Neid in 3 Phasen: Belächelt-Beneidet-Bekämpft

Phase 1: Belächelt

Sobald jemand eine neue Sache erfindet oder sich für einen ungewöhnlicheren Lebensweg als der Mainstream entscheidet, wird er zuerst einmal belächelt. Viele Unternehmer können ein Lied davon singen, wie sie sich ganz am Anfang ihrer Selbständigkeit gefühlt haben. Selbst im engsten Familienkreis lief da der Schmäh auf Kosten des „neuen Träumers“, der mit seiner großen Sehnsucht nach Autonomie „aber ganz sicher an die Wand fahren wird“.

Phase 2: Beneidet

Erst später, wenn die Geschäftsidee Früchte trägt und ordentlich Gewinn abwirft, stellen sich die Schulterklopfer an und geben ihre „Ich hab’s ja immer schon gewusst“ –Bekundungen ab. Die angebliche Bewunderung wird leiser und feindselige Bemerkungen dafür lauter. Nach der anfänglichen Freude keimt Neid auf. Der erzielte Erfolg des Glückspilzes wird nun lieber abgeschwächt oder als einfache Leistung hingestellt: „Der schiebt doch eh eine ruhige Kugel“.  Ungerecht, dass der Erfolg den einstigen Träumer so verwöhnt, während „unsereines sein Geld hart verdienen muss.“

Phase 3: Bekämpft

Wenn das Schicksal blind ist und die Falschen verwöhnt, dann muss eben nachgeholfen werden. Wo es geht wird, nun das Konzept des Glückspilzes sabotiert. Viel lieber kauft man schließlich beim Mitbewerber und hat dafür auch ausreichend Erklärungen, die man gerne auch unter die Leute bringt: „dem anderen ist doch der Erfolg ins Hirn gestiegen“ oder „dem sollte das Leben mal wieder den Kopf waschen.“

Fazit: Das Prinzip bei Neueinführungen, Innovationen oder Geschäftsideen ist immer das Selbe: Solange Sie noch belächelt werden, haben Sie wenig zu befürchten. Genießen Sie danach die kurze Phase des Zuspruches und der anerkennenden Worte. Nehmen Sie sich aber auch in Acht vor Saboteuren, die Ihnen den Erfolg neiden!