I’m a drone pilot!

I’m a drone pilot!

Meine männliche Honigbiene dröhnt ganz ordentlich. Sie verdankt ihren Namen der Queen Bee, die im Januar 1932 als erstes unbemanntes Flugzeug der Royal Airforce in Massenproduktion ging.

Ich konnte früher den Modelbaufliegern maximal ein müdes Lächeln abgewinnen. Meine Überzeugung war stets: Entweder Du stehst auf Aviation – dann gehst Du selbst in die Luft und lernst fliegen – oder Du lässt es eben.

Mittlerweile bin ich seit Anfang des Jahres selbst Drohnenpilotin. Die Co2 Emissionen sind im Vergleich zum Flugsport mini und meine “Tatzenhero 1” ebenfalls.

Dronie statt Selfie

Was die Drohnen jedoch von ferngesteuerten Modelbaufliegern unterscheidet, sind die genialen Filmchen und Luftfotos die sie uns liefert. Selfie war gestern. Heute macht man Dronies. Mit den kleinen Fluggeräten wird die Selbstinszenierung bombastisch und endlich erlebt man Menschen wieder aus erfrischend anderen Winkeln.

„Gestatten, Tatzenhero!“

Zu Weihnachten 2019 habe ich von den Kindern in Westaustralien eine DJI Spark geschenkt bekommen. Das ist schon eine der besseren Mini- Drohnen. Mein größtes Problem war zu Beginn das Ding zu kalibrieren. Mit österreichischem Handy im westaustralischen W-Lan – gar nicht so einfach. Dafür ist im riesigen Kontinent Down Under für Drohnenpiloten deutlich mehr erlaubt, als im kleinen verbauten Österreich.

Die Fotos sind immer butterweich und dank 12 Megapixel erstaunlich gut. Auch die Videoqualität hat mich erstaunt und das Schnittprogramm der DJI ist recht easy in der Anwendung.

Bullshitbingo der Copter

Wie überall, so erkennt man auch Drohnenpiloten und ihre Zuschauer an klassischen Bullshit-Bingo-Sätzen: “Ich muss landen, der Akku ist leer!”, “Ist die Drohne versichert?” oder “Kann die auch rückwärts fliegen?”

Was mich bei der Drohnen-Fotografie begeistert ist, dass viele Sichtbeeinträchtigungen durch den höheren Aufnahmepunkt wegfallen. Fein ist neue Betrachtungswinkel zu erobern. Das gestaltet ein old school Fotoalbum ebenso abwechslungsreich, wie eine digitale Diashow. Denn: Vom Boden aus haben wir jedes berühmte Gebäude ohnehin schon x-mal und von allen Seiten belichtet gesehen.

Der Akku nervt

Der größte Vorteil ist jedoch, dass meine 300 Gramm-DJI-Spark in Felsschluchten fliegt oder sich unter Brücken durchschlängelt und an Plätze hoch oben hinreicht, zu denen ich selbst nie mit 50km/h vordringen könnte. Was allerdings noch völlig in den Kinderschuhen steckt ist die Akkulaufzeit. Nur 15 Minuten hält eine Ladung und das wird knapp, wenn man sie bei wenig Wind mal schnell in 4.000 Meter Höhe schicken will.