#ThisLittleGirlIsMe

8. Oktober 2021 von Tatjana Lackner, MBA

Auf LinkedIn kursieren unter diesem Hashtag viele persönliche Erfolgsgeschichten von Frauen, die Hürden überwunden haben und Mädchen Mut zusprechen. Hier ist mein Beitrag: 

Dieses kleine Mädchen wurde in München 1970 geboren. Es war die Zeit der nächtelangen Diskussionen, politischen Unruhen und individuellen Lebensformen. Früh begann Tatjana andere Menschen zu beobachten und entdeckte schnell sprachliche Unterschiede. Bei der preußischen Großmutter lernte sie was Apfelsinen, Aprikosen und Königsberger Klopse sind. Der bayrische Großvater erklärte ihr die Welt mit völlig anderen Worten. Die Freunde der Eltern waren Künstler, Philosophen und Aussteiger. Es wurde viel geredet, gereist, geraucht und meditiert. 

Tatjana war kritisches Denken und Unabhängigkeit immer das höchste Gut. Mit 19 kam sie nach Wien, wurde schwanger und lernte, dass finanzielle Sorgen Kreativität erfordern. Ihre kleine Tochter sollte beispielsweise zu Weihnachten viele Geschenke unter dem Baum sehen und nicht merken, dass sie arm waren, wie die Kirchenmäuse. Deshalb verpackte Tatjana leere Bananenschachteln aus dem Supermarkt mit Geschenkpapier und schrieb für ihre Kleine eigene Weihnachtswichtel-Geschichten. Bis heute erinnert sich Christina-Antonia (31) an diese besonders schönen heiligen Abende. 

Tipp: Meide Einflüsterer: “So wie Du Dir das vorstellst geht es im Leben nicht!”  

Matura. Lehre. Studium. Alles geht! Dann folgten die Radiojahre. Tatjana gewann einen Moderationswettbewerb und war sowohl auf Ö1, Ö2 und nachts auf Ö3 zu hören. Sie schrieb und gestaltete alleine für das Landesstudio mehr als 300 Beiträge. 

Mit 24 Jahren startete sie dann ihr eigenes Unternehmen ohne einen “Schilling” in der Tasche und frei von fremder Hilfe. Wieder war es ihre Kreativität, der beachtliche Arbeitseinsatz und ihr kompromissloser Qualitätsanspruch – bis heute drei massive Säulen, auf denen DIE SCHULE DES SPRECHENS seit mehr als 30 Jahren steht. Tatjana hat eine Institution geschaffen – auch, weil sie nicht auf andere gehört hatte. 

Fazit: Meinen Enkeltöchtern (4 und 1 Jahre) und anderen kleinen Mädchen möchte ich mitgeben: Erkenntnis 1: “Hätte ich auf meine Eltern gehört, dann wäre ich heute weder Mutter noch Unternehmerin!” Erkenntnis 2: “Geld macht nicht glücklich, aber es schafft Freiraum.” Erkenntnis 3: “Investiere in Deine Sprache und beobachte Menschen!” 

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