Podcast: Tag der Stimme

Tag der Stimme 

Am 16. April 1990 wurde von amerikanischen HNO Ärzten und Phoniatern zum ersten Mal der internationale Tag der Stimme ausgerufen. Aus diesem Anlass hat sich Tatjana Lackner in der Schule des Sprechens umgehört und nachgefragt, was man für die Stimme tun kann und was „verbales Charisma“ bedeutet. 

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Am 16. April jährt sich zum 20. Mal der international ausgerufene “Tag der Stimme”. Initiiert haben ihn amerikanische und europäische HNO-Ärzte. Mittlerweile ist er zum Tag für Profisprecher, Logopäden, Sprechtechniker und alle anderen geworden, die auf die Bedeutung einer funktionierenden Stimme hinweisen wollen. 

An vielen Orten weltweit finden Veranstaltungen statt und werden Diskussionen geführt. Eine gesunde Lehrerstimme beispielsweise, beeinflusst den Erfolg beim Lernen der Kinder nachweislich. Bei Bewerbungsgesprächen überzeugen Menschen mit gutsitzenden Stimmen und sogar bei der Partnerwahl spielt die Tonalität “des Neuen” von Anfang an eine Rolle. 

Die menschliche Stimme ist das wichtigste Werkzeug in unserer täglichen Kommunikation und es ist von Vorteil dieses Instrument spielen zu lernen. Ökonomischer Stimmeinsatz ist  für Sprechberufe essentiell und melodischer Wohlklang für viele erst nach einem Stimmtraining erreichbar. Der Unterschied ist in der Außenwirkung enorm. 

Das ist der Grund, warum an der Schule des Sprechens jeder seine individuelle Erstanalyse braucht, in der zuerst die Stimme im Fokus steht. Professionelle Stimmarbeit im Klassenbetrieb ist ein NoGo! Darauf sollte man bei der Recherche achten. Hier wird jede Stimme ab der ersten Einheit in Studioqualität vertont, ausgewertet und die Stimmlippen auf Funktionalität geprüft. Im Atem- & Stimmtraining geht es später darum mit Farben, Klängen und der Lautstärke zu arbeiten. Das läuft besser, wenn die Stimme in Ordnung ist. 

Viele Frauen sprechen in ihrer “Business Sprache” zu gequetscht und aus dem “Eltern-Ich”. Das belastet die Stimme ebenso, wie zu lautes Lachen oder halsiges Sprechen. Männer modulieren bei Präsentationen und Business Pitches zu wenig und verzichten auf die Gestaltungsmittel der Sprache. Viele versuchen “objektiv zu wirken” und Inhalte beiläufig und “ja nicht zu gewollt” zu transportieren. Das Ergebnis: lieblose Monotonie, die niemanden erreicht. Die Hintergrundgeräusche unserer Welt haben sich verdichtet. Das Gesprächstempo hat zugenommen und zu allem Übel artikulieren die Menschen schlampiger. “Silbenfresser” und “Endungshudler” tummeln sich ebenso in den Besprechungszimmern, wie Töner, Dampfplauderer und verhuschte Flüsterer, die nur durch die Stimmritzen föhnen. Seltener erlebt man Menschen, die einen voller Wonne die Ohren spitzen lassen. Dabei wäre es so einfach! Viele unserer Kunden klingen nach 20 Stunden deutlich “gestimmter” und spracheleganter als beim ersten Aufnahme-Take. In einer Welt, die auf Kommunikation zentriert ist und die in den sozialen Medien eine Podcast-Renaissance erlebt, hilft es seine Stimme auszubilden. Eine Investition, die sich ein Leben lang lohnt – solange wir reden.