Ökonomischer Lockdown & kultureller Knock-Down

Ökonomischer Lockdown & kultureller Knock-Down 

Abgesehen vom wirtschaftlichen Desaster, fehlt mir seit März das kulturelle Angebot. Der Mensch lebt eben doch nicht nur von Klopapier und Nudeln allein. Netflix hin oder Apple TV her. 

Ich liebe vor allem Live-Konzerte! Die Stadthalle bietet tolle Stimmen und so bin ich in der angespannten Corona-Zeit gleich um mehrere musikalischen Highlights umgefallen. Klar, irgendwann 2021 wird sich das hoffentlich alles nachholen lassen und die US-amerikanische A-cappella-Band “Pentatonix” beispielsweise wird einen Ersatztermin finden und ich in einem Jahr dann hoffentlich auch noch meine gültigen Karten. 

Auf James Blunt, Harry Styles und Celine Dion hatte ich mich besonders gefreut, da die Wiener Stadthalle die bekannten Starnamen nicht allzu oft im Zuge eines Jahres garantiert. Zum einen, weil viele dieser Ausnahmekünstler vor größerem Publikum spielen wollen und da fällt Wien dann – trotz eigenem Stadion – oft raus aus dem dichten Tour Plan. 

Die ernste Musik ist mir ebenso lieb und teuer. Nicht nur in der Landeshauptstadt fielen Musikabende ins Wasser. Auch überall sonst. Im Burgenland hatte man sich beispielsweise auf den 210.Todestag von Joseph Haydn vorbereitet. 

2020 war aber zudem das Jahr des großen Beethoven. Beide Musiker haben einen Burgenlandbezug und beide dienten dem Fürstenhof Esterházy. Der junge Beethoven nahm mit 22 Jahren sogar Kompositionsunterricht bei Haydn. Beethovens 250. Geburtstag konnte bislang noch nicht rauschend gefeiert werden, aber der Mann mit dem tauben Ohr und dem brillanten Geist war damals schon sicher: “Wahre Kunst bleibt unvergänglich.”