geschenke fallen meistens nur unter kleine Aufmerksamkeiten – außer es handelt sich um die ganz große Hochzeitstorte oder einen aufwändig kreierten Geburtstagsmotivkuchen. “Schau, was ich Dir mitgebracht habe. Wir hatten so viele Nüsse und Ringlotten im Garten. Du magst das eh, gel?” In jedem Fall sollten wir sicher sein, dass der selbstgemachte Nusslikör oder die Ringlotten Marmelade von Tante Herta auch nachgefragt und willkommen sind und vor allem gesundheitlich vertragen werden. 

Ein Geschenk sagt schließlich eine Menge über uns und das Verhältnis zum Jubilar aus. “Jö, ein Bademantel. Dabei habe ich doch erst letzte Weihnachten einen neuen bekommen!” “Ja, Oma – ich habe das Schild dran gelassen. Du kannst alles umtauschen!” 

In vielen Beziehungen hat das falsche Geschenk schon mal zur Enttäuschung geführt, weil es vielleicht zu praktisch war und zu wenig beziehungsbindend oder kaum persönlich. “Ich habe mir zum dritten Hochzeitstag keinen Staubsauger-Roboter mit Wischfunktion gewünscht, Heinz!” 

Freude schenken, aber wie? 

Die Art, wie und was wir zum Geburtstag, zu Ostern, dem Jahrestag, etc. überreichen, spricht Bände und gibt eine Menge über uns preis: Stilsicherheit, Geschmack, das Verhältnis zum Beschenkten, unser Budget und was uns der andere in Wahrheit wert ist. 

Gelungene Geschenke brauchen: 

  • gedankliche Vorbereitung 
  • finanziellen oder zeitlichen Aufwand 
  • eine hübsche Verpackung 
  • einen liebevollen persönlichen Bezug 
  • klare Aussage, die mit dem Geschenk verbunden ist 

Doch was schenkt man einem Menschen, der sich selbst ohnehin alles leisten kann? 

Wenn der Podcast-Biograf läutet … 

… entsteht beispielsweise eine klangvolle Talking Biography – das persönlichste Geschenk. Unser Leben als Gesprächsbiografie. Dafür muss nicht zwingend Weihnachten sein. Vielleicht steht der Pensionsantritt eines lieben Mitarbeiters vor der Türe oder die Geburt des ersten Enkelkindes.  

Der wohltuende Blick zurück 

Man lehnt sich zurück und lässt sich im Podcast-Interview Frage für Frage leiten und auf dem eigenen Lebensweg, wie beispielsweise: Wo waren wir als Kind am glücklichsten? Wann haben wir Geschichte miterlebt? 

„Zurückblicken“ hat viel mit seelischer Reinigung und Orientierung zu tun. Im Zuge eines Lebens drehen wir uns immer wieder um. Das tut uns manchmal richtig gut. Wir haben schließlich alle auch schwere Zeiten hinter uns gebracht. Wie von einem Gipfel ins Tal blickend, so sehen wir tief unten den Weg, der sich zu uns herauf schlängelt. Tausende Schritte mussten wir gehen und mit hunderten Menschen Worte wechseln. 

Der professionelle Rückblick bietet eine völlig neue Qualität: Wir erleben unser Leben, wie eine Dokumentation. Im Gespräch mit einem Podcast-Biografen (m/w) wird die persönliche Lebensgestaltung herausgearbeitet. Wer bin ich eigentlich? Von wo aus bin ich gestartet? Wie wurde ich erzogen? Was hat mich geprägt? Was wird wohl von mir bleiben? Podcast-Biograf:innen fangen dabei berührende, witzige und gescheite Momente ein. Liebevoll werden durch die Methode des “Memoiren-Profilings” persönliche Anekdoten, wichtige Begegnungen und nennenswerte Wendepunkte gesammelt. Man fühlt sich fast wie ein Zeitzeuge auf der eigenen biografischen Dokumentationsreise. Die Talking Biographies sind nicht zu verwechseln mit einem Fotoalbum oder schriftlichen Memoiren. Man bekommt viel mehr – und das vertont!  

Lieblingsrezepte finden sich darin vielleicht ebenso wie einige Zeilen, die aus einem handgeschriebenen Liebesbrief vorgelesen werden. Manche sprechen über ihren Familien-Stammbaum, während sie alte Fotos durchblättern und so jüngeren Familienmitgliedern wertvolle Informationen weiterreichen. Jede “Talking Biography” ist wie ein Schatz und völlig anders als die andere. Vielleicht hat jemand noch seinen ersten Gehaltszettel aufgehoben, ein anderer eine Konzertkarte aus alten Tagen als Andenken an einen unvergesslichen Abend mit der Jugendliebe. Das Memoiren-Profiling wird an DER SCHULE DES SPRECHENS nachgefragt und gehört zur Kategorie der personalisierten Geschenke. Damit eignet es sich für große runde Geburtstage oder andere Jubiläen. 

Die Stimme als Geschenk 

Eltern, die sich beim Schenken Mühe geben und dem Fortpflanz vorleben, welche Gedanken man sich im Vorfeld macht, werden die Früchte ihrer Bemühungen hoffentlich eines Tages selbst ernten können. Wer Kinder jedoch mit Geldgeschenken, Kontoüberweisungen und Gutscheinen abspeist, der darf sich nicht wundern, wenn es am Muttertag dann umgekehrt wenig kreativ bzw. liebloser zugeht. Wenn nämlich das Kind nur gelernt hat “irgendwas” zu schenken, dann wird es das auch als Erwachsener so handhaben. 

Wie wäre es deshalb für die Kleinsten statt der Toniebox mal mit etwas Selbstgelesenem? Dank Kindergarten und Volksschule basteln unsere Kiddies für uns, und wir …? Wir kaufen! 
Sprechen Sie für Ihren Liebling die schönsten Geschichten oder Witze in Form eines Podcast auf! Kinder mögen es, wenn sie ihren eigenen Vornamen hören. Je persönlicher sie angesprochen werden, umso begeisterter sind sie. Diesen individuellen Bezug wird eine professionell abgemischte Märchen-CD aus dem Kaufhaus nie erreichen. 

Sprechende Fotoalben 

Genauso verhält es sich mit selbstvertonten Fotoalben. Kinder lieben die alten Geschichten rund um ihr Älterwerden und können sie gar nicht oft genug hören. Kaum blättert man die Seite um, schon hört man eine neue Anekdote aus der eigenen Kindheit passend zu den eingeklebten Fotos: “… und hier sitzt Du grinsend auf einem Esel. Der Ausflug in den Nationalparkt hat damals mit starkem Regen geendet, weißt Du das noch …?”  

Mama, geh’ aus und lass mir Deine Stimme da! 

Was tröstet die Kleinen, wenn wir abends nicht zu Hause sind, um ihnen vorlesen zu können? Am besten die Babysitterin spielt selbst besprochene Files von Mama, Papa oder der Omi ab und das Kind lauscht den vertrauten Stimmen. 

Fazit: Schenken bleibt immer eine persönliche Angelegenheit –egal in welchem Alter. Mit Podcasts lassen sich tolle Geschenke zaubern. Bei Talking Biographies helfen uns die Profisprecher, bei den eigenen Kindern sollten wir selbst ans Mikrofon. Anlassbezogen stellen wir beim Schenken immer den Jubilar ins Zentrum unserer gedanklichen Vorbereitungen. 

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