Lamas und Alpakas nicht nur in Bolivien

Freizeit-Tipp: Alpakahof

Erst spät in meinem Leben hab ich mein Vaterland Bolivien besucht. Sofort habe ich mich dort in die flauschigen Fluchttiere, die Alpakas, verliebt. Die Sehnsucht trieb mich deshalb dieser Tage zu einem hiesigen Alpakahof. Gerne hab ich für unsere Newsletter-Redaktion recherchiert und das herausgefunden:

Lamas und Alpakas gehören zur Abstammung der Neuweltkameliden. Beide Tierarten wurden von den Inkas domestiziert und haben unterschiedliche Aufgaben. Alpakas werden zur Fasergewinnung gehalten und dienen den Inkas auch zur Fleischgewinnung. Lamas sind Lastentiere und ungefähr doppelt so groß wie Alpakas.

Alpaka-Haltung

Alpakas sind Herdentiere genau wie Lamas. Mindestens 3 Tiere müssen zusammen gehalten werden. Einzelhaltung fällt unter Tierquälerei und löst Verhaltensstörungen aus. Gesetzlich vorgeschrieben sind 1000m² Weidefläche für die ersten 2 Tiere und je 100m² mehr für jedes weitere Tier. Da die flauschigen Wanderbegleiter sanfte Wesen sind, eignen sie sich auch gut als Therapietiere. Sie werden bei guter Haltung 25 Jahre alt, bekommen ein Fohlen pro Jahr und sind 11 Monate lang trächtig. Die Kamelverwandten spucken nur in der Herde, nicht auf Menschen.

Weiche Wolle

Im Gegensatz zu den Lamas ist ihre Wolle deutlich teurer und flauschiger. Die Alpakafaser überzeugt nicht nur durch ihre Feinheit, die der Kaschmirwolle gleich kommt. Es gibt sie in 22 Farben mit bis zu 60 Schattierungen. Die Faser ist hohl, somit sehr leicht und sie wirkt thermisch. Selbst für Allergiker ist Alpakawolle geeignet, da sie kein Lanolin enthält. Zudem ist sie schwer entflammbar, wasserabweisend und produziert fast kein Pilling (Fuseln).