Jugendwort des Jahres 2020

Jugendwort des Jahres 2020

Aus der Langenscheidt-Redaktion konnte man dieser Tage erfahren, dass sich in Deutschland “Lost” gegen “Cringe” und “Wild” durchgesetzt hat: “62 Tage lang haben wir die Vorschläge für das Jugendwort des Jahres 2020 gesammelt, rund eine Million haben wir davon erhalten.”

Viele können sich noch an den Film “Lost in Translation” erinnern. 2003 zeigte uns ein völlig verlorener Bill Murray, was es heißt sich in einer fremden Kultur nicht zurecht zu finden. Er irrte durch die Straßen Tokios und die Japaner waren für ihn ein spanisches Dorf. Bis heute steht das englische Wort “lost” für ahnungslos und ohne Plan sein.

Nachvollziehbar ist auch, warum ausgerechnet 2020 dieses Wort eine neue Bedeutung bekam. Durch die Corona-Pandemie waren viele Länder wochenweise “lost”.

Wort des Jahres 2020 in Österreich

Beinahe niedlich mutet der “Babyelefant” an als Gewinner um das Wort des Jahres 2020 in der rot-weiß-roten Republik. Das süße Rüsseltier sollte uns mahnen Abstand zu halten, was vielerorts sowohl im ersten als auch im zweiten Lockdown reine Wunschvorstellung blieb. Unwort des Jahres wurde – beziehungsvoller Weise – die “Coronaparty”. Unser Finanzminister kam ebenfalls zu fragwürdigen Ehren:

“Verblümeln” landete auf dem dritten Platz. Die Tageszeitung “Die Presse” klärte auf, dass es sich laut Jury um ein „ironisches Wortspiel handelte, bei dem mit dem Namen des derzeitigen Finanzministers Gernot Blümel ‚beschönigen‘, ‚idealisieren‘, ‚für dumm verkaufen‘, aber auch ‚beim Budget verrechnen'“ gemeint ist”.