Mein “TIER” in Wien

Mein TIER in Wien 

Vieles hat sich in Wien in den letzten 30 Jahren verändert. Als ich 1989 in die Stadt kam, da roch es noch in manchen Ecken nach Kommunismus. Zu mindestens wirkte das “Capital der Alpenrepublik” damals provinziell im internationalen Vergleich. Das hat sich gründlich geändert! 

Mittlerweile leben wir in einer internationalen und dennoch sicheren Stadt, die ihre Vielfalt durch witzige urbane Grätzel präsentiert und coole Ideen mutig umsetzt. 

Egal, ob das die öffentlichen Luftbefeuchter auf der Mariahilfer Straße sind, unter denen Passanten im Sprühnebel an Tropensommertagen Abkühlung suchen oder begrünte Häuserfassaden, die nachweislich besser kühlen und deren Prinzip auch für Haltestellen übernommen wird. 

Micromobilität mit 25 km/h 

Zudem gibt es jede Menge fahrenden Untersatz via Apps zu mieten: City Bikes, E-Scooter Sharing von “Bird”, “Lime” & “Tier” oder E-Bikes wie beispielsweise “Wheels Wien” um nur einige zu nennen. 

Diese neue Form der Mikromobilität reduziert CO2 Emissionen, aber auch Staus. Ich liebe es mit dem E-Scooter unterwegs zu sein. Obgleich die rechtliche Situation noch im Argen liegt, denn auf dem Gehsteig darf man nicht fahren und jeder fünfte Radfahrer erklärt mir, dass der Radweg ebenfalls tabu sei. Auf der Straße traue ich mich jedoch nicht zu rollern. So völlig ungeschützt und dabei den Taxi- & Uber Fahrern ausgeliefert. Jüngst hat mir ein Veganer den Floh ins Ohr gesetzt, dass sich Fleischesser grundsätzlich aggressiver im Straßenverkehr verhalten würden als Gemüseverwerter. Der Grund seien die konsumierten Stresshormone von Schlachtungsprozessen, die wir ebenfalls aufnehmen. Keine Ahnung, ob das stimmt. Auf der Landkarte sieht Österreich jedoch fast aus, wie ein Schnitzel und ist für ebensolches berühmt. 

Car Sharing für Städter only 

Seit 2019 fusionierten Car2Go und Drive Now – unter der App “Share Now”, bündeln sie nun ihre Dienste. Hier lassen sich BMW, Mini und Mercedes-Benz direkt vom Smartphone buchen. Aktuell kann man damit bis zu 100 km weit fahren, jedoch nicht über die Landesgrenze. 

Fazit: Scooter verbessern bei Autofahrern zwar nicht gerade die Laune, aber dafür in der Stadt die Luft. Nicht, dass das in Wien nötig wäre. Unsere Luftwerte sind grundsolide. Im Vergleich zu München beispielsweise liegt unsere grüne Lunge außerhalb der Stadt. Das hat klare Vorteile: Der Wienerwald ist mit 1.350 Quadratkilometer deutlich größer als der Englische Garten (knapp 4 Quadratkilometer) in der bayrischen Metropole.